Umkämpfte „Nullnummer“ gegen den Berliner AK kostete den FC Carl Zeiss Jena wichtige Punkte

27.10.14 • JEZT AKTUELL, SPORT, STARTKeine Kommentare zu Umkämpfte „Nullnummer“ gegen den Berliner AK kostete den FC Carl Zeiss Jena wichtige Punkte

JEZT - Spielszene des FC Carl Zeiss gegen den Berliner AK - Foto © FCC Jena

(JEZT / FCC) – Mit einem torlosen 0:0 trennte sich der FC Carl Zeiss Jena gestern Nachmittag vom Berliner AK vor etwas mehr als 3.000 Zuschauern im Spitzenspiel der Regionalliga Nordost.

FCC Trainer Karsten Hutwelker musste seine Mannschaft dabei verletzungsbedingt vor dem Spielbeginn umbauen: für Christoph Klippel rückte Marius Grösch in die Innenverteidigung neben André Schmidt, während Sören Eismann den Rechtsverteidiger gab. Das zentrale Mittelfelddreieck bildeten Interimskapitän Becken, A-Junior Crnomut sowie René Eckardt, der zum auffälligsten Spieler der ersten 45 Minuten werden sollte. Zum einen, weil fast alle erfolgversprechenden Aktionen über ihn liefen, zum anderen weil insbesondere er mehrfach Opfer zum Teil heftiger Attacken seiner Gegenspieler wurde. Referee Steffen Hösel aus Magdeburg legte bei der Zweikampfbewertung ein eher kulantes Maß an, so dass sich zwischen den Strafräumen ein enorm umkämpftes, bisweilen giftiges Spiel entwickelte, das die Zuschauer durchaus zu unterhalten vermochte. In den Strafräumen selbst jedoch herrschte weitestgehend Ebbe, wirkliche Torchancen waren kaum zu verzeichnen. Die größte für den FCC vergab André Schmidt per Kopf nach einer Freistoßflanke von Banaskiewicz (26.), auf der anderen Seite rettete Raphael Koczor großartig gegen Benyaminas Direktabnahme vom Elfmeterpunkt und unmittelbar danach erneut, als Becken von Grösch unglücklich angeschossen wurde (29). Das Halbzeitergebnis ging völlig in Ordnung.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, bis die Partie nach etwa einer Stunde an Fahrt aufnahm. In dem Willen, die Begegnung an sich zu reißen, riskierten Jenas Kicker mehr, was angesichts einer unterdurchschnittlichen Passquote und zahlreichen haarsträubenden Fehlabspielen jedoch zumeist in guten Kontermöglichkeiten der Berliner resultierte. Insbesondere der bullige Alassani hatte mehrfach die Gästeführung auf dem Fuß und kam dieser in der 82. Minute am nächsten, als sein Schlenzer den Außenpfosten touchierte.

Es schien, als könnte der FCC an diesem Tage mit dem Remis sehr gut leben, doch kurz vor dem Abpfiff hätten die drei Einwechsler beinahe die dreifache Ernte eingefahren. Lux war eine Minute vor dem regulären Ende auf dem rechten Flügel eingesetzt worden, zirkelte eine maßgenaue Flanke auf die andere Strafraumseite, wo Thomas Ströhl den Ball mit Mühe unter Kontrolle brachte und dann über Keeper Grof hinweg haarscharf neben das Tor bugsierte. Kurz darauf rettete Koczor aus spitzem Winkel gegen Grischok, bevor in der bereits vierten Minute der Nachspielzeit ein Eckball Ströhls den Kopf von Jakub Wiezik fand, der das Leder um Millimeter über die Latte des vom umherirrenden Grof verlassenen Tores setzte.

Ähnlich späte Jubelszenen wie vor Wochenfrist in Nordhausen blieben also diesmal aus, was Karsten Hutwelker so kommentierte: „Es war ein extrem schweres Spiel für beide Mannschaften, anfangs geprägt von viel gegenseitigem Respekt. Aufgrund des Verlaufs können beide Mannschaften mit dem Remis zufrieden sein. Wir sind in der zweiten Halbzeit in ein paar ganz dumme Konter gelaufen, hatten unsererseits hintenraus die Chancen das Spiel für uns zu entscheiden. So ist Fußball. Das Ergebnis wirft uns nicht um, es war der erwartet spielstarke Gegner, vor dem ich die Woche über gewarnt habe und der uns alles abverlangt hat. Wir hatten eine höhere Fehlerquote als in den anderen Heimspielen, trotzdem Kompliment an meine Mannschaft.“





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