„Schwarzer Fußball-Sonntag für Jenas Top-Teams“: Der FF USV Jena und der FC Carl Zeiss verloren wichtige Spiele

14.12.15 • JEZT AKTUELL, SPORT, STARTKeine Kommentare zu „Schwarzer Fußball-Sonntag für Jenas Top-Teams“: Der FF USV Jena und der FC Carl Zeiss verloren wichtige Spiele

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(JEZT / JENASPORT / FCC) – Jenas Top-Teams im Fußball verloren gestern wichtige Spiele. Während der FF USV nach einem 1:2 gegen den SC Sand den Abstiegsrängen entgegen taumelt und der Stuhl von Trainer Daniel Kraus inzwischen schon bedenklich wackelt, kassierte der FC Carl Zeiss zuhause gegen den VfB Auerbach gleich zwei Platzverweise und die Vogtländer drehten das Spiel während der letzten acht Minuten zu ihren Gunsten.

Zwei Platzverweise waren einer zuviel

Einen Vorgeschmack auf Kommendes hatte es bereits nach 56 Sekunden gegeben: Obwohl er deutlich sichtbar den Ball gespielt hatte, sah Jenas Robin Krauße vom Schiri seine 10. Gelbe Karte. Schwamm drüber dachten die Spieler von Volcan Uluc und stürmten los aufs Auserbacher Tor und schon nach fünf Minuten gab es die Führung für den FC Carl Zeiss. Zwar war es Rene Klingbeil gewesen, der nach Marcel Bärs Eckball dem Ball aufs Auerbacher Tor brachte, jedoch kam VfB-Spieler Kevin Hampf mit dem Rücken ans Leder und gab ihm den entscheidenden Impuls in eigenes Netz.

Es waren genau 34 Minuten vorbei, als ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung zu einem Gästenkonter führte. Zu dritt hechteten Eismann, Klingbeil, Krstic dem ballführenden Schuch hinterher. Alle bewegten sich auf einer Abwehrlinie, Klingbeil war also nicht zwingend letzter Mann. Da sich Eismann jedoch seitlich sieben Meter entfernt vom Ball befand, Krstic sogar noch weiter weg, trug das Zupfen von Klingbeil am Trikot Schuchs vielleicht doch den Charakter einer Notbremse, selbst wenn die Torentfernung noch knapp dreißig Meter betrug. Fazit: Klingbeil wurde des Feldes verwiesen. Jena standen nun 55 Minuten in Unterzahl bevor und man durfte gespannt sein, wie das bis dahin deutlich überlegene Team mit der neuen Situation umzugehen in der Lage sein würde. Bis zur Halbzeitpause konnte man optimistisch bleiben, denn auch mit Zehn gegen Elf blieb der FCC Herr im eigenen Haus.

Gleich nach Wiederanpfiff verschärfte sich die Situation bei einem Freistoß für den FC Carl Zeiss. Bevor der ausgeführt werden konnte, hatte der FCC noch einen Mann weniger auf dem Feld, ohne dass wirklich erkennbar war, was passierte: Rot für Sören Eismann! Der hatte der sich gegen das Festhalten seines Gegenspielers mit einer Abwehrbewegung gewehrt. Eine Allerweltssituation, von der Schiedsrichter Pawlowski möglicherweise nur die letzte Sequenz mit dem Schubser mitbekam, die  ihm jedoch offensichtlich genügte, um seine Bilanz mit Feldverweisen in dieser Regionalliga-Saison auf sechs Rote plus eine Gelb-Rote Karte in sechs Partien aufzustocken. Dass der beteiligte Auerbacher sogar noch zu ihm ging und aufklärte, dass es ein normales Gerangel gewesen sei, revidierte die Tatsachenentscheidung des Referees nicht.

Doch damit nicht genug. Als der FCC aufopferungsvoll das 1:0 verteidigte, wollte Volkan Uluc in Minute 67 das erste Mal wechseln, doch gaben Schiri Pawlowski und sein Assistent bei einem ruhenden Ball kein grünes Licht an den Jenaer Trainer. Der rief daraufhin seinen Unmut in Richtung des Schiedrichtergespanns … und der Zeiss-Coach durfte sich den Rest der Partie von der Tribüne aus ansehen. Es war in mehr als 50 Regionalliga-Spielen als Trainer erst das zweite Mal, dass Uluc dies widerfuhr.

Sieben Minuten vor Schluss hatten die Gäste ihre Überzahl vor 2.578 Zuschauern noch immer in keine einzige herausgespielte Torchance umsetzen können. Doch dann drehten Ex-Zeissianer Marcel Schlosser mit einem Distanzschuss sowie der eingewechselte Fabian Paradies (89.) das Spiel innerhalb von zwei Minuten. Als Jena in der Nachspielzeit fast noch der Ausgleich gelang, machte Auerbachs Ratifo den Sack zu für die Gäste. Der Rückstand des FC Carl Zeiss hin zur Tabellenspitze erhöhte sich durch diese 1:3 Heimniederlage auf sechs Zähler.

Innerhalb von vier Tagen zwei Mal gegen den FC Sand verloren

Die Frauenbundesliga-Fußballerinnen des FF USV Jena konnten gestern auch in der Liga nicht gegen den SC Sand gewinnen. Nach der 1:4-Heimniederlage im Viertelfinale des DFB-Pokals unterlag das Team von Trainer Daniel Kraus am Sonntag in Baden-Württemberg mit 1:2 (Halbzeitstand 1:1). Dabei hatte Jenas Amber Hearn in der 18. Minute dem FF USV die frühe Führung für die Paradieskickerinnen geschafft. Doch Jovana Damnjanovic brachte den SC Sand mit einem sehenswerten Treffer nach einer guten halben Stunde wieder an Jena heran (33.).

In einer hart umkämpften zweiten Spielhälfte drehte  Vojtekova in der 71. Minute vor 1.024 Zuschauern die Partie zugunsten der Gastgeberinnen. Aufgrund der nunmehr fünften Saisonniederlage im elften Spiel bleibt Jena weiter auf dem neunten Tabellenrang mit nun aber schon fünf Zählern Abstand auf Platz 8 und nur knappe vier Punkte über einem Abstiegsplatz.





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