„2,22 Millionen für Elektrobusse in Jena“: Ab 2019 werden in unserer Stadt drei E-Busse unterwegs sein

12.04.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu „2,22 Millionen für Elektrobusse in Jena“: Ab 2019 werden in unserer Stadt drei E-Busse unterwegs sein

Solaris Urbino 18 Elektro-Busse in Leipzig. – Abbildung © Solaris Bus & Coach S.A.

(SiH) – Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund übergab gestern den ersten symbolischen Föderscheck für Elektrobusse an die Jenaer Nahverkehrsbetriebe (JeNah). Der Zuschuss von 2,22 Millionen Euro wird in die Anschaffung von drei Fahrzeugen und den Aufbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur fließen. Im kommenden Jahr sollen die Busse dann im Echtbetrieb fahren. Bis 2035 will JeNah komplett auf E-Busse umsteigen. „Ich freue mich, dass Jena hier voran geht“, sagte Siegesmund anlässlich der Fördermittelübergabe.

Weitere Thüringer Nahverkehrs-Unternehmen hätten bereits Interesse an Modellprojekten mit E-Bussen signalisiert, so die Ministerin. Thüringen habe in der Elektromobilität im Ländervergleich noch einiges aufzuholen, hieß es. Bei den Anträgen für den Umweltbonus ist der Freistaat mit Stand zum 31.03.2018 Schlusslicht. Insgesamt stehen aber im Rahmen des „Operationellen Programms ESF Thüringen 2014 – 2020“ 14 Millionen Euro aus dem Europäischen Fond für Regionalentwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Elektro-Tanksäule – Symbolfoto © MediaPool Jena

Zwei Machbarkeitsstudien im Auftrag des Umweltministeriums hatten für insgesamt zehn Thüringer Städte – darunter neben Jena auch noch Erfurt, Gera, Mühlhausen und Suhl – die Umweltfreundlichkeit und Wirtschaflichkeit von E-Bussen im öffentlichen Nahverkehr bewiesen. Neben dem Kauf von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur wird auch der Umbau von Depots und Werkstätten für die speziellen Anforderungen der E-Busse mit einem Fördersatz von 80 Prozent unterstützt, um Mehrkosten für Nahverkehrsbetriebe zu vermeiden.

Wie der Jenaer Nahverkehr ergänzend mitteilt, sollen die drei E-Busse voraussichtlich ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 auf der Linie 15 fahren. In den Ausschreibungen solle, so JeNah, vorgesehen sein, dass die Elektrobusse 1.) mindestens eine Strecke von 120 Kilometer absolvieren können, bevor die Batterien nachgeladen werden müssten, 2.) die Steigungen der „Bergetappen“ bis zur Rautal-Endhaltestelle problemlos schaffen, 3.) mindestens 32 Sitzplätze haben und 4.) im Sommer eine Klimaanlagenfunktion gewährleisten und im Winter eine Heizung.





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