„Stadt ist Eigentümerin geworden“: Jetzt heißt es am Forst wieder „Unser Schott-Platz soll leben“!

08.05.18 • FREIZEIT & GARTEN, JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu „Stadt ist Eigentümerin geworden“: Jetzt heißt es am Forst wieder „Unser Schott-Platz soll leben“!

Symbolgrafik Familienwandertag 2018 – Bildechte: KSJ

(Bernd Hartung) – Der Otto-Schott-Platz gehört ab sofort „richtig“ zu Jena, denn die Stadt hat ihn der SCHOTT AG abgekauft. Dass dies kein Kurzstreckenlauf war, sondern an die zehn Jahre gedauert hat, lag u. a. an den Alttlasten im Boden unter der ehemaligen SCHOTT-Deponie nahe dem Schott-Platz, auf die früher eine Seilbahn die Schlackeabfälle der Jenaer Glasproduktion verbracht hatte. Nun ist alles geregelt, die Altlasten beseitigt, das Areal erworben.

Dem Notartermin in der letzten Aprilwoche folgte am vergangenen Samstag anlässlich des 9. Familienwandertags auf dem Jenaer Forst eine symbolische Schlüsselübergabe von der Firma SCHOTT an die Stadt Jena und hier den städt. Eigenbetrieb Kommunalservice Jena (KSJ) als neue Besitzer des Geländes. Dieses solle sich in den nächsten Jahren zu einem Naturerlebniszentrum wandeln und an den guten Ruf anknüpfen, den der Ort einst bei den Jenaerinnen und Jenaern hatte, so Vertreter der Stadt. 1912 war es, da erwarb Otto Schott persönlich den Platz als Ort für Sport, Kultur und Erholung – Vorbild waren Ernst Abbe und die Carl-Zeiss-Stiftung gewesen, die den Bürgern von Jena über den Jenaer Volksverein kurz zuvor u. a. das Volkshaus übergeben hatten.

Zum 9. Familienwandertag waren am Sonnabend Hunderte Familien auf den Beinen und Stadtförster Olaf Schubert kommentierte den Auflauf in der Ostthüringer Zeitung (OTZ) mit den Worten: „Die Familien saugen ein solches naturnahes Angebot förmlich auf.“ Auch nach der Erwerb durch die Stadt Jena ist das Waldareal zwischen Konzertmuschel und Bolzplatz ein sehr ursprünglicher Flecken, an dem noch „sehr viel zu tun“ ist, wie Schubert sagte. Ziel sei es zunächst, das bereits vor einigen Jahren erstellte Konzept für ein „Naturerlebniszentrum Schottplatz“ in unmittelbarer Nähe zum „Stern“ zu überarbeiten und zu aktualisieren, so Jenas Stadtförster.

Blick vom Schottplatz – Bildrechte: Jenaer Bündnis für Familie

KSJ-Leiter Uwe Feige überdenkt nach eigenen Angaben, ob man dem Ganzen vielleicht gar eine Bürgerbeteiligung vorschalten sollte, wie sie zuletzt etwa bei den Spielplatz-Sanierungen des KSJ gute Dienste geleistet habe – natürlich hier „eine Nummer größer“, wie er erklärte. Auf jeden Fall gelte es Partner zu gewinnen, denn der Kommunalservice könne den Schottplatz nicht allein „bespielen“, wie sich Feige ausdrückte. Ein erstes, großes Vorhaben werde sein, das zuletzt als Gaststätte genutzte Gebäude grundzusanieren, denn ihm schwebe vor, dass Familien auf dem Schottplatz nicht nur zum Familienwandertag eine schöne Zeit verbringen könnten und zwar preiswert. „Ein Wochenende für einen Zwanziger und nicht einen Hunderter“, wird Uwe Feige von  der OTZ zitiert.

Stadtentwicklungsdezernent Denis Peisker dankte während der Schlüsselübergabe dem Fachdienst Recht der Stadtverwaltung und Katrin Höckrich, ihren Zeichens stellvertretende Werkleiterin des KSJ, die beide die Vertragsverhandlungen über lange Zeit kompetent betreut hätten. Unmittelbar vor Schlüsselübergabe hatten Kindergartenkinder auf die Bühne erzählt, was sie sich von der Stadt für den Schott-Platz wünschen: 1.) ein Baumhaus und 2.) einen Kletterparcours. Eine kleine Anschubfinanzierung hierfür überreiche Silvio Scherf als Leiter des Bereiches Infrastruktur und Service bei SCHOTT Jena anschließend an den Kommunalservice.





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