„Apollo 50“: Die historische Mondlandung und ihre wichtigsten Momente

16.07.19 • INTERESSANTES, JEZT AKTUELL, KULTUR & BILDUNG, NEWSCONTAINER, STARTKommentare deaktiviert für „Apollo 50“: Die historische Mondlandung und ihre wichtigsten Momente

Neil Armstrong auf dem Mond am 21. Juli 1969. – Bildrechte: NASA

(red/Viola Berg) – Vor genau 50 Jahren gelang die erste bemannte Mondlandung und das war auch das Ziel der US-amerikanischen Raumfahrtmission Apollo 11. Drei Astronauten schickte die amerikanische Weltraumagentur NASA zum Erdtrabanten: Neil Armstrong (der als erster Mensch den Mond betreten sollte), Edwin „Buzz“ Aldrin (der ihm als zweiter Mann folgen sollte) und Michael Collins (der während des Mondaufenthalts das Apollo-11-Raumschiff in einer Umlaufbahn um den Mond betreute).

Am 16. Juli 1969 startete ihre Saturn-V-Rakete vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral/Florida und das Apollo-11-Raumschiff mit der Astronautenkapsel Columbia sowie der Mondfähre Eagle benötigte nach dem Abtrennen der ersten beiden Stufen drei Tage, um die Mondumlaufbahn zu erreichen. Einen Tag später begann schließlich der langsame Abstieg der Mondfähre und 500 bis 600 Millionen Menschen auf der ganzen Welt warteten an ihren Fernsehgeräten und Radios darauf, dass alles gelingen würde.

Die Spitze der Saturn V Rakete – Grafikrechte: NASA

Wichtig war dabei, eine geeignete Stelle auf dem Mond zu finden, um sicher landen zu können, denn ebenso wie die Oberfläche unserer Erde ist auch die des Mondes unterschiedlich beschaffen mit hohen Bergen und auch sogenannten „Mondmeeren“, die aber nichts anderes sind wie staubtrockene Tiefebenen. Ein solcher Ort wurde als Landeplatz für die Apollo-11-Astronauten ausgewählt: das „Mare Tranquillitatis“ (deutsch: „Meer der Ruhe“).

Kurz zuvor hatten Armstrong und Aldrin Eagle bestiegen, doch bereits kurz nach dem Abkoppeln von Columbia hatte es geringe Bahnänderungen gegeben, weswegen der Bordcomputer nicht mehr den geplanten Landeplatz ansteuerte, sondern eine Stelle, die knapp fünf Kilometer entfernt war. Beim Versuch den Computer nachzujustiern, blockierte dieser und startetet mehrfach neu.

Satellitenaufnahme des Apollo 11 Landeplatzes. Bildrechte: NASA

Als die Kapsel dann vom Autopiloten auf einen felsigen Mondkrater zugesteuert wurde, auf dessen Untergtund die Landung viel zu gefährlich gewesen wäre, übernahm Neil Armstrong die Handsteuerung des Eagle und landete die Mondfähre stattdessen auf einer ebenen Stelle neben dem Krater. Später stellte man fest, dass der Treibstofftank des Eagle da bereits fast leer gewesen war – Armstrong hätte also beinahe Durchstarten und zur Columbia zurückkehren müssen. Am Sonntag, den 20. Juli 1969, um 21:18 Uhr MEZ meldete Armstrong per Funkspruch schließlich: „The Eagle has landed!“ (deutsch: „Der Adler ist gelandet!“).

Dennoch dauerte er eine ganze Weile, bis es zum ersten Mondspaziergang kam, denn zuerst mussten Buzz Aldrin und Neil Armstrong für den Fall der Fälle den Rückflug zum Mutterschiff vorbereiten, also den Bordcomputer neu mit den genauer Positionsdaten und der Ausrichtung des Eagle programmierten. Rund zwei Stunden dauerte dies und daran sollte sich laut NASA-Plan eine etwa zweieinhalbstündige Ruhepause für die Astronauten anschließen, bevor diese den rund dreistündigen Außenaufenthalt beginnen sollten, doch sowohl Armstrong als auch Aldrin lehnten dies ab und begnügten sich mit 45 Minuten.

Armstrong und Aldrin auf dem Mond. – Bildrechte: NASA

Am 21. Juli 1969 um 03:56 MEZ (in den USA war es noch der 20. Juli) kam schließlich der große Augenblick: Neil Armstrong betrat als erster Mensch die Mondoberfläche und sagte die berühmten Worte: „That’s one small step for a man, one giant leap for mankind!“ (deutsch: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!“). Buzz Aldrin folgte ihm etwa 20 Minuten später und hisste gemeinsam mit dem ersten Mensch auf dem Mond die US-Flagge, baute mit Armstrong einige kleinere Forschungsgeräte auf und beide sammelten Gestein als Bodenproben. Nach zwei Stunden und 31 Minuten war der allererste Aufenthalt auf der Mondoberfläche zu Ende und wenig später startete man mit dem Oberteil des Eagle zurück zur Columbia.

Nach dem Ankoppeln und dem Umstieg in die Apollo 11, wurde Eagle abgestoßen, zerschellte später auf dem Mond, und das Mutterschiff nahm Kurs zurück zur Erde. Dort landete die Columbia-Kapsel am 24. Juli 1969 im pazifischen Ozean und wurde vom Flugzeugträger USS Hornet an Bord genommen. Aus Angst vor vermeintlichen Mikroorganismen, die die Astronauten von ihrem Besuch auf dem Mond mitgebracht haben hätten können, musstend ei drei Astronauten spezielle Schutzanzüge tragen und nicht weniger als 17 Tage unter Quarantänebedingungem verbringen mussten, doch die Bedenken waren unbegründet.





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