Im Städtevergleich von Wirtschaftswoche und Immobilienscout24 ist Jena „innovativer Spitzenreiter Ostdeutschlands“

28.11.15 • JEZT AKTUELL, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu Im Städtevergleich von Wirtschaftswoche und Immobilienscout24 ist Jena „innovativer Spitzenreiter Ostdeutschlands“

JEZT - Die Lichtstadt Jena am Abend - Foto 1 © JenaKultur Haecker

Die Lichtstadt Jena am Abend – Foto © JenaKultur Christian Häcker

(JEZT / WIRTSCHAFTSWOCHE / STADT JENA) – Im erstmalig erhobenen „Zukunftsindex“ schneidet Jena als beste ostdeutsche Stadt auf Rang vier ab. Das technologische Zentrum Thüringens beweist damit nicht nur Forschungsstärke, sondern auch eine hohe Affinität für die Industrie der Zukunft. Die IW Consult veröffentlichte gestern in Zusammenarbeit mit ImmobilienScout24 und der WirtschaftsWoche die Ergebnisse der Studie. Untersucht wurden die 69 größten Städte Deutschlands hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Erfolges. Der dieses Jahr eingeführte Zukunftsindex 2030 ergänzt das jährlich erscheinende Ranking der deutschen Großstädte. So ist es erstmalig möglich, die zukünftigen Entwicklungspotenziale der Städte zu bestimmen.

Der „Zukunftsindex“, welcher wichtige Faktoren für die zukünftige, wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt – wie die Innovationskraft, das Kreativpotenzial und die Zukunftsfähigkeit der Industrie – zusammenfasst, zeigt die Entwicklungspotenziale für die nächsten Jahren auf. Jena weist mit dem vierten Platz eine außerordentliche gute Ausgangsposition für die Entwicklungen der kommenden Jahre auf. Mit der Friedrich-Schiller-Universität und der Hochschule zeigt sich die Stadt als besonders forschungs- und innovationsaffin. Im Vergleich zu anderen Universitätsstädten zeichnet sich Jena durch eine starke Anwendungsorientierung aus. Entsprechend sind viele Forschungseinrichtungen vorhanden.

JEZT - Wirtschaftswoche Nr 49-2015 - Abbildung © MediaPool Jena

WirtschaftsWoche Ausgabe Nr. 49/2015

Neben Leibniz und Max-Planck Instituten ist auch ein Fraunhofer und ein Helmholtz Institut ansässig. Dabei liegt der Schwerpunkt in der Optik, Biotechnik und Sensorik. Dies schlägt sich in den Platzierungen im Bereich der Forschungsstärke mit einem zweiten und dritten Platz bei dem Anteil der Akademiker und der Anzahl der Forschungsinstitute nieder. Außerdem werden sehr viele Patente angemeldet (Platz 4), es gibt einen überdurchschnittlich hohe Zahl von Beschäftigten in Forschung und Entwicklung und in nur drei Städten deutschlandweit ist der Anteil der MINT-Absolventen höher. Außerdem ist die Stadt für die Industrie der Zukunft gut aufgestellt. Bei der Analyse der Industrie-4.0-Affinität belegt sie den zweiten Platz. Gemessen wurde dies an Hand eines exklusiven und umfassenden Webcrawling-Tools. Dabei wurden alle Unternehmenswebsites nach Industrie 4.0 Begriffen systematisch durchsucht.

Auch aktuell ist Jena in vielen wirtschaftlichen Bereichen sehr erfolgreich und belegt den 14. Platz im Niveauranking. So kann sie beim Anteil der privat Überschuldeten den ersten und auch bei der Kindertagesbetreuung einen Top drei Platz erreichen. Somit bietet Jena seinen Einwohnern eine besonders hohe Lebensqualität. Ebenso verhält es sich am Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung von Älteren ist so hoch wie nirgendwo sonst und auch der Anteil der Beschäftigten in einer hochqualifizierten Position ist überdurchschnittlich hoch (Platz 2).

JEZT - Zukunftsindex 2030 Top 5 der Wirtschaftswoche - Abbildung © MediaPool Jena

Zukunftsindex 2030: Die „Top 5“ – Abbildung © MediaPool Jena

Die wirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen Jahren verlief in den einzelnen Bereichen heterogen, was im Dynamikranking insgesamt zu Rang 33 führte. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Jena, Wilfried Röpke, kommentierte das sehr gute Abschneiden Jenas mit folgenden Worten: „Die Platzierung auf 14 von 69 im Niveauranking und der vierte Platz Jenas beim ‚Zukunftsindex 2030‘ zeigt, dass Jena im Wettbewerb mit westdeutschen Städten gut bestehen kann. Die positive wirtschaftliche Entwicklung trägt maßgeblich zur Dynamik des Standortes Jena bei. Die Forschungsstärke, die hohe Prozentzahl von Beschäftigten mit einem akademischen Abschluss und die gute Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien sind zudem Indikatoren guter Zukunftsaussichten. Jena muss jedoch den Anspruch haben, besser zu werden, weil die Rahmenbedingungen sich ändern. Themen wie MINT-Bildung, Internationalisierung, Flächenentwicklung, Digitalisierung, Verkehrsinfrastruktur oder Innenstadtentwicklung müssen auf der Agenda bleiben und verstärkt werden“.





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