Der Heimsieg gegen den FC Schönberg 95 sichert dem FC Carl Zeiss Jena die Herbstmeisterschaft 2016

29.11.16 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, SPORT, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu Der Heimsieg gegen den FC Schönberg 95 sichert dem FC Carl Zeiss Jena die Herbstmeisterschaft 2016

JEZT - Die Spieler der FC Carl Zeiss danken Torschütze Bedi Buval - Foto © FCC

Die Spieler der FC Carl Zeiss danken Torschütze Bedi Buval. – Foto © FCC Archiv

JEZT - JenaSport LogoAm Sonntag gewann der FCC durch Tore von Bedi Buval (Foto oben) und Maximilian Wolfram mit 2:0 gegen den FC Schönberg 95 und wahrte damit den Heimnimbus. Gegen einen durchaus mutig auftretenden Gast tat sich der FC Carl Zeiss hierbei über weite Strecken schwer. Durch die gleichzeitige Niederlage des Berliner AK sicherte sich der FCC vorzeitig die Herbstmeisterschaft und rangiert nunmehr sieben Punkte vor dem FC Energie Cottbus.

Auf Seiten es FCC gab es im Vergleich zum 0:3 bei der Zweitvertretung von RB Leipzig in der Vorwoche zwei Änderungen: Für den gelbgesperrten Matthias Kühne bekleidete Dennis Slamar die Position des Rechtsverteidigers. Bedi Buval spielte zudem anstelle von Timmy Thiele in der Sturmspitze. Sowohl für Slamar als auch für Buval war es jeweils der erste Einsatz von Beginn an in der laufenden Saison. Ebenfalls zwei Veränderungen im Vergleich zur letzten Partie gab es bei den Gästen aus Mecklenburg-Vorpommern: Für Anton Müller und Maurice Eusterfeldhaus standen Marcus Steinwarth und Florian Esdorf in der Anfangself des FC Schönberg 95. Mark Zimmermann forderte vor der Partie, dass seine Mannschaft wieder mehr Galligkeit zeigen, den Gegner kontrollieren und ihm der Spiel aufzwingen müsse. Doch in der Anfangsphase konnte der FCC die Forderung des Cheftrainers (noch) nicht umsetzen. Schönberg wirkte präsenter und besaß auch die besseren Offensivaktionen, ohne jedoch das Tor von Raphael Koczor ernsthaft in Gefahr zu bringen. Zimmermann erwartete einen Gast, der sich nicht nur hinten reinstellt, sondern auch mitspielt – und Schönberg sollte die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Sie versuchten in gewisser Weise die Spielweise von RB Leipzig II aus der Vorwoche zu kopieren, störten früh den Spielaufbau deres FCC und versuchten ihrerseits bei Ballgewinn schnell zu kontern. Und so entwickelte sich eine durchaus abwechslungsreiche Partie.

Und dennoch brauchte der FC Carl Zeiss bis zur 22. Minute, um dem Tor von Jörg Hahnel erstmals gefährlich nah zu kommen. Nachdem Niclas Erlbeck den Ball mustergültig durch die Schnittstelle der Abwehr steckte, versuchte sich Dominik Bock an einer Flanke, doch ihm rutschte der Ball leicht vom Schlappen. Dadurch flog das Spielgerät parallel zur Torauslinie nah am Schönberger Tor vorbei. Keine 120 Sekunden später legte René Eckardt am Gästestrafraum quer auf Bedi Buval. Der nahm die Kugel kurz an und zog dann aus der Drehung aus 17 Metern, zentrale Position trocken ab. Die Kugel schlug unhaltbar flach rechts aus Schützensicht im Schönberger Tor ein – 1:0 durch das fünfte Saisontor des auf Martinique geborenen Angreifers (24.). Das Tor wirkte wie ein Brustlöser für die zuvor teils etwas verdichert wirkende FCC-Elf. Fortan liefen die Angriffe deutlich zielstrebiger und das Auftreten des Tabellenführers wirkte insgesamt sicherer als noch in der Anfangsphase. Zehn Minuten vor der Pause war es Marcus Steinwarth, der Raphael Koczor im Jenaer Tor zu einer Parade zwang. Doch der Kopfball des mit 6 Saisontoren erfolgreichsten Torschützen der Norddeutschen stellte den Keeper vor keine ernsthaften Probleme. Auf der Gegenseite hatte Bedi Buval nach einer Flanke von René Eckardt die Chance zu seinem zweiten Treffer. Sein Kopfball von der Strafraumgrenze verfehlte jedoch das Gästetor (39.). Es war zugleich die letzte nennenswerte Aktion in der ersten Spielhälfte.

