„Die Rückkehr der Asiatischen Tigermücke“: Gefährliches Insekt erneut in Jena nachgewiesen – Präventionsmaßnahmen notwendig

28.06.18 • FREIZEIT & GARTEN, INTERESSANTES, JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, START, UNSER JENAKommentare deaktiviert für „Die Rückkehr der Asiatischen Tigermücke“: Gefährliches Insekt erneut in Jena nachgewiesen – Präventionsmaßnahmen notwendig

JEZT - Die Asiatische Tigermücke - Aedes albopictus - Foto © M Jelcic

Die Asiatische Tigermücke „Aedes albopictus“. – Foto © M. Jelcic

(JEZT / Kristian Philler) – Die Asiatische Tigermücke „Aedes albopictus“ gehört laut WHO zu den hundert schlimmsten invasiven Arten und wird seit einiger Zeit auch in Nordeuropa gesichtet. Diese wurde 2016 durch Forscher des Friedrich-Löffler-Instituts erstmals auch in Jena nachgewiesen. Nachdem die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr vorerst Entwarnung geben konnte und mitteilte, dass die Asiatische Tigermücke im Jenaer Stadtgebiet noch nicht wieder aufgetreten ist, gilt es 2018 wieder erhöhte Aufmerksamkeit walten zu lassen und die Bevölkerung wurde erneut zur Mitwirkung bei Präventionsmaßnahmen aufgefordert.

Etwas überraschend aufgrund der ergriffenen Maßnahmen zur Verringerung der Brutstätten wurden aktuell – trotz des für Jena relativ harten Winters – wieder Exemplare der Mücke in Jena nachgewiesen. Bei der Asiatischen Tigermücke handelt es sich um eine tagaktive Stechmückenart, die ursprünglich in Südostasien beheimatet ist. Sie fällt durch ihren schwarz-weiß gestreiften Körper auf, ist jedoch deutlich kleiner als unsere heimischen Stechmückenarten. Die Asiatische Tigermücke hält sich besonders in besiedelten Gebieten auf und sucht die Nähe des Menschen. Kleine Wasseransammlungen, Regentonnen, Blumenvasen und Vogeltränken dienen ihr als Brutstätte.

Allgemein bekannten sind folgende Maßnahmen zum Schutz vor Stechmücken, die auch für die Asiatische Tigermücke gelten: Das Tragen langärmeliger heller Kleidung, das Auftragen insektenabweisender Produkte, wie z.B. Cremes und Lotion sowie das Anbringen von Fliegengittern. Auch insektenabweisende Aerosole und Kerzen haben sich als wirksam erwiesen. Einfache Maßnahmen können zudem dazu beitragen, die Weiterverbreitung der Mücke in Jena zu verhindern. Hier ist die Bevölkerung zur Mitwirkung und Aufmerksamkeit aufgerufen.

Prof. Dr. med. Mathias Pletz (UniKlinikum Jena), Amtsärztin Dipl.-Med. Antje Weise, Dr. Sabine Trommer und Bertram Flößner (Abteilungsleiter Städtische Friedhöfe). – Foto © Stadt Jena Kristian Philler

Das Entfernen kleinster Wasseransammlungen, z.B. in Untersetzern von Pflanzgefäßen, Vogeltränken oder auch Futternäpfen sowie das Ausleeren bzw. Abdecken von Regentonnen, Gießkannen, Plastikspielzeug und Flaschen, haben sich hier als effektive Maßnahmen erwiesen. Auch das Lagern von Autoreifen unter freiem Himmel sollte unterlassen werden, da sich in den Reifen Regenwasser anreichern kann, welches die Mücken ebenfalls gerne als Brutstätte nutzen. Auf Friedhöfen ist darauf zu achten, dass Grabvasen und Weihwasserbehälter regelmäßig geleert und gereinigt werden.

Schließlich seien, so die Stadt Jena, alle Gartenbesitzer dazu aufgerufen, ihre Regentonnen zu entleeren, anschließend zu reinigen und nachfolgend mit Deckeln oder Netzen abzudecken. Neben diesen aufgezeigten Maßnahmen stehen auch biologische Bekämpfungsmaßnahmen sowie chemische Bekämpfungsmaßnahmen zur Verfügung. Gefangene Stechmücken können zur Bestimmung eingeschickt werden. Nähere Informationen dazu sind unter www.mueckenatlas.de verfügbar.

Die im Bereich der Stadtverwaltung Jena seit 2016 etablierte Arbeitsgruppe setzt ihre Arbeit, auch mit Unterstützung des Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie weiter fort und wird dabei von Experten und Institutionen auf Landes- und Bundesebene unterstützt.





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