„@gauckinjena“: Der Bundespräsident sprach wahre Worte, die einfach allen ins Herz gehen müssten!

23.02.17 • AUS DER REGION, INTERESSANTES, JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, RADIO JENA, START, UNSER JENA, UNSER JENA & DIE REGIONKeine Kommentare zu „@gauckinjena“: Der Bundespräsident sprach wahre Worte, die einfach allen ins Herz gehen müssten!

Bundespräsident Gauck in Jena. - Foto 3 © Thüringer Staatskanzlei Welz

Bundespräsident Gaucks Rede in Jena. – Foto © Thüringer Staatskanzlei Candy Welz

JEZT - Meine Vision - 207x70 - Logo © MediaPool JenaBundespräsident Joachim Gauck hat gestern in Jena eine kleine Rede gehalten und dabei sinngemäß gesagt, Journalisten könnten/sollten/dürften auch öfters mal über gute Dinge, über Positives, über Erfolge berichten, denn das – so das Deutsche Staatsoberhaupt – käme aus seiner Sicht deutlich zu kurz in den Pressenews. Dem möchte ich nichts weiter hinzufügen als den Wunsch, dass das auch in der lokalen Blogger-Szene so gesehen werden sollte.

Weiter forderte der scheidende Bundespräsident, die Bürger sollten sich nicht zurücklehnen und abwarten, dass in unserer Gesellschaft etwas passiert, sondern sie müssten mitmachen bei der Demokratie, denn diese sei – oh Wunder – kein „Versandhaus für Politik“. Dieses Thema hat Gauck in den letzten Wochen oft erwähnt und nicht zuletzt bezogen auf die „Volksverräter“-Rufe in Dresdem zum Tag der Deutschen Einheit … die mehr über das dort demonstrierende „Volk“ verraten, als es ihm lieb sein dürfte. Da muss ich sagen: Respekt Herr Gauck! Also, gesagt, getan – und nicht immer nur meckern oder polemisieren.

Zum ersten Punkt kann ich anmerken, dass genau dies der Ansatz für mich war, vor 18 Jahren die Rundfunkinitiative ins Leben zurufen, aus der das lokale Hörfunkprogramm Radio Jena und später auch JEZT hervorging. Meinen Redaktionskolleginnen und -kollegen sage ich immer: „Wir sind besser als die anderen. Und das soll auch so bleiben.“ Nicht umsonst kann man auf unseren Seitenköpfen Losungen lesen wie: „Manche Menschen reden unsere Stadt und die Region kaputt.“ oder „Meckern kann man auf anderen Portalen.“ – Übrigens sage ich nicht „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ denn wir agieren im Team, tauschen uns aus, geben uns Tipps und abseits von JEZT fließen die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem. Da wäre es für mich ein Problem, mich als „Chef“ aufzuspielen.

Doch inwiefern sind wir besser? – Nun, wir verändern nicht täglich unser Erscheinungsbild sowie unsere Ausrichtung UND beklagen uns dann noch über die Ungerechtigkeit der Welt, dass man nicht ernst genommen wird. Jeder Bauer weiß, dass er nicht alle drei Monate etwas anderes auf seinen Feldern anpflanzen kann, denn das geht gründlich schief. Außerdem halten wir uns an journalistische Standards, veröffentlichen keine Fake News UND geben z.B. bei jedem veröffentlichten Foto an, wer es gemacht oder das Copyright hat. Schauen Sie einfach mal bei anderen News-Blogs rein, wie die das machen … Sie wissen schon wo.

Aber (und unser Bundespräsident forderte es ja gestern ganz besonders) nun zum Positiven und noch mal zu den Losungen auf unseren Seitenköpfen: „Unsere Stadt lebt durch ihren Menschen.“ oder „Jena ist und bleibt eine Stadt von Bürgern für Bürger.“ – Ist das nicht genau das, was Joachim Gauck gemeint hat?

In diesem Sinne

Ihr

Rainer Sauer, Jena





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