„Schwere Hürden für die Lizenzerteilung“: Sportlicher Höhenflug des FCC in Liga 3 könnte durch den DFB jäh gestoppt werden

08.05.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, SPORT, STARTKeine Kommentare zu „Schwere Hürden für die Lizenzerteilung“: Sportlicher Höhenflug des FCC in Liga 3 könnte durch den DFB jäh gestoppt werden

Hiobsbotschaft aus dem Roland-Ducke-Weg 1: Bis zu 800.000 Euro muss der FC Carl Zeiss Jena in den kommenden drei Wochen irgendwo auftreiben, um die Bedingungen des Deutschen Fußball-Bundes für die Drittligalizenz zu erfüllen. Diese Summe nannte der Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft, Chris Förster, heute gegenüber der Ostthüringer Zeitung (OTZ).

Im Hintergrund soll es um einen Liquiditätsnachweis von fast 2,2 Millionen Euro gehen, den der Deutsche Fußball-Bund vom Drittligisten aus Jena eingefordert hat. Da von Seiten des FCC jedoch aktuell noch immer nicht alle Darlehen der von Anteilseigner Roland gewährten Kreditline abgerufen worden sind, reduziere sich diese Summe, heißt es, – allerdings wäre der ursprünglich dem FC Carl Zeiss von Duchatelet gewährte Darlehensrahmen von vier Millionen Euro dann auch für die Zukunft komplett ausgeschöpft.

Inklusive weiterer bereits erledigter Bausteine verbleibt bis Monatsende trotzdem eine Summe im sechsstelligen Bereich, für die der DFB einen Nachweis fordere, so die OTZ. Einen Teil dieses Betrages könnte die Mannschaft über den Gewinn des Thüringenpokals einfahren, erklärte Förster, denn der Gewinner des Spiels am 21. Mai darf nicht nur in der ersten Runde des DFB-Pokals antreten, sondern erhält vom DFB auch eine Garantiesumme von knapp 120.000 Euro aus Vermarktungs- und Fernseh­geldern. Überdies kann der Gewinner fest mit den Zuschauereinnahmen aus der ersten Pokalrunde rechnen, so dass der Verband diese Gelder im Lizenzierungsverfahren anerkennt, wie der Geschäftsführer der zeitug gegenüber erklärte.

Den verbliebenen Rest des Geldes hoffen die Jenaer, über neue Sponsorenverträge zu erwirtschaften udn hierfür in den nächsten Tagen verstärkt diejenigen Sponsoren ansprechen, die noch keinen Vertrag für die neue Spielzeit haben, so die Zeitung. Förster zeigte sich außerdem optimistisch, dass Transfererlöse bei der Bewältigung der Hürde im Bereich zwischen 500.000 und 800.000 Euro helfen könnten. Im Lizenzierungsverfahren prüft der Deutsche Fußball-Bund, ob die Klubs der 3. Fußballbundesliga genügend liquide Mittel haben, um über die Saison zu kommen. Erschwerend für den FCC kommt hinzu, dass der DFB nach den aktuell sich auswirkenden Insolvenzen des Chemnitzer FC und von Rot-Weiß Erfurt  momentan strengere Kriterien anlegen, als noch vor einem Jahr.





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