Große Empörung über AfD-Facebook-Post: Wiebke Muhsal sieht sich jedoch als Opfer einer „Hetzkampagne“ der „Partei des Ministerpräsidenten“

11.01.16 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, STARTKeine Kommentare zu Große Empörung über AfD-Facebook-Post: Wiebke Muhsal sieht sich jedoch als Opfer einer „Hetzkampagne“ der „Partei des Ministerpräsidenten“

Facebook Foto © Junge Alternative Thüringen 2016-01-06

Facebook Foto © Junge Alternative Thüringen vom 06.01.2016

Radio Jena Newscontainer Logo 230Wie das Thüringer Innenministeriums gegenüber dem MDR bestätigte, hat am Wochenende die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die von der Jenaer Landtagsabgeordneten Wiebke Muhsal geführten „Jungen Alternative Thüringen“ aufgenommen. Hintergrund ist ein Facebook-Post des Jugendablegers der AfD mit einem Foto, auf dem eine durchgeladene Pistole kurz vor dem Abfeuern zu sehen ist und mit dem ein Zusammenhang mit den Kölner Vorfällen hergestellt wird.

Gestern Nachmittag erklärte Thüringens Verfassungsschutzchef Stephan Kramer im Radiosender „MDR Thüringen“, dass er die Angelegenheit mit dem Auftrag zu einer intensiven Prüfung sofort an den polizeilichen Staatsschutz und die zuständige Staatsanwaltschaft weitergegeben habe. Auch viele Thüringer Bürger empfinden nach Bekanntwerden des Statements von Wiebke Muhsal Entsetzen und Empörung über ihren Facebook-Post vom 6. Januar 2016, in dem es heißt: „Wenn die Politik nicht handelt, halten die Menschen in Zukunft vielleicht wirklich ‚eine Armlänge Abstand‘ , Frau Reker.“ Manche sehen darin gar einen Bezug zu einer Szene aus dem „NSU“-Bekennervideo „Frühling“ und sehen den Facebook-Post von Wiebke Muhsal deshalb hart am Rande der Gesinnung des Nationalsozialistischen Untergrunds.

JEZT - Pistolenszene aus dem NSU Bekennervideo - Foto © SPIEGEL TV

Inzwischen erklärte Wiebke Muhsal, sie sehe sich nicht als Täter sondern als Opfer. Um es ganz klar zu sagen, wir lehnen Gewalt und Selbstjustiz entschieden ab“, so Muhsal, die aber offen ließ, weshalb auf dem Foto eine durchgeladene Waffe zu sehen ist. In dem Einschalten der Staatsanwaltschaft erkennt die Jenaerin dagegen nach eigenen Worten „ganz klar eine linke Hetzkampagne, die offenbar  durch den Ministerpräsidenten Ramelow und den Leiter der Staatskanzlei Hoff medial inszeniert wird.“ Weiter erklärte sie: Auf Andersdenkende Polizei und Verfassungsschutz anzusetzen gehörte schon immer zum linksextremen Werkzeugkasten und das zeigt auch, dass die Partei des Ministerpräsidenten, die Linke, sich im Kern nie von den Praktiken der SED gelöst hat, sie ist nach wie vor eine linksextreme, demokratiefeindliche Kraft.





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