„Nucleus Jena. Ein Paradies für Innovationen“: Bundesforschungsministerium fördert gemeinsamen Projektantrag der FSU und der Ernst-Abbe-Hochschule

07.07.17 • INFOS FÜR STUDIERENDE, JEZT AKTUELL, KULTUR & BILDUNG, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENA, WISSENSCHAFT, MEDIZIN & TECHNIKKeine Kommentare zu „Nucleus Jena. Ein Paradies für Innovationen“: Bundesforschungsministerium fördert gemeinsamen Projektantrag der FSU und der Ernst-Abbe-Hochschule

Der Inselplatz und die Jenaer Universität – Foto © MediaPool Jena Peter Vitzthum

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und die Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH) gehören mit ihrem gemeinsamen Vorhaben „Nucleus Jena. Ein Paradies für Innovationen“ zu den Gewinnern des Bundes-Wettbewerbs „Innovative Hochschule“. Das haben die Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, und Bundesforschungs­ministerin Prof. Dr. Johanna Wanka am Dienstag in Berlin bekanntgegeben. Der Jenaer Projektantrag wird von Bund und Land in den kommenden fünf Jahren mit bis zu neun Millionen Euro gefördert. Ziel von Uni und Hoch­schule ist es, die Region Jena zu einer führenden Transfer- und Innovations­region Deutschlands zu entwickeln und sich als Modellregion für ähnlich struk­turierte Wirtschaftsräume zu etablieren.

„Das ist ein großartiger Erfolg, mit dem wir an die bereits etablierte Gründungskultur an der Universität und der EAH anknüpfen und diese nachhaltig ausbauen können“, freut sich Uni-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal. Die Rektorin der EAH, Prof. Dr. Gabriele Beibst, unterstreicht: „Die Friedrich-Schiller-Universität mit ihrer Grundlagenforschung und die auf anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung fokussierte Ernst-Abbe-Hochschule werden sich dabei sehr gut ergänzen.“ Mit ihrem Vorhaben konnten sich die beiden Jenaer Hochschulen als einzige Bewerber in Thüringen unter 118 Anträgen durch­setzen. Bundesweit werden 48 Hochschulen in 19 Einzel- und 10 Verbundvor­haben gefördert. Die Förderinitiative „Innovative Hochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist zum ersten Mal ausgeschrieben worden und richtet sich an Fachhochschulen sowie kleine und mittlere Universitäten in Deutschland, die ihr Profil im Bereich Forschungstransfer strategisch weiterentwickeln wollen.

Campus der Ernst-Abbe-Hochschule Jena – Foto © EAH

Bis 2022 planen FSU und EAH nun ihre Innovationsunterstützung und Transferarbeit als „Service aus einer Hand“ für ihre Wirtschafts- und Netzwerkpartner der Region auszubauen. „Besonderen Fokus wollen wir dabei auf für Jena typische Querschnittstechnologien legen, die als branchenübergreifende Innovationstreiber fungieren“, macht Dr. Kerstin Rötzler deutlich, die als Leiterin des Servicezentrums Forschung und Transfer das Projekt für die FSU koordiniert. Diese Querschnittstechnologien liegen vor allem in den Bereichen Optik und Photonik, der Gesundheitstechnologie, Präzisionstechnik, Umwelttechnologie sowie der Digitalen Wirtschaft. „Dabei fließen die mehrjährigen Erfahrungen der FSU als vom Bund geförderte EXIST-Gründerhochschule in das gemeinsame Innovationsmanagement ein“, so Rötzler.

Grundlage für die künftige Arbeit bildet die gemeinsame Standortstrategie der Hochschulen. In einer Reihe von Teilvorhaben sollen Anreizsysteme für eine verstärkte Innovationstätigkeit in der Wissenschaft geschaffen, neue Innovationsfelder geschaffen sowie Marketing- und Finanzierungsinstrumente entwickelt werden. „Dabei arbeiten wir eng mit weiteren Experten und Partnern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie öffentlicher Verwaltung zusammen“, sagt Prof. Dr. Heike Kraußlach, Prorektorin für Forschung und Entwicklung, die auf Seite der EAH die gemeinsamen Aktivitäten koordiniert. Ziel sei es, in Jena ein „Ökosystem“ zu schaffen, das die Innovationskultur der gesamten Region systematisch stärkt.

Innovation in Zahlen: Die Universität Jena hat für Erfindungen ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 2016 insgesamt 55 Patente angemeldet (davon 25 nationale und 30 internationale Anmeldungen), 28 Patente wurden erteilt. In rund 100 Verbundprojekten – gefördert von Land, Bund und EU – wird mit Partnern aus Wissenschaft, Industrie und öffentlichen Einrichtungen in allen Wissenschaftsdisziplinen an Neuentwicklungen gearbeitet.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der EAH Jena konzentriert sich auf die Schwerpunkte „Präzisionssysteme“, Technologien und Werkstoffe“ sowie Gesundheit und Nachhaltigkeit“. In diesen Feldern laufen an der EAH Jena derzeit etwa 50 drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte in Kooperation mit Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen.





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