1:2 Heimpleite gegen Meppen: Der FCC verliert das Kellerduell und steckt fest im Abstiegskampf

08.12.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, SPORT, START, UNSER JENAKommentare deaktiviert für 1:2 Heimpleite gegen Meppen: Der FCC verliert das Kellerduell und steckt fest im Abstiegskampf


(red + FCC News Content) – Für beide Mannschaften ging es gestern Abend beim Flutlichtspiel im Ernst-Abbbe-Sportfeld um sehr viel: Meppen hätte mit einem Sieg nach langer Zeit wieder einmal die Abstiegsplätze verlassen, Jena sich nach den Rückschlägen der letzten Wochen umso mehr befreien können. Entsprechend verbissen, zumeist verkrampft begannen die Teams die Partie vor 4.198 Zuschauern bei ungemütlichem regnerisch-windigen Dezemberwetter.

Anfangs erarbeitete sich die Heimelf, in der die gesperrten Pannewitz und Cros ebenso wie die noch immer erkältungsgebeutelten Erlbeck und Starke fehlten, ein Übergewicht und nach einer halben Stunde setzte sich Sucsuz energisch auf seiner linken Seite gegen gleich zwei Meppener durch, legte überlegt in die Mitte leicht in den Rücken der Abwehr, wo Julian Günther-Schmidt genau Maß nahm und den Ball ins Tor beförderte. Mit der Führung ging es in die Pause, die Jenas Fans mit einem guten Gefühl genießen konnten. Hatte ihre Elf das Spiel bis dato doch im Griff gegen sehr passive und offensiv harmlose Gäste.

Passivität blieb dann auch nach Wiederanpfiff das Stichwort, doch anders als man sich dies gewünscht hätte. Zimmermanns Elf zog sich weit zurück, ludt die Emsländer förmlich in die eigene Hälfte ein, und war im Umkehrspiel selbst ungenau. So kam der Ausgleich in der 64. Minute nicht überraschend. Nach einer Rechtsflanke steigt Meppens 1,92m-Stürmer Proschwitz mit dem Kopf höher als der dabei grenzwertig behinderte Coppens mit der Faust, den Ball kann Tchenkoua noch von der Linie schlagen, doch im Nachsetzen ist der gerade eingewechselte Undav mit dem Kopf zur Stelle.

Jenas Reaktion? Wut! Als hätte es dieses Treffers bedurft, um aus der Nachpausenlethargie zu erwachen, ziehen die Blaugelbweißen das Tempo wieder an. Doch Domaschke, Meppens Nummer 32, hatte im Tor einen Glanzmoment nach dem anderen und hielt seinen Katen sauber. Und so kam es am Ende ganz knüppeldick. Linksverteidiger Sucsuz tief in der Meppener Hälfte muss zusehen, wie Kleinsorge auf seinem Flügel bedient wird, schneller als Slamar ist und Coppens aus spitzem Winkel unter Zuhilfenahme des Innenpfostens überwindet. So überschwänglich der Jubel bei den in dieser Saison noch ohne jeden Auswärtssieg gebliebenen Emsländern, so konsterniert die Heimelf.

Wie schwer diese Niederlage in einer als Sechs-Punkte-Spiel apostrophierten Begegnung wiegt, war den Reaktionen im Ernst-Abbe-Sportfeld unschwer zu entnehmen und für Trainer Mark Zimmermann könnte schon bald gar die dunkelste Stunde seiner Amtszeit im Paradies kommen. Sein Kommentar: „Wir wollten endlich ein dreifaches Erfolgserlebnis haben. Haben eine sehr sehr gute erste Halbzeit gespielt, mutig nach vorn gespielt, sicher verteidigt. Die Mannschaft hat sich nicht anmerken lassen, dass sie in 12 Spielen erst einmal gewonnen hat. Es ist eigentlich alles soweit aufgegangen, wir hatten nach der Führung noch 1-2 Möglichkeiten. Nach dem Wechsel wollten wir genau so weiter machen, haben aber gemerkt, dass es doch nicht so locker weiter geht und dann hat sich Meppen das Tor verdient. Danach aber haben wir uns gefangen, haben zwei super Tormöglichkeiten durch Günther-Schmidt und Bock, machen diese nicht, und dann wendet sich das Blatt durch diesen entscheidenden Konter. Das war nicht nur ein bitteres Tor, sondern auch die bitterste Niederlage, seit wir hier gemeinsam arbeiten. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass ich ihr keinen Vorwurf mache, wie sie das Spiel angegangen ist. Wenn du aufgibst, hast du keine Chance. Wir müssen weitermachen.“





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