„Leitstellen von Jena und Gera sollen kooperieren“: Vertrag über die Aufnahme von Verhandlungen zur Gründung eines Leitstellenverbundes in Ostthüringen wurde unterzeichnet

10.03.18 • AUS DER REGION, JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, START, UNSER JENA, UNSER JENA & DIE REGIONKeine Kommentare zu „Leitstellen von Jena und Gera sollen kooperieren“: Vertrag über die Aufnahme von Verhandlungen zur Gründung eines Leitstellenverbundes in Ostthüringen wurde unterzeichnet

(Roswitha Putz)  – Die Leitstellen Jena und Gera wollen Verhandlungen zur Gründung eines Leitstellenverbundes in Ostthüringen sowie zur Übernahme der Aufgaben der Leitstelle Saalfeld-Rudolstadt aufnehmen. Eine entsprechende Absichtserklärung haben Dr. Viola Hahn, Oberbürgermeisterin von Gera, und Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister von Jena, jetzt unterzeichnet.

Die Zentralen Leitstellen in Jena und Gera stellen bereits seit vielen Jahren den Rettungsdienst, den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz im Ostthüringer Raum sicher. Durch die sich stetig verändernden Herausforderungen streben sie nun eine engere Zusammenarbeit auf Basis ihrer Erfahrungen an, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu erhöhen. Diese Zusammenarbeit soll in einer Zweckvereinbarung „Leitstellenverbund Ostthüringen“ gipfeln. „Das ist ein großer Schritt in Sachen interkommunaler Zusammenarbeit, für den wir mit der Absichtserklärung beider Städte die Voraussetzungen geschaffen haben. Nun müssen wir so schnell wie möglich in gemeinsamer Arbeit das Dokument umsetzen. Ich bin mir sicher, dass sich durch diesen Leitstellenverbund enorme Vorteile für unsere gemeinsame Arbeit zur Erhöhung der Sicherheit und zum Nutzen der Bürger ergeben“, so Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn.

„Beim Thema Sicherheit dürfen keine Abstriche gemacht werden, auch wenn der Kostendruck für eine gut funktionierende, moderne Feuerwehr enorm ist. Hier die Balance zu finden, ist keine einfache Ausgabe. Die Kooperation unserer beiden Städte ist ein sehr guter Weg, um die Ausgaben unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig den Service für die Bürgerinnen und Bürger auf dem gleichen hohen Niveau aufrechtzuerhalten. Wir hoffen, dass auch andere Thüringer Städte unserem Beispiel folgen. Zudem freuen wir uns, dass das Land Thüringen einem Leitstellenverbund Ostthüringen positiv gegenüber steht“, betont Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter. Ziel der Verhandlungen ist es, eine engere und langfristige Zusammenarbeit bei der gemeinschaftlichen Erfüllung der Aufgaben der Leitstellen zu etablieren. Hierfür sollen die beiden Einrichtungen schnellstmöglich vernetzt werden. Künftige Anforderungen – wie die personelle Besetzung (z.B. Notfallsanitäter, Leitstellenausbildung) oder die sich ständig weiter entwickelnde Technik (z.B. die Umstellung auf den Digitalfunk) – können dann gemeinsam angegangen werden.

Die enge Zusammenarbeit schafft zudem die Voraussetzungen für einen Zusammenschluss zum beabsichtigten Leitstellenverbund Ostthüringen. Durch ihn soll das Sicherheitsniveau erhöht und gleichzeitig sollen die bestehenden Ressourcen effizienter genutzt werden, was mittelfristig zur Entlastung aller Beteiligten führt. Zudem ist die Übernahme von Aufgaben anderer Leitstellen möglich. Der Leitstellenverbund Ostthüringen mit den Leitstellen in Jena und Gera kann als Vorbild für eine zukunftsorientierte Leitstellenstruktur in Thüringen dienen.





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