„Sieg in allerletzter Sekunde“: Der FCC gewinnt zum Saisonauftakt 3:2 gegen Großaspach

29.07.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, SPORT, START, UNSER JENAKommentare deaktiviert für „Sieg in allerletzter Sekunde“: Der FCC gewinnt zum Saisonauftakt 3:2 gegen Großaspach

Die 1. Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena in der Saison 2018/2019. – Foto © FCC

(JEZT / FCC News) – Das Ziel für den Saisonauftakt am gestrigen Samstag vor heimischem Publikum gab Mark Zimmermann vor: „Wir wollen erfolgreich in die Saison starten und werden eine Mannschaft aufs Feld schicken, das in der Lage ist, gegen Großaspach drei Punkte einzufahren.“

Danach sah es aber bis zur 83. Spielminute nicht aus, denn zu diesem Zeitpunkt lag der FCC noch mit 1:2 im Rückstand. Dies jedoch ohne wirklichen Grund, denn in den Anfangsminuten kombinierten sich die Jenaer überaus gefällig durch die gegnerischen Reihen. In Minute 4 beispielsweise legte Günther-Schmidt für Starke auf, der bediente Wolfram mittels eines Hackentricks, leider flog Wolframs Schuss übers Tor. Doch der nächste Tempo-Angriff folgte sogleich und dass Starkes Schuss noch leicht abgefälscht und für Torwart Broll dadurch unerreichbar wurde, tat dem Jubel keinen Abbruch. Schließlich war die neue Saison noch keine 360 Sekunden alt und der FCC lag vorn.

Und auch die Mehrzahl der Chancen in Hälfte eins verbuchte der FCC. Von Slamar in Szene gesetzt, kam Tchenkoua nach 25 Minuten zu seinem ersten Abschluss, scheiterte aber am den Winkel verkürzenden Broll. Und dann war die 33. Minute war angebrochen, als Starke frei vor Broll auftauchte, der Keeper jedoch den Ball zur Ecke abwehren konnte. Jeder kennt die alte Fußballweisheit, die besagt, wer solche Chancen nicht reinmacht, wird über kurz oder lang dafür bestraft. Das trat auch diesmal ein, wobei der Ausgleichstreffer vergleichsweise unspektakulär durch einen Kopfball nach Ecke Nummer 3 für die Gäste fiel. Philipp Hercher stieg aus einer Spielertraube am höchsten und verlängerte den Eckball per Kopf unten links ins Tor. 1:1, alles wieder auf Anfang,

Auch in Hälfte Zwei setzte Jenas Offensivduo die ersten Akzente. Starke mit Flachpass von der rechten Seite, Günther-Schmidt kommt nur einen Schritt zu spät (48.). In der 57. Minute beschwerte sich Timo Röttger, nachdem sein Kopfballtor annuliert worden war. Kurz darauf verfehlte ein Kopfball von Burger Coppens Gehäuse nur knapp. Es folgte eine Phase, in der man den Eindruck gewinnen konnte, die Hitzetemperaturen von 34 Grad – wohlgemerkt im Schatten – würden allmählich ihren Tribut einfordern. Doch war dies nur die letzte Atempause vorm großen Showdown in der Schlussviertelstunde.

Er begann mit dem 2:1-Führungstreffer der Gäste, einem abgefälschten Schuss an den Innenpfosten und ins Netz vom eingewechselten Makana Nsimba Baku (78.). Bei tropischen Temperaturen nun einem Rückstand hinterher laufen zu müssen, nahm Julian Günther-Schmidt gleich nach Wiederanstoß wörtlich. Sein Solo bis an die Strafraumgrenze konnte nur durch Foulspiel gestoppt werden – und der Schiedsrichter pfeift es auch. Elfmeter? Weit gefehlt: Freistoß, denn Referee Robert Schröder legte den Ort des Geschehens kurz vor die Strafraumgrenze. Und er gab auch noch Großaspachs letztem Mann, Kai Gehring, die Rote Karte wegen der Notbremse.

Manfred Starke legte sich das Leder zurecht, schaut, schoss und traf mit dem Freistoß ins rechte Dreiangel! Durch das 2:2 bekam Jena nun wieder Oberwasser, zumal mit einem Mann mehr auf dem Platz – allerdings nicht lange. In Minute 86 konnte Julian Günther-Schmidt nach einem Zusammenpralll mit Broll nicht mehr weitermachen und, da das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war, ging es mit 10 gegen 10 in die sechsminütige Nachspielzeit. Und in Minute 90.+6 brachte René Eckardt den Ball von der rechte Seite flach in den Strafraum, das Leder rutscht durch an den linken Pfosten. Dort steht, drei Meter vorm Tor entfernt Dominik Bock und trifft zum 3:2 … und der Schiri pfeifft direkt danach ab.

Mark Zimmermann: „In der ersten Halbzeit waren wir besser, hatten gute Tormöglichkeiten. Laut den Bildern bei Telekom, die wir soeben angesehen haben, gab es für alle Szenen ein Für und Wider. Nach dem unglücklichen Rückstand zum 1:2 war die Reaktion mit dem Freistoßtreffer natürlich perfekt. Ich wäre sogar mit dem 2:2 zufrieden gewesen, bin aber sehr froh, dass es nun so gekommen ist.“





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