„Turbulentes Spiel mit nicht ganz gerechtem Ausgang“: Der FCC kassierte in Babelsberg in letzter Minute den Ausgleich durch einen fragwürdigen Elfer

14.09.14 • SPORT, STARTKeine Kommentare zu „Turbulentes Spiel mit nicht ganz gerechtem Ausgang“: Der FCC kassierte in Babelsberg in letzter Minute den Ausgleich durch einen fragwürdigen Elfer

JEZT - Spiel des FCC beim SV Babelsberg - Foto © FCC

(JEZT / FCC) – Der FC Carl Zeiss Jena und der SV Babelsberg trennten sich gestern nach einem turbulenten Spiel 2:2 unentschieden, was auf Grund des späten Ausgleichs der Hausherren durch einen umstrittenen Elfmeter in der letzten Spielminute schmerzte.

Nach einem forschen Beginn war ab Minute 20 bis zur Halbzeit von Jenaer Seite aus nicht mehr viel zu sehen. Die Babelsberger gaben immer mehr den Ton an und gingen in der 24. Minute mit 1:0 in Führung, als Makangu sich aus etwa 16 Metern ein Herz fasste, abzog und der von Jenas Klippel unglücklich abgefälschte Ball hinter dem machtlosen Tino Berbig im Jenaer Kasten verschwand. Von Jena war danach in der Offensive – außer zwei Schüssen von Hettich und Bock – fast gar nichts mehr zu sehen und da auch die Filmstädter kaum noch etwas „rissen“ ging es mit der, gemessen an den Spielanteilen, verdienten 1:0 Führung der Babelsberger in die Halbzeitpause.

Nach knapp 20 Minuten in der zweiten Halbzeit ohne eine ernsthafte Torchance öffnete sich für den FCC mit einem Mal ein Fenster. Babelsbergs Hellwig foulte Rupf und sah dafür zum zweiten Mal den gelben Karton. Jena wurde nun stärker und näherte sich dem Tor des Gegners mehr und mehr an. Den Anfang machte Tom Geißler, dessen Flachschuss noch knapp am kurzen Pfosten vorbei sauste (70.). Kurz darauf brachte Hutwelker für Filip Krstic Maxim Banaskiewicz ins Spiel und diese Einwechslung entpuppte sich als Glücksgriff. Der Druck auf die Hausherren nahm zu, die sich nur noch darauf verlegten, den knappen Vorsprung zu halten. Doch in der 77. Spielminute durften die ca. 400 mitgereisten Zeiss-Fans jubeln. Banaskiewicz schloss nach Vorarbeit von Schmidt und Jovanovic aus etwa 18 Metern ab – 1:1. Das Drehbuch in der Filmstadt wendete sich nun eindeutig zu Gunsten des FCC.

Doch dann gab der in vielen Situationen nicht wirklich souverän wirkende Schiedsrichter Kutscher dem vermeintlich nun für den FCC laufenden Spiel eine jähe Wendung. Jenas Löser sah nach einem eher harmlosen Foul an Cubukcu die gelbe Karte, trat anschließend versehentlich gegen den Ball, was der Schiri als zweite Unsportlichkeit auslegte und Löser mit Gelb-Rot vom Platz schickte (80.): Unfassbar! Doch das weckte die letzten Lebensgeister bei den Spielern von Hutwelker und die wollten nun den Sieg. Hettich steckte in der 87. Minute den Ball auf der rechten Seite zu Wizezik durch, dessen butterweiche Flanke fand Jovanovics Kopf, von wo das Leder an den langen Pfosten klatschte. Banaskiewicz schaltete am schnellsten und kam aus spitzem Winkel zum Nachschuss, den er direkt aus etwa 14 Metern zum 2:1 für Jena in den Winkel nagelte (87.).

Damit schien die Sache gelaufen für den FCC. Doch der Schiri sah das anders. Vor allem sah er in der Schwalbe von Babelsbergs Prochnow in der letzten Spielminute ein Foul der Jenaer im eigenen Strafraum und entschied zum Entsetzen aller Blau-gelb-weißen auf Elfmeter. Cubukcu ließ sich dieses Geschenk nicht nehmen und verwandelte sicher zum 2:2 Endstand. Zwar ging die Punkteteilung unter dem Strich durchaus in Ordnung, aber Zeitpunkt sowie Art und Weise des Ausgleichs hinterließen einen bitteren Beigeschmack, denn regulär hätte das 2:2 nicht fallen dürfen.





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