„Ein mitmenschlicher, kultureller und gesellschaftlicher Auftrag“ – Hospiz- und Palliativstiftung Jena wurde gegründet

07.12.14 • JEZT AKTUELL, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu „Ein mitmenschlicher, kultureller und gesellschaftlicher Auftrag“ – Hospiz- und Palliativstiftung Jena wurde gegründet

JEZT - Die Traeger der Hospiz- und Palliativstiftung - Abbildung © MediaPool Jena

(JEZT / PALLIATIVSTIFTUNG) – Gestern wurde in unserer Stadt die Hospiz- und Palliativstiftung Jena gegründet. Ihr vorrangiges Ziel ist die Errichtung eines stationären Hospizes für Jena und Umgebung. “Schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen Solidarität. Ihnen ein Leben und Sterben in Würde zu ermöglichen ist uns mitmenschlicher, kultureller und gesellschaftlicher Auftrag”. Mit diesen Worten beginnt die Präambel der neuen Stiftungs-Satzung.

“Wir sind sehr froh, soviel tatkräftige Unterstützung und offene Ohren für unser Anliegen zu finden”, erklärte Privatdozent Dr. Ulrich Wedding, einer der Initiatoren und Gründungsvorstände der Hospiz- und Palliativstiftung Jena. Gemeinsam mit Prof. Bernd Wiederanders, dem Vorsitzenden des Fördervereins Hospiz Jena e.V., sowie der Vorsitzenden des Fördervereins Palliativmedizin Jena e.V. Christiane Klimsch hat er die Stiftung auf den Weg gebracht und mit ihnen insgesamt 115.000 Euro als Gründungskapital eingeworben. Die Liste der Spender zeigt, dass das Vorhaben breite Unterstützung findet: Neben großen Sozialträgern wie Diakonie, AWO, Johanniter Orden und DRK beteiligen sich auch Unternehmen und zahlreiche Privatpersonen. Auch die Wohnungsgesellschaft Jenawohnen will sich engagieren: “Wir prüfen zur Zeit mögliche Baugrundstücke in Lobeda-Ost”, erklärt die zuständige Leiterin Sozialmanagement Antje David-Eckert. Der Bedarf für eine solche Einrichtung gerade in Ostthüringen ist groß, wie eine aktuelle Analyse des Thüringer Hospiz- und Palliativverbandes zeigt. Demnach konnten etwa 150 Patienten von der Palliativstation des Universitätsklinikums im letzten Jahr nicht versorgt werden, weil die Kapazitäten nicht ausreichen – und der Bedarf steigt weiter.

Bis zur Eröffnung der Einrichtung für zwölf bis vierzehn Bewohner werden zwar noch ein paar Jahre vergehen, aber schon jetzt freut sich auch Oberbürgermeister Albrecht Schröter über diese ersten Schritte: “Es ist bezeichnend für die menschliche Qualität einer Stadt, wie sie mit den Menschen an der Grenze zum Sterben umgeht. Ich freue mich, dass es eine Stiftung gibt, die sich der Schaffung eines stationären Hospizes annimmt. Die Stadt wird das Anliegen mit ihren Möglichkeiten unterstützen. Für mich ist das auch ein persönliches Anliegen.”

Am Samstag wurde nun feierlich das “Stiftungsgeschäft” aufgenommen und sowohl der Gründungsvorstand als auch das Kuratorium eingesetzt. Den Vorstand übernahmen ehrenamtlich PD Dr. Ulrich Wedding, Prof. Bernd Wiederanders und Dr. Heike Wohlfarth. Zum Kuratorium gehören weitere 12 Personen, darunter Vertreter des Hospiz- und des Palliativvereins sowie der Sozialträger und der Universitätsklinik.





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