„400 MegaBit“: Start des super-schnellen Internets in Jena – Der Freistaat Thüringen forciert Ausbau des schnellen Internets

08.09.15 • JEZT AKTUELL, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu „400 MegaBit“: Start des super-schnellen Internets in Jena – Der Freistaat Thüringen forciert Ausbau des schnellen Internets

JEZT - Thueringen Radar - Grafik © MediaPool Jena

(JEZT / FREISTAAT THÜRINGEN) – Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Georg Maier hat das Ziel einer flächendeckenden Versorgung Thüringens mit schnellem Internet bis zum Ende dieses Jahrzehnts bekräftigt. „Unser Ziel sind Bandbreiten von mindestes 30 und, wo immer möglich und erforderlich, auch weit darüber“, sagte Maier heute beim Start eines neuen, 400 Megabit schnellen Breitbandnetzes der TeleColumbus AG in Jena. Die Politik habe in der Vergangenheit zu oft Ausbauziele formuliert, die dann nicht eingehalten wurden, so der Wirtschaftsstaatssekretär. „In Thüringen setzen wir uns deshalb zunächst realistische Ziele. Der neue High­speed-Zugang in Jena zeigt aber, wo die Reise beim Breitbandausbau eigentlich hingehen muss.“

Das Land werde diese Entwicklung durch die Neu­ausrichtung der Breitband­förderung unterstützen, sagte Maier: So wird die Förderung geöffnet und für weitere Zielgruppen zugänglich gemacht. Künftig sind neben den Kommu­nen künftig auch Unternehmen, die Breit­bandnetze einrichten wollen, sowie Be­treiber von öffentlich zugänglichen W-LAN-Netzen förderfähig. Dabei kön­nen nicht mehr nur die – teilweise schwer zu ermittelnden – „Wirtschaftlich­keitslücken“, sondern auch die konkreten Investi­tionskosten bezuschusst werden. „Das vereinfacht die Antragstellung“, betonte der Wirtschaftsstaats­sekretär. Auch die Fördermittel wurden noch einmal deutlich verstärkt: Bis 2020 ste­hen einschließlich der Bundesmittel rund 40 Millionen Euro für den Breit­bandausbau in Thüringen zur Verfügung.

JEZT - Das TeleColumbus Logo - Abbildung © MediaPool Jena

Es bleibe aber dabei, dass der Ausbau nur dort gefördert werde, wo ein wirt­schaftlicher Betrieb ohne eine öffentliche Förderung nicht möglich sei und es deshalb nach wie vor an einer hochbitratigen Breitband­ver­sorgung fehle. Der Ausbau des superschnellen Internets durch TeleColumbus in Jena war ohne öffentliche Fördermittel erfolgt. „Eine zukunftsweisende Ausbau­strategie für den Breitbandausbau darf sich nicht mehr nur an dem nächsten Geschwin­digkeitsschritt orientieren, sondern muss eine Dateninfrastruktur schaffen, die im 21. Jahrhundert tatsächlich Bestand hat“, sagte Maier weiter. Dies bedeute Netz­ausbau statt Netzoptimierung, den Einsatz zukunftsweisender Übertragungs­technologien sowie die Lösung des Problems der „letzten Meile“ – also der letzten Kabelmeter zu den Hausanschlüssen.

Hintergrund: Um den weiteren Breitbandausbau zu forcieren, hat das Wirtschaftsministe­rium das För­dervolumen erhöht. So werden im Landesprogramm bis 2020 nunmehr rund 18 Millionen Euro Förderung zur Verfügung stehen. Hinzu kommen Mit­tel aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) in Höhe von 900.000 Euro pro Jahr, die jeweils hälftig von Bund und Land fi­nanziert wer­den. Schließlich erhält Thüringen aus der Versteigerung von freigewordenen Funkfrequenzen („Digi­tale Dividende“) weitere ca. 17 Millionen Euro vom Bund, die in den kommenden drei Jahren (also bis einschließlich 2017) für den Breitbandausbau eingesetzt werden sollen.





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