„Kein Erfolg bei Gesprächen mit der Eigentümerfamilie“: Das Aus für den SBA-Trafobau Jena Ende Januar ist wohl kaum noch zu verhindern

01.12.17 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu „Kein Erfolg bei Gesprächen mit der Eigentümerfamilie“: Das Aus für den SBA-Trafobau Jena Ende Januar ist wohl kaum noch zu verhindern

Blick auf die SBA-Trafobau Jena GmbH. – Foto © MediaPool Jena

Vor wenigen Wochen schockte die Nachricht, dass die Firma SBA-Trafobau Jena GmbH möglicherweise geschlossen wird, deren Mitarbeiter ebenso wie die städtische Wirtschaftsfördergesellschaft Jenawirtschaft.

Was sich anschloss waren intensive Vermittlungsbemühungen bei der Eigentümerfamilie Schatzler aus dem fränkischen Heiligenstadt, die seit Jahrzehnten hocheffiziente Transformatoren, Drosseln und Filter im Niederspannungsbereich herstellt. Doch die sind nun wohl gescheitert, wie die Mediengruppe Thüringen bekannt gab. Demnach soll die SBA-Trafobau Jena Niederlassung im Nord-Gewerbegebiet Saalepark Jena mit derzeit 42 Mitarbeitern bis spätestens zum 31. Januar 2018 geschlossen werden. Dies habe Mitgesellschafter Steffen Schatzler auf einer Mitarbeiterversammlung inzwischen bekannt gegeben.

Die Gründe lägen in einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens, um nachhaltig am Markt zu bestehen. So werde die Unternehmensleitung ab Januar 2018 ein solides Fundament für die SBA-TrafoTech GmbH im weltweiten Wettbewerb schaffen haben, so Schatzler. Die Jenaer Unternehmenstochter sei allein nicht profitabel, weshalb sie geschlossen werden müsse, heißt es. Schatzler bot den Trafobau-Mitarbeitern in Jena eine „Bleibeprämie“ an, um die Einhaltung der Lieferfristen abzusichern.

Mehr jedoch hätten selbst mehrfache Telefonate von Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter beim Mutterunternehmen in der Sache nicht gebracht, so Jenawirtschaft. Dies sei „für die Mitarbeiter und den langjährigen Geschäftsführer natürlich sehr bedauerlich“, erklärte Jenawirtschaft-Chef Wilfried Röpke gegenüber der Mediengruppe. Wirkliche Antworten habe man ohnehin nicht bekommen, das habe eher den Charakter von Ausflüchten gehabt, sei aber letztlich als unternehmerische Entscheidung nicht zu beeinflussen, wird Röpke zitiert. Bis zuletzt gab es Hoffnung, es könnte zu einer Übernahme des Jenaer Betriebs etwa durch den ehemaligen Geschäftsführer Matthias Leipold kommen. Daran, so Röpke, habe man in Franken aber offenbar kein Interesse.





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