„Thiele ist kein Mann für halbe Sachen“: Jenas Torjäger sichert Heimsieg gegen Halle mit zwei Treffern

29.01.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, SPORT, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu „Thiele ist kein Mann für halbe Sachen“: Jenas Torjäger sichert Heimsieg gegen Halle mit zwei Treffern

(FCC NEWS)  – Mit einem verdienten 2:1-Erfolg schickte der FC Carl Zeiss Jena gestern Nachmittag die Hallenser vor 7.260 Zuschauern saaleabwärts und baute den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf 10 Punkte aus. Timmy Thiele avancierte dabei erneut zum Matchwinner.

Gegenüber der unglücklichen Auswärtsniederlage in Köln veränderte Mark Zimmermann sein Team auf drei Positionen. Slamar kehrte nach überstandener Rotsperre in die Innenverteidigung zurück, Kevin Pannewitz ersetzte den gelbgesperrten Eismann im zentralen Mittelfeld und gab damit sein Startelfdebüt für den FCC, und im Sturm durfte der wiedergenesene Timmy Thiele von Anfang an jenen Rasen betreten, auf dem er kurz vor Weihnachten seinen legendären Viererpack geschnürt hatte. Und Thiele setzte nach 8 Minuten auch das erste Achtungszeichen der Partie, doch verfehlte sein Schuss nach feiner Einzelaktion das Ziel. Starkes von Müller gehaltener direkter Freistoß (21.) und Thieles missglückter Versuch nach feiner Hereingabe von Cros (26.) waren weitere Gelegenheiten in einer ersten Hälfte, die an Torszenen rar war. Halle spielte auffällig organisiert und strukturiert mit klarem Augenmerk auf der Defensive, während unser FCC aggressiv in Ballnähe agierte und den schnellen Ball in die Spitze suchte. Was fehlte, war Präzision und Ballsicherheit, so dass viele Aktionen verpufften.

Nach dem Wechsel war es keine drückende Überlegenheit, die der FCC ausstrahlte, dazu standen die Hallenser zu sicher, aber es war mehr und mehr der Wille erkennbar, dieses Spiel zu gewinnen, und nach 62 Spielminuten stand auch endlich ein neuer Spielstand auf der Anzeigetafel. René Eckardt, heute auf mehreren Positionen im Mittelfeld zu finden, setzte Thiele im perfekten Zusammenspiel ein, und dieser behielt frei vor Müller die Oberhand, vollendete flach ins linke Toreck. El-Helwes artistischer Schussversuch fünf Minuten später bedeutete Halles erste Tormöglichkeit des gesamten Spieles. Doch dann war wieder Thiele-Time! Gegen mutiger werdende Gäste erkämpfte sich Löhmannsröben den Ball in der eigenen Hälfte und schickte ganz nach Wiesbaden-Schema Jenas Goalgetter auf Reisen, der den Ball mitnimmt, kurz läuft und mit Flachschuss vollendet.

Die Entscheidung? Mitnichten. Halles dritter Eckball rutscht Jenas Verteidigung komplett durch und Zenga aus Nahdistanz gibt den Hoffnungen der Halloren neue Nahrung. Es war der Auftakt für eine turbulente Schlussviertelstunde, in der zunächst Günther-Schmidt und dann Timmy Thiele das Deckel-drauf-Tor freistehend versemmeln. Nach 90 Minuten dann die Erlösung, als Thiele unnachahmlich zum dritten Mal einnetzt, vom Stadionsprecher gefeiert wird, doch gefühlte Ewigkeiten später zur Verwunderung aller auf Abseits entschieden wird. Entscheidend war diese Szene jedoch nicht mehr, denn in der zweiminütigen Nachspielzeit konnte Halle wie bereits die 90 Minuten zuvor offensiv für keine Gefahr sorgen. Was bleibt, sind drei wichtige Zähler für die Zimmermann-Elf und ein auf 10 Zähler angewachsenes Polster auf den ersten Abstiegsplatz. Doch kein Grund, diesen am kommenden Samstag in Chemnitz nicht weiter anwachsen zu lassen, um den Auswärtsfluch endlich hinter sich zu lassen.

Mark Zimmermann: „Ich bin sehr froh und erleichtert, dass wir dieses Spiel gewonnen haben, weil es bis zum Ende ein sehr enges Spiel war. Wir waren in der ersten Hälfte nicht zwingend genug. Das lag zum einen am Gegner, aber auch am katastrophalen Platz, auf dem Du nicht zwingend agieren kannst. Nach dem Wechsel haben wir es dann mehr gewollt. Halle hatte viele Standards, wo wir sehr anfällig sind, wie das Gegentor beweist. Deswegen war das Spiel auch nach dem 2:0 nicht gegessen. Mir ist egal, ob das dritte Tor abseits war oder nicht, wir haben gewonnen und das zählt. Ich habe in den letzten Tagen Spiele in Erfurt und Zwickau gesehen, und in dieser dritten Liga gewinnst Du nur mit Mentalität. Das haben wir über weite Strecken der Hinrunde gezeigt, und das wollte ich auch heute sehen. Wir haben eine Serie, und die haben wir mit harter Arbeit am Leben gehalten. Wir wollen den Schwung mit nach Chemnitz nehmen, dort wird eine Serie zu Ende gehen und wir hoffen, dass es unsere negative Auswärtsserie sein wird.“





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