„Heute Abend Leichtathletik-WM nicht verpassen“: Kurz nach 21 Uhr startet im TV das Speerwerfen der Männer

12.08.17 • AUS DER REGION, JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, SPORT, START, UNSER JENA, UNSER JENA & DIE REGIONKeine Kommentare zu „Heute Abend Leichtathletik-WM nicht verpassen“: Kurz nach 21 Uhr startet im TV das Speerwerfen der Männer

(Tobias Reiter) – Seit letzter Woche und noch bis einschließlich bis übermorgen findet in London die Leichtathletik-Weltmeisterschaft statt und das Zweitee Deutsche Fernsehen (ZDF) überträgt die Wettkämpfe heute live. Die Thüringer Hoffnungen auf eine mögliche Medaille liegen dabei heute natürlich bei Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler vom LC Jena und dessen Wettkampf wird an 21:15 Uhr im TV übertragen.

Er und sein Freund, der Offenburger Johannes Vetter, sind sogar die größten deutschen Mediallenkandidaten, wechselten sich in den vergangenen Wochen bei Speerwurf-Wettbewerben weltweit immer wieder an der Spitze ab. Jüngst „klaute“ Vetter dem Jenaer den Olympiasieger (Bestweite bislang 93,90 m) in Luzern den Deutschen Rekord, beziehungsweise: er verbesserte ihn auf 94,44 m. Und Vetter schockte seine Konkurrenz am Donnerstag Abend bei der Qualifikation mit einem Wurf auf 91,20 m.

Gegenüber dem SportInformationsDienst (SID) erklärte Thomas Röhler: „Wir hätten nichts dagegen, drei Medaillen zu holen.“ und spielte damit auf die Tatsache an, dass die „Dreier-Speerwurf-Boygroup des DLV“ derzeit die Leichtathletik-Welt rockt, denn auch die restlichen drei Athlethen des DLV-Speerwurf-TopTemas, Lars Hamann aus Dresden, Andreas Hofmann aus Mannheim und Julian Weber aus Mainz, können ihr Sportgerät in den Weitenbereich der Weltspitze bewegen. Aber nur drei Speerwerfer durften an der Qualifikation teilnehmen und alle drei stehen im Endkampf: neben Vetter erreichte Röhler ganz easy 83,87 m und Andreas „Bär“ Hofmann kam auf 85,62 m – Qualifikationsweite war 83 m.

Röhler selbst hegt in London auch noch einen anderen Traum: die 100 m-Marke zu knacken. Dass ihm dabei Teamkollege Vetter von Platz 1 der Deutschen Weiten verdrängt hat, „das ändert an der Einschätzung der eigenen Leistung des Wurfes wenig“, sagte er dem Deutschlandfunk in einem Interview vom Juli. Dies zeige nur das „limitlose Denken“ in den Köpfen der deutschen Speerwerfen, so der Olympiasieger von Rio. Mit diesem Wurf habe die gesamte weltweite Speerwurf-Community reagiert und gesagt: „Schaut mal her, was da für ein Potential in Deutschland steckt im Speerwurf.“

Und noch ein ganz hohes Ziel hat der Jenaer. Letzten Freitag verkündete er seine Zustimmung bezüglich des Wunsches des Deutschen Leichtathletikverbands, sich als Mitglied der Athletenvertretung des Weltverbandes IAAF zur Wahl zu stellen.  Heißt für den Olympiasieger, dass er bei der Weltmeisterschaft in London bereits kräftig um Stimmen geworben hat. Als Vertreter des deutschen Verbandes auf internationaler Ebene müsste Thomas Röhler dann für die Belange der Sportler in der Athletenvertretung einstehen – eine Aufgabe, der sich Röhler gerne stellen möchte. „Die Aufstellung zur Wahl symbolisiert für mich Wertschätzung und Vertrauen in meine Arbeit, auch fernab des Stadions“, sagte er der ARD. Insgesamt sind 16 Kandidaten nominiert aus deren Reihen morgen sechs neue Mitglieder für eine Dauer von vier Jahren gewählt werden.





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