Kemmerich mahnt zur Vorsicht: „Wer sich mit dieser Bundeskanzlerin ins Bett legt, kommt darin um.“

29.09.17 • AUS DER REGION, JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENA, UNSER JENA & DIE REGIONKeine Kommentare zu Kemmerich mahnt zur Vorsicht: „Wer sich mit dieser Bundeskanzlerin ins Bett legt, kommt darin um.“

Nach der Bundestagswahl kommt die Verhandlungsarbeit, jedoch: „Jeder muss wissen, dass die Freien Demokraten nur in eine Koalition eintreten, wenn es Trendwenden in der deutschen Politik gibt“, verdeutlichte Parteichef Lindner am Mittwoch.

Die FDP habe versprochen, Deutschland in der Bildung zu stärken und Tempo bei der Digitalisierung zu machen, die Mitte im Land wirtschaftlich voran und ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus wolle sie eine vernünftige Energiepolitik und keine Transferunion in Europa. „Da kann man über Wege zum Ziel sprechen. Aber am Ziel lassen wir nicht rütteln“, unterstrich der FDP-Chef.

„Wenn das mit Union und Grünen nicht möglich ist, lassen wir uns in nichts hineinreden, sondern bringen unsere Argumente aus der Opposition vor.“ Oder wie es der Thüringer FDP-Chef Thomas Kemmerich ausdrückte: „Um es im saloppen Politikjargon zu sagen: Wer sich mit dieser Bundeskanzlerin ins Bett legt, kommt darin um.“ Letztendlich sei Jamaika kein romantisches Politikprojekt, sondern gehe es ganz nüchtern um Sachprojekte. „Die Wahrheit ist, dass es zwar eine rechnerische Mehrheit gibt, die vier Parteien aber jeweils eigene Wähleraufträge hatten“, gibt Lindner zu bedenken. „Ob diese widerspruchsfrei und im Interesse des Landes verbunden werden können, steht in den Sternen.“

Die FDP lasse sich jedenfalls nicht von der SPD unter Druck setzen mit dem Hinweis, „jetzt sollen mal die anderen regieren“, stellt Lindner klar. In den vergangenen Jahren hätten schon CDU, SPD und Grünen einen kaum voneinander unterscheidbaren Mainstream gebildet. „Es wäre fatal für die politische Landschaft, wenn sich hier auch noch die FDP einreihen würde, weil dann für die Wähler nur Protestparteien am linken und rechten Rand übrig blieben“, führt er aus.





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