Das Imre Kertész Kolleg der Friedrich-Schiller-Universität Jena lädt morgen Nachmittag zur Podiumsdiskussion „Deutschland und die Flüchtlingskrise“ ein

18.10.15 • INTERESSANTES, JEZT AKTUELL, STARTKeine Kommentare zu Das Imre Kertész Kolleg der Friedrich-Schiller-Universität Jena lädt morgen Nachmittag zur Podiumsdiskussion „Deutschland und die Flüchtlingskrise“ ein

JEZT - refugees walk to the austrian border - image © Robert Sanders

Refugees walk to the Austrian border – Image © Robert Sanders

(JEZT / FSU) – Auf der Flucht vor Krieg und Gewalt in ihren Heimatländern, wie Syrien oder Afghanistan, suchen derzeit hunderttausende Menschen Schutz in Europa. Die meisten von ihnen kommen über die sogenannte Balkanroute durch Südosteuropa. „Der Zustrom und die Aufnahme von einer derart großen Zahl an Flüchtlingen stellen die Europäer vor bislang ungeahnte Aufgaben und die EU erneut auf eine harte Probe“, sagt Prof. Dr. Joachim von Puttkamer von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

In den mitunter schrillen Tönen, die etwa aus Ungarn, Polen oder der Slowakei zu hören sind, werden Ängste und Abwehrreflexe gegenüber Flüchtlingen sichtbar, macht der Osteuropahistoriker deutlich. Diese spiegelten die unterschiedlichen historischen Erfahrungen mit Migration wider. Darüber, wie sich die Europäer gegenüber der großen Zahl an Flüchtlingen und Zuwanderern verhalten wollen, werde jedoch nicht nur in den Anrainerstaaten der Balkanroute, sondern in allen europäischen Ländern kontrovers gestritten, „und das vielfältiger und heftiger, als dies in deutschen Medien sichtbar wird“, so von Puttkamer.

Das Imre Kertész Kolleg der Uni Jena möchte hier ansetzen und lädt am kommenden Montag (19. Oktober) zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion in den Großen Rosensaal (Fürstengraben 27, 07743 Jena) ein: Eine Reihe von Wissenschaftlern, die derzeit am Kolleg zu Gast sind, werden aus ihren Heimatländern berichten, darunter Adam Leszczyński aus Warschau und Onur Yildirim aus Ankara. Prof. von Puttkamer, der Direktor des Kertész Kollegs, wird die Diskussionsrunde moderieren. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und findet zum Teil in englischer Sprache statt. Die Öffentlichkeit ist herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.





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