„Alles, was man im Leben braucht, sind Ignoranz und Selbstvertrauen.“ (Mark Twain)

08.05.16 • INTERESSANTES, JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu „Alles, was man im Leben braucht, sind Ignoranz und Selbstvertrauen.“ (Mark Twain)

JEZT - Jenapolis Slogans aus dem Jahre 2015 - Abbildung © MediaPool Jena

(JEZT AKTUELL) – In seiner Selbstvermarktung ist der Internet-Blog Jenapolis groß. Jüngst freute man sich öffentlich und zelebrierte: „Wir hatten im April 2016 zum ersten Mal in nur einem Monat 1  Million Seitenaufrufe. Jedenfalls sagt das unsere Statistik. Wohlgemerkt reden wir nur von den Aufrufen auf Jenapolis, die Facebook-Aufrufe sind dort nicht mit eingerechnet.“ Und Blog-Gründer Arne Petrich fügte an: „Ich sehe das schon als eine Bestätigung für unser Durchhaltevermögen bei dem konsequenten Ausbau unserer Reichweite.“

JEZT - Eine typische JENAPOLIS Stadrtseite - Abbildung © MediaPool Jena

JENAPOLIS Startseite in der Querübersicht mit Dutzenden von Fotos – Abbildung © MediaPool Jena

Dabei ist schon lange bekannt, wie eine Seitenaufruf-Statistik entsteht und wie Blogbetrieber sie beeinflussen können. Sogenannte Web-Analytics Programme messen nämlich neben der Anzahl der Besucher auch die Seitenaufrufe, welche diese Besucher auf einer Website – aktiv oder passiv – verursachen. Als Seitenaufruf wird hierbei nicht nur der wortwörtliche Aufruf einer Internetseite gezählt, sondern zudem die sich hierbei selbst ladenden anderen Bestandteilen der Website, wie etwa Fotos oder Flash-Werbeeinblendungen.

Wenn ein Nutzer also irgendwo im Netz z. B. eine Startseite aufruft und sich dort zu aller erst einen Überblick zu verschaffen (ohne dabei überhaupt nur einen einzigen Artikel oder Bericht anzuklicken) wird jedes zu sehende oder sich neu aufbauende  Foto vom Web-Analytics Programm als je ein Seitenaufruf gezählt. So können – wenn man dies wünscht – Zahlen generiert werden, die letztendlich kaum aussagefähig sind, denn wenn beim Aufruf nur der Startseite gleich mehr als 60 Aufrufe gezählt werden und bei Anklicken jedes Artikels noch einmal rund die Hälfte dazu, erklären sich die Millionen von Seitenaufrufen von selbst und das Komma rutscht ein klein wenig nach vorne.

JEZT - Einschreibebeleg für eine Gegendarstellung vom 6. Oktober 2015 - Abbildung © MediaPool Jena

Weiter schreibt Petrich im gleichen Artikel einen interessanten Satz: „Wir können nur jeden auffordern selbst mutig zu sein. (…) Meinungs- und Pressefreiheit muss gelebt werden.“ – Hierzu sei angemerkt, dass es sein Blog ist, der seit mehr als sieben Monaten Veröffentlichung von Gegendarstellungen verweigert, obwohl dies (nicht nur in Thüringen) gesetzlich vorgeschrieben und bei falschen Tatsachenbehauptungen oder offen unwahr dargestellten Sachverhalten ohne Alternative ist. Normalerweise … aber bei JENAPOLIS ist eben vieles anders. Selbst wenn man derzeit wieder damit wirbt, Mitglied im Deutschen Presserat zu sein.

Auch hat das Personalkarussel hinter diesem Geflecht aus News-Seiten mit dem ständigen Wechsel zwischen Tobias Netzbandt und Arne Petrich als Verantwortliche hierfür offenbar eher justiziable als redaktionstechnische Gründe und verfolgt möglicherweise auch den Zweck, den Schein einer Integrität und Seriösität zu wahren. Man darf aber gespannt sein, wie sich JENAPOLIS verhält, wenn die Sache mit den verweigerten Gegendarstellungen in Kürze vor Gericht entschieden werden wird. Mit einer speziellen Rechtsschutzversicherung lassen sich die zu erwartenden Verfahrenskosten erträglich halten; Petrich jedoch muss nun im Rechtsstreit „liefern“ und zwar belastbare Verbreitungs- und Zugriffszahlen von JENAPOLIS. Nach ihnen bemisst sich u. a. der Schadensersatz.





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