Der KSJ unterstützt Abfallprojekt in Jordanien im Rahmen eines Förderprogrammes des Bundes

18.06.17 • INTERESSANTES, JEZT AKTUELL, KULTUR & BILDUNG, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu Der KSJ unterstützt Abfallprojekt in Jordanien im Rahmen eines Förderprogrammes des Bundes

Was im Überblick wie eine jordanische Bergidylle aussieht… – Foto © KSJ Hicke

(JEZT / Martina Hicke) – Im Rahmen eines Förderprogramms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung können Kommunalbeziehungen zwischen deutschen Kommunen und Aufnahmekommunen syrischer Flüchtlinge in Nahost gefördert werden. Damit soll die Leistungsfähigkeit von Aufnahmekommunen hinsichtlich der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen in den Partnerländern gestärkt werden, so der Bund.

Im Falle der Stadt Jena hat sich der Kommunalservice (KSJ) entschlossen, sich an einem solchen Projekt zur Entwicklung der Abfallentsorgung mit einer Partnerstadt in Jordanien zu beteiligen. Auf Initiative von Connective Cities, einer internationalen Städte-Plattform für nachhaltige Entwicklung, fand in Zusammenarbeit mit dem Verband kommunaler Unternehmen e. V. im November 2016 in der jordanischen Hauptstadt Amman ein Workshop zur Planung von integrierten Abfallentsorgungsprojekten in jordanischen Kommunen statt. Dort wurde durch Vertreter des KSJ der Aufbau der Getrenntsammlung in Jena vorgestellt und Möglichkeiten zur Unterstützung der jordanischen Städte beraten.

…enttarnt sich bei näherer Betrachtung… – Foto © KSJ Hicke

Im März 2017 waren die jordanischen Kollegen im Raum Köln unterwegs, um sich Abfallentsorgungsanlagen anzusehen und im Rahmen eines zweitägigen Workshops Inhalte für mögliche Partnerschaften mit den deutschen Kommunen abzustimmen. Im Mai nutzten Kommunalservice-Werkleiter Uwe Feige und Martina Hicke, KSJ-Geschäftsbereichsleiterin kommunale und zentrale Dienste, die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von den Bedingungen zur Abfallentsorgung in den jordanischen Städten zu machen. Es wurden insgesamt vier jordanische Städte besucht, wobei sich die beiden in Jerash (etwa 40.000 Einwohner) die praktische Durchführung der Abfallentsorgung in der Stadt ansahen und in Al Karak (20.300 Einwohner) die noch in den Anfängen steckende Bemühungen zur Trennung von Papier und Kunststoffen in einer kleinen Sortieranlage besichtigt werden konnten.

…als Hausmülldeponie Hausmülldeponie in der Nähe von Deir Alla, die Wind und Wetter ungeschützt ausgesetzt ist. – Foto © KSJ Hicke

In der Region Deir Alla besichtigten Feige und Hicke die Abfalldeponie und eine kleine Kompostieranlage zur Kompostierung tierischer Abfälle. Außerdem besuchten sie Händler, die bereits zum Thema Abfalltrennung in den Geschäften geschult worden waren. Die jordanischen Kollegen berichteten ihnen von den Problemen, die am dringendsten einer Lösung bedürfen.

Zwischen den Vertretern des KSJ und der Stadtverwaltung Deir Alla, die sich ca. 54 km nordwestlich der Hauptstadt Amman im Jordantal befindet, wurden die nächsten Schritte einer möglichen Zusammenarbeit abgestimmt. Dringende Aufgabe für diese Stadt ist die Aufstellung eines Abfallwirtschaftsplanes, um auf der Basis konkreter Daten Maßnahmen für die weitere Entwicklung der Abfallwirtschaft in der ca. 63.000 Einwohner zählenden Stadt festzulegen. Im Rahmen des „Schnellstarterpaketes I Nahost“ werden durch Engagement Global/“Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ Mittel für die Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt.

Der Kommunalservice Jena wird diese beantragen, um die Erstellung des Abfallplanes zu unterstützen, eine erste Abfallanalyse durchführen zu lassen und die Kollegen aus Deir Alla einzuladen, um die abfallwirtschaftlichen Bedingungen in Jena kennenzulernen. Ein wichtiger Punkt dieses für September 2017 geplanten Besuches soll der direkte fachliche Austausch zwischen den Gästen und KSJ-Mitarbeitern sein. Um die Verständigung mit den Gästen zu erleichtern, ist der Einsatz von Dolmetschern eingeplant.





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