„Hörverlust“: Heute gibt es eine Jenaer Abendvorlesung vom Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

28.03.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, START, UNSER JENA, WISSENSCHAFT, MEDIZIN & TECHNIKKeine Kommentare zu „Hörverlust“: Heute gibt es eine Jenaer Abendvorlesung vom Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Jährlich werden am Universitätsklinikum Jena über 400 Patienten aufgrund von Schwerhörigkeit behandelt. – Foto © UKJ Schroll

Hörverlust bewegt vor allem ältere Menschen: Etwa 30 Prozent der 65- bis 70-Jährigen leiden an funktionellen Hörstörungen. Allein am UKJ werden jährlich mehr als 400 Patienten aufgrund von Schwerhörigkeit behandelt. „Ein Hörverlust hat in unserer modernen Kommunikationsgesellschaft erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität von Betroffenen“, erklärt Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius, Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Wie Hörverlust diagnostiziert werden kann und welche modernen Therapiemöglichkeiten heute eingesetzt werden, stellt er in der Jenaer Abendvorlesung am 28. März 2018 vor. Sein Vortrag beginnt um 19 Uhr im Hörsaal 1 des Klinikums in Lobeda.

Prof. Orlando Guntinas-Lichius, Direktor der HNO-Klinik am UKJ – Foto © UKJ

„Als häufigste Ursache gilt die Altersschwerhörigkeit. Wir wissen aber heute noch immer nicht, was dahinter steckt. Außerdem können Infektionskrankheiten eine Ursache sein. Aber auch eine Lärmbelastung, Hörstürze, Medikamente und Rauchen können Hörverlust auslösen“, erklärt Prof. Guntinas-Lichius. Gerade bei mittelgradigen Hörstörungen sei es ratsam, nicht zu viel Zeit bis zur Diagnose vergehen zu lassen „Keine Vorsorge macht den Hörverlust nur noch schlimmer“, betont er. In seinem Vortrag wird er auf aktuelle Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten eingehen. Die Jenaer HNO-Klinik deckt ein Spektrum an implantierbaren Hörsystemen ab, vom einfachen implantierbaren Hörgerät, über komplexere implantierbare Apparate bis zum Cochlea-Implantat.

„Patienten mit Hörverlust kann heute sehr gut geholfen werden. Die Hörgerätetechnik entwickelt sich immer weiter, wird beispielsweise kleiner und berücksichtigt ästhetische Ansprüche. Individuell angepasste Hörgeräte und Implantate können das Hörvermögen verbessern und teilweise wiederherstellen, sodass Lebensqualität im Alltag und Beruf gewonnen wird“, ergänzt der HNO-Experte.

Allerdings sei nach wie vor Unterversorgung ein Problem. „Es gibt viele, die von Hörgeräten profitieren würden, aber keins haben. Das liegt daran, dass der Gang zum Experten oft hinausgezögert wird. Hier muss weiterhin aufgeklärt werden.“

Der Termin auf einen Blick: Jenaer Abendvorlesung am 28. März 2018 „Hörverlust –Erscheinungsformen, Diagnoseverfahren und Therapievarianten“ von Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius, Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde /// Ort: Hörsaal I, Universitätsklinikum Jena, Standort Lobeda, Am Klinikum 1, 07747 Jena /// Beginn: 19.00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.





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