„Es sollte nicht sein“: Nüchterne Bilanz zum DFB-Pokalaus des FCC gegen Union Berlin

21.08.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, SPORT, START, UNSER JENAKommentare deaktiviert für „Es sollte nicht sein“: Nüchterne Bilanz zum DFB-Pokalaus des FCC gegen Union Berlin

Die 1. Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena in der Saison 2018/2019. – Foto © FCC

(FCC News/JEZT) – Fünf der sechs Tore bei der 2:4-Heimniederlage des FC Carl Zeiss Jena gegen den ambitionierten Zweitligisten aus der Hauptstadt schoss der Gegener – schon diese Bilanz des DFP-Pokalspiels vom Sonntag fällt nüchtern aus. Doch der Reihe nach:

10.600 Zuschauer im ausverkauften Ernst-Abbe-Sportfeld sahen einen FCC, der den Gegner im Spielaufbau bereits früh störte und damit kaum zur Entfaltung kommen ließ. Nach Ballgewinn ging es schnell nach vorn. Doch die erste richtige Torchance hatten die Gäste. Nach einer Balleroberung schlug Felix Kroos eine Flanke. Guillaume Cros wehrte per Kof ab, brachte damit aber Hedlund ins Spiel. Dieser spielte den Ball flach an den zweiten Pfosten, wo Gogia zum Glück für die Hauherren in aussichtsreicher Position ein Luftloch schlug und damit eine gute Möglichkeit zur frühen Führung liegenließ (12.). Doch keine 120 Sekunden später machte es sein Teamkollege Sebastian Andersson besser. Guillaume Cros konnte Gogia an der linken Eckfahne nicht stellen. Er legte das Spielgerät zurück auf Kapitän Trimmel. Die anschließende Flanke landet im Zentrum auf dem Kopf des hochsteigenden Andersson, der Jo Coppens mit seinem platzierten Kopfstoß keine Abwehrchance ließ (14.).

Und es kam noch dicker für die Mannschaft von FCC-Coach Mark Zimmermann: Im Anschluss an einen langen Einwurf brachten die Berliner zum zweiten Mal an diesem Abend die Kugel im Tor der Jenaer unter. Jo Coppens hatte sich beim Herauslaufen komplett verschätzt und damit sein Tor preisgegeben. Der vermeintliche Torschütze der Berliner stand jedoch im Abseits, so dass dem Treffer die Anerkennung versagt wurde (17.). Dafür gelang dem FC Carl Zeiss Jena der von den Fans ersehnte Ausgleichstrefferer das Tor der Gäste. Eine Kombination über Starke und Eckardt Tietz brachte dem Ball zu Dominik Bock, der das Spielgerät mit viel Übersicht an den zweiten Pfosten flankte. Dort stieg Maximilian Wolfram weitestgehend unbedrängt hoch und köpfte für die Jenaer ein (21.).

Doch die Freude auf den Rängen hielt nicht lange. Wieder ging es bei Berlin über die rechte Angriffsseite. Die erneute Flanke von Trimmel landete im Zentrum bei Felix Kroos, der sich hochschraubte und aus ähnlicher Position wie Andersson beim 0:1 sein Team erneut in Führung brachte (29.). Kroos verletzte sich bei seinem Treffer im Gesicht und musste 10 Minuten vor der Pause den Platz verlassen. Unser FCC steckte wiederholt nicht auf und kam 180 Sekunden vor der Pause zurück. Dominik Bock eroberte die Kugel und setzte Florian Brügmann auf der rechten Seite ein. Der sprintete mit Ball am Fuß nach vorne und flankte ins Zentrum. Manfred Starke verpasste zunächst noch die Kugel. Doch der Abpraller kam zu Tietz, der abzog. Am zweiten Pfosten bekam Trimmel den von seinem Keeper abgewehrten Ball an den Oberschenkel und konnte nicht mehr reagieren. Die Kugel sprang ins Tor der Gäste: Ein Eigentor führte zum 2:2 (42.).

Doch damit ging es noch nicht in die Pause, denn zum Ende der vierminütigen Nachspielzeit brachte Keeper Coppens seine Vorderleute mit einem schlampigen Abwurf in die Bredouille. Dem FCC gelang es nicht, die Kugel in den eigenen Reihen halten. Der Ball kommt auf die rechte Berliner Seite. Guillaume Cros kann Gogia an der rechten Seite des Strafraums unbedacht nur auf Kosten eines Fouls stoppen und kassiert einen Elfmeterpfiff. Hedlund schnappt sich den Ball, verlädt Coppens und vollendet flach halbrechts. Statt mit einem 2:2 ging der FCC somit völlig unnötigerweise mit einem 2:3-Rückstand in die Pause.

Insgesamt gestaltete sich der Beginn der zweiten Spielhälfte deutlich ruhiger als die über weite Strecken mitreißenden ersten 45 Minuten. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad zu Spielbeginn mussten beide Teams mit ihren Kräften natürlich auch haushalten. Keine 30 Sekunden nach der Trinkpause der zweiten Hälfte und der Einwechslung von Felix Brügmann für Dominik Bock klingelte es im Tor des FC Carl Zeiss: Prömel spielte von der rechten Seite Hedlund im Zentrum mustergültig frei. Coppens kommt aus seinem Tor heraus, erreicht den Berliner Angreifer aber nicht mehr rechtzeitig, so dass dieser unter ihm hindurch zum 2:4 vollenden kann (70.). In Anbetracht des relativ deutlichen Spielstandes verflachte die Partie. Die Gäste taten nicht viel mehr als nötig und den Jenaern fehlten Kraft sowie Esprit für wirklich gefährliche Offensivaktionen. Einzige Ausnahme war 60 Sekunden vor dem Ende eine Einzelaktion es auffälligen Phillip Tietz. Dieser zog aus 14 Metern halblinker Position ab und knallte die Kugel ans Kreuzeck. Am Ende blieb es bei der 2:4-Niederlage und mit ihr war das Abenteuer DFB-Pokal 2018/2019 für den FCC leider bereits nach der 1. Hauptrunde beendet.

Mark Zimmermann: „Glückwünsch nach Berlin für ein verdientes Weiterkommen. In der 1. Halbzeit war ich von unserem Spiel sehr beeindruckt. Wir haben es mutig gestalten können. Wir haben einen Unterschied zwischen 3. und 2. Liga gemerkt. Ich war beeindruckt, dass wir das Spiel offen gestalten konnten. Das 2:3 in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit hat uns ein Stückweit wehgetan. Union fährt in der 2. Halbzeit gleich zwei gefährliche Konter. Der Punch zum 2:4 nach der Trinkpause war entscheidend. Leider haben wir das Spiel nicht länger offen gestalten können. Wenn du 4 Tore bekommst, hast du kein Anrecht drauf, in die nächste Runde einzuziehen. Mit der Leistung und mit der Einstellung bin ich an sich sehr zufrieden. Die Unterstützung der Fans wünsche ich mir auch in der Liga. Das soll uns auch in der Liga auszeichnen.“





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