Pendereckis Agnus Dei und Mozarts Requiem: Die Jenaer Philharmonie und ihr Philharmonischer Chor geben am Sonntag ein Sonderkonzert

30.10.18 • JEZT AKTUELL, KULTUR & BILDUNG, NEWSCONTAINER, START, UNSER JENAKommentare deaktiviert für Pendereckis Agnus Dei und Mozarts Requiem: Die Jenaer Philharmonie und ihr Philharmonischer Chor geben am Sonntag ein Sonderkonzert

Herbst Requiem – Symbolfoto © Philharmonie Jena

(Jenaer Philharmonie)  – Beim zweiten Sonderkonzert der Jenaer Philharmonie, am Sonntag, den 4. November 2018, erklingen im Jenaer Volkshaus eigentlich zwei Chorwerke: Krzysztof Pendereckis „Agnus Dei“, das er später in sein großes „Polnisches Requiem“ aufgenommen hat, und Mozarts „Requiem“ in d-Moll. Bemerkenswerterweise erklingt ersteres als Violoncello-Oktett. Im Mozart-Requiem wird der Philharmonische Chor gemeinsam mit dem Orchester der Jenaer Philharmonie zu hören sein. Als Solisten erleben Sie hier Elisabeth Rauch, (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Alt), Patrick Grahl (Tenor) und Dominic Große (Bass). Die Leitung des Abends hat Chordirektorin Berit Walther. Das Konzert beginnt um 17:00 Uhr.

Die Werke: Nachdem Penderecki 2007 vom Tod Mstislav Rostropovichs erfahren hatte, bearbeitete er das ursprünglich für achtstimmigen Chor a-capella komponierte „Agnus Dei“ von 1981 für acht Violoncelli. Der weltberühmte Cellist und Dirigent Rostropovich hatte 1984 das gesamte „Polnische Requiem“ in Stuttgart zur Uraufführung gebracht. Die Cellisten der Jenaer Aufführung sind allesamt Musiker der Jenaer Philharmonie. Stefan Petkovic ist einer der fünf jungen Musiker, die über die Duale Orchesterakademie Thüringen im Jenaer Orchester wirken.

Mozarts „Requiem“ ist eines der bekanntesten Kompositionen der Musikgeschichte. Und doch muss einschränkend gesagt werden, dass dies so nicht ganz stimmt; denn nur wenige Takte dieses Werkes sind wirklich so von Mozart komponiert worden wie sie heute aufgeführt werden. Sein uns heute eigentlich sonst ganz unbekannter Schüler, Franz Xaver Süßmayr, ging dadurch in die Musikgeschichte ein, dass er das Fragment letztlich in die Fassung gebracht hat, in der das Requiem auch heute noch zumeist gespielt wird.

Auch über die Grenzen der Stadt hinaus gilt die Zusammenarbeit zwischen der Chordirektorin und der Jenaer Philharmonie als ein Glücksfall. Alle vier Sänger und Sängerinnen haben Erfahrung mit Mozart-Partien gemacht: So hat die Sopranistin Elisabeth Rauch die Fiordiligi („Cosi fan tutte“) gesungen. Die drei anderen Sängerinnen und Sänger sind in unterschiedlichen Rollen mehrerer Inszenierungen von Mozarts „Zauberflöte“ aufgetreten: Die Altistin Marie Henriette Reinhold als Dritte Dame, der Tenor Patrick Grahl als Tamino und Dominic Große als Papageno.

Karten für das Konzert bei der Jenaer Touristinformation oder über www.jenaer-philharmonie.de sowie eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse.





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