„Unwetter über Osttthüringen“: Starkregen, Schlamm, Hagel und vollgelaufene Keller

20.05.17 • AUS DER REGION, JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, START, UNSER JENA, UNSER JENA & DIE REGIONKeine Kommentare zu „Unwetter über Osttthüringen“: Starkregen, Schlamm, Hagel und vollgelaufene Keller

Unwetter mit Hagel in Jena. – Symbolfoto © MediaPool Jena

Ein schweres Unwetter mit Gewittern, Starkregen, Hagel und Schlammlawinen hat ab dem Freitagnachmittag ab 17.00 Uhr in Mittel- und Ostthüringen für immense Schäden gesorgt. Bis in den Freitagabend waren Hunderte Feuerwehreinsatzkräfte im Dauereinsatz.

Obwohl das Unwetter teilweise eine Spur der Verwüstung hinterließ, kamen die Menschen in der Region vergleichsweise glimpflich davon und es gab nur einige Leichtverletzte. Schwere Hagelschäden erlitten Mellingen und Lehnstedt, wo ganze Dächer, Fassaden, Fenster, Rollläden sowie zahlreiche Autos beschädigt wurden. Noch lange nach Abzug der Gewitterfront waren bis zu tischtennisballgroße Hagelkörner auf Gehwegen und Straßen zu sehen.

In Jena wie anderswo spülten die Wassermassen Keller voll und Schlamm von Feldern auf die Straßen. Immer wieder mussten Feuerwehrkräfte zu Hilfseinsätzen ausrücken. Selbst die Autobahn zwischen Erfurt und Stadtroda war zeitweise nicht passierbar: auf dem Mittelstreifen liegengebliebener Grünschnitt war auf die Fahrbahn gelangt und hatte so mit dem Starkregen zu rutschigem Untergrund geführt; auch die B7 war bei Frankendorf zeitweise nicht passierbar. Auf der A4 bei Mellingen führte das Unwetter zu einen Unfall mit vier Fahrzeugen.

Viele Ampeln, wie die Bundesstraßenampel bei Umpferstedt oder die an der Fischergassen-Kreuzung in Jena fielen aus. Hart traf es einige Geschäfte der Goethe Galerie in Jena. Offensichtlich wegen eines verstopften Fallrohres ergossen sich die Wassermassen im zweiten Stock des Einkaufszentrums in mehrere Büros und Geschäfte, darunter der Braut- und Festmodenausstatter „Prinzess“, die Centerapotheke, Intersport Meier und die Softwarefirma Favendo.

Unwetterkarte für den 19.05.2017 – Bildrechte: DWD Offenbach

Bei Stadtroda konnte auf der Strecke Gera – Göschwitz ein Regionalzug der Linie RE 1 (Glauchau – Göttingen) gegen 19.30 Uhr nach einem Erdrutsch, der Schlamm- und Geröll auf die Gleise gespült hatte, nicht rechtzeitig bremsen und fuhr in die Geröllmassen. Dabei sprangen Teile des Triebzuges aus den Gleisen. Nach ersten Erkenntnissen wurden acht Personen leicht verletzt, wie eine Bahnsprecherin mitteilte. Ein weiterer Zug konnte bei Lehnstedt gerade noch bremsen, als ein Baum auf die Schienen fiel.





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