„Ein verdammt wichtiger Dreier“: Die Damen des FF USV feierten am Sonntag nach dem 1:0-Erfolg über Duisburg

21.03.17 • JEZT AKTUELL, SPORT, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu „Ein verdammt wichtiger Dreier“: Die Damen des FF USV feierten am Sonntag nach dem 1:0-Erfolg über Duisburg

Emotionen pur gab es beim Erfolg der Damen des FF USV Jena gegen Duisburg. - Foto © FF USV

Emotionen pur gab es am Sonntag beim Erfolg der Damen des FF USV Jena gegen Duisburg. – Foto © FF USV

JEZT - JenaSport LogoAm 14. Spieltag konnten die Spielerinnen des FF USV Jena gegen den direkten Tabellennachbarn den dritten Saisonsieg einfahren: den 1:0-Erfolg über Duisburg.

Schon vor der Partie war klar: Die 14. Spielrunde der Allianz Frauen-Bundesliga-Saison mit dem Jenaer Heimauftritt gegen Duisburg wird eine besondere. Immerhin trafen im unteren Tabellendrittel der aktuelle Zehnte und Neunte direkt aufeinander; und die zehntplatzierten Gastgeberinnen trennte auch vor dem Spieltag nach wie vor in der Tabelle nur das bessere Torverhältnis von einem Platz unterhalb des roten Abstiegsstrichs.

Im Duell der einzigen beiden Trainerinnen in der Allianz Frauen-Bundesliga vertraute FF-USV-Verantwortliche Katja Greulich gegen MSV-Coach Inka Grings derselben Startelf, die vor der Länderspielpause beim Spiel gegen den FC Bayern (Endstand 1:2) zu überzeugen wusste. So war auch von Beginn an Shannon Woeller mit dabei; die Kanadierin musste sich Anfang der Woche noch einer Operation am Finger unterziehen – doch pünktlich zum Spiel meldete sich die Innenverteidigerin spielbereit zurück.

„Es wird bestimmt kein schönes, aber ein sehr enges Spiel“, sagte Greulich bereits vor der Partie „Abstiegskampf pur“ voraus. Die Hausherrinnen starteten zwar mit viel Elan in die Begegnung, doch aus den herausgespielten Freistößen und Ecken konnte die Paradies-Elf keine zwingenden Torchancen erarbeiten. Erst im Laufe der ersten Halbzeit kamen die Zebras über ihre Zweikampfstärke mehr und mehr ins Spiel, so dass sich ein ausgeglichener Schlagabtausch entwickelte. Die besten Aktionen vor den Toren folgten in den letzten fünf Minuten vor dem Pausenpfiff: Amber Hearn köpfte nach Freistoß-Hereingabe von Julia Arnold am Tor vorbei (37.); für die Gegenseite versuchte sich Ex-Jenaerin Kathleen Radtke mit einem Freistoß, dieser war jedoch zu unplatziert (39.).

Personell unverändert tasteten sich beide Mannschaften in den zweiten Durchgang hinein. Die erste Annäherung ans Heimtor von Kathrin Längert war in diesem in der 62. Spielminute: Duisburgs Julia Debitzki wollte Längert überraschen, ihr Fernschuss aus gut dreißig Metern war aber für Letztere sichere Beute. Im Gegenzug ging es dann aber ganz schnell: Der FF USV machte mit dem Ball Tempo und über die Außen fand das Spielgerät mit Lucie Vonkova eine Abnehmerin vor dem Tor der Gäste; und die frühere Duisburgerin schob zur Jenaer Führung in die Maschen ein (63.).

„Nach dem Tor sind wir unsicher geworden“, kommentierte Katja Greulich nach der Partie die nach Vonkovas Treffer noch verbleibende halbe Stunde Spielzeit. In dieser verpassten es nämlich die Hausherrinnen weiter nachzulegen. Greulich ergänzte jedoch hochzufrieden: „Aber diesmal hat es gereicht.“ Denn Jena hatte in allen bisherigen drei Spielen seit der Winterpause jeweils geführt, aber dabei noch keinen Dreier einfahren können. Nun gegen den neuntplatzierten Tabellennachbarn sollte es aber klappen.

Die Duisburgerinnen kamen zwar ihrerseits zu Gelegenheiten, zum Beispiel nach Eckbällen (76. und 77.), aber „nicht zu so vielen, dass es verdient gewesen wäre“ im Ernst-Abbe-Sportfeld die Begegnung noch zu drehen, wie Gästetrainerin Grings konstatieren musste. Grings versuchte ihrer Elf Stabilität zu geben, indem sie – nach zuvor schon Stefanie Weichelt (62.) – für die letzten zehn Minuten mit Linda Bresonik eine weitere erfahrene Spielerin brachte (80.).

Bei den Jenaerinnen kam für die Schlussminuten noch Lisa Seiler für Amber Hearn, die viel gearbeitet hatte (83.). Die ebenfalls in der zweiten Hälfte zuvor schon eingewechselte Ivana Rudelic (65.) initiierte die letzte Offensivaktion des FF USV an diesem Nachmittag – ihren Konterball konnte aber Vonkova nicht zu einem zweiten Treffer verwerten (86.).

So entschied der erste und einzige Treffer der tschechischen Nationalspielerin das – wie vorhergesehen – enge und spannende Nachbarschaftsduell. Den Blau-Weißen fiel mit dem ersten Sieg im neuen Jahr ein Stein vom Herzen, wie es auch Katja Greulich stellvertretend für die gesamte Mannschaft nach der Jubeltraube auf dem Rasen ausdrückte. Die Jenaerinnen bleiben damit Zehnter, auch ihre Kontrahentinnen aus Duisburg behalten vorerst ihren neunten Tabellenrang. Doch der FF USV konnte einen ersten wichtigen Drei-Punkte-Schritt weg von der roten Linie machen und hat nun zehn Zähler auf der Habenseite, drei mehr als das elftplatzierte Leverkusen.

Weitere solcher Schritte müssen und sollen folgen, das war auch sofort nach Spielschluss die Unisono-Meinung unter Verantwortlichen, Spielerinnen und feiernden Fans im Stadion. Und ohne große Verschnaufpause geht es passend dazu nun am nächsten Sonntag, den 26. März 2017 (Anstoß 14:00 Uhr), direkt weiter: Dann folgt mit der TSG Hoffenheim (Platz acht, 12 Punkte) in Spielplan wie Tabelle gleich der nächste Konkurrent in unmittelbarer Rang- und Punktenähe.





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