Keine AfD mehr in der „Grünen Tanne“: Jenas Stadtverband der Alternative für Deutschland muss sich ein neues Tagungs-Domizil suchen

16.02.16 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu Keine AfD mehr in der „Grünen Tanne“: Jenas Stadtverband der Alternative für Deutschland muss sich ein neues Tagungs-Domizil suchen

JEZT - Die Grüne Tanne im Jahre 2002 - Foto © MediaPool Jena

Die Grüne Tanne im Jahre 2002 – Foto © MediaPool Jena

Radio Jena Newscontainer Logo 230Vor Kurzem erst hatte sich in der Jenaer Gaststätte „Grüne Tanne“ der Jenaer Stadtverband der Alternative für Deutschland gegründet und diese wollte nun das Traditionsgasthaus, in dem 1815 die Jenaer Urburschenschaft gegründet worden war und Johann Wolfgang von Goethe 1817 und 1818 Quartier nahm, zur Jenaer AfD-Stammgaststätte machen.

Doch Aloise Gombault, Besitzer der „Grünen Tanne“, hat nun weitere Treffen der AfD in seinem Haus, das bis zur Wende Vereinsstätte der Gewerkschaften und Sozialdemokraten in Jena war, abgesagt. „Intern kann in der Tanne jede politische Partei tagen. Ich möchte es jedoch peinlichst vermeiden, dass die Grüne Tanne in ein wie auch immer geartetes Parteiengezänk einbezogen wird“, erklärte Gombault gegenüber der TLZ. Er habe schlicht und einfach Angst, sagte er, dass das unter Denkmalschutz stehende Gebäude beschädigt werde. Es habe schon mehrfach Anschläge wie beispielsweise Farbattacken auf das Haus gegeben, sagte Gobault, das möchte er mit seinem Schritt verhindern.

Zwar habe es in den letzten Tagen Gespräche mit dem Leiter des Fachbereichs Recht der Stadt Jena gegeben und Aloise Gombault hatte nach eigenen Angaben auch die Polizei kontaktiert, wobei ihm zugesagt worden sei, das Gebäude zu bewachen. Jedoch: „Ich möchte auch verhindern, dass die ‚Tanne‘ als Wahlkampfplattform instrumentalisiert wird“, sagte der Besitzer und fügte an , auch die Wirtin der „Grünen Tanne“ sei nun erleichtert.





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