Beide Teams gingen personell unverändert in die 2. Halbzeit und es dauerte keine 30 Sekunden, ehe sich Manfred Starke am Schönberger Strafraum ein Herz nahm und abzog. Sein Schuss ging allerdings rechts am Tor vorbei. Auf der Gegenseite spielte sich Schönberg über die linke Seite nach vorne, Istefo legte zurück auf Scherff, der mit einem Linksschuss aus dem Jenaer Strafraum heraus Raphael Koczor zu einer Faustabwehr zwang (47.). Der Gast blieb seiner Spielweise aus der ersten Spielhälfte treu und beteiligte sich auch mit Offensivaktionen an der Partie. Häufig fehlte hierbei jedoch – wie auch auf Seiten deres FCC – am Ende ein Quäntchen Genauigkeit. Richtig knapp wurde es für das Tor deres FCC nach einer Stunde: Scherff flankte die Kugel von der linken Seite in den Jenaer Strafraum, wo Istefo relativ freistehend zum Kopfball ansetzen kann. Er drückte die Kugel nur Zentimeter rechts am Tor vorbei. Raphael Koczor wäre hier ohne Abwehrchance gewesen (60.). Maximilian Wolfram sollte in der Folgezeit für neue Akzente auf der rechten Jenaer Mittelfeldseite sorgen. Er kam für Dominik Bock in die Partie. Doch bei derem FCC gelang weiterhin nicht sehr viel. Ein Fehler reihte sich an den anderen und so blieb Schönberg weiterhin im Spiel. 20 Minuten vor dem Ende brachte Mark Zimmermann einen dritten Angreifer – Timmy Thiele kam für Niclas Erlbeck. Und es sollte keine 120 Sekunden dauern, ehe Thiele erstmals entscheidend ins Spiel eingriff: Bedi Buval ging auf der linken Seite bis an die Grundlinie, legte die Kugel zurück zu Thiele, der wiederum auf Maximilian Wolfram prallen ließ. Der ebenfalls eingewechselte Wolfram ließ sich aus 11 Metern nicht lange bitten und versenke die Kugel sicher zum 2:0 in den Maschen (72.). Es war die Vorentscheidung. Der FCC hatte in der Schlussphase gegen nachlassende Schönberger mehrfach die Möglichkeit, den Sieg noch deutlicher zu gestalten. Doch am Ende blieb es beim insgesamt mühsamen aber verdienten 2:0-Arbeitssieg.

Mark Zimmermann: „Schönberg ist absolut mutig aufgetreten. Man hat gemerkt, dass der ein oder andere Spieler nach der Niederlage gegen RB gewisse Zweifel hatte. Wir haben im Spielaufbau sehr leichtfertig Bälle verloren. Wir hätten d nicht beschweren dürfen, hätte Schönberg aus einem Konter ein Tor erzielt. Da hatten wir Glück. Man hat schon gemerkt, dass das Tor zum 1:0 ein gewisser Brustlöser war. Wir haben d dann ein bisschen besser gefunden. Wir haben schon vor dem Spiel angesprochen, dass wir nicht unbedingt andere Sachen machen müssen. Es ist die Normalität, dass man auch mal ein Spiel verliert und nicht jeden Gegner, der hierher kommt, wegbügelt. Wir müssen d jedes Spiel und jeden Sieg hart erarbeiten. Ich freue mich, dass 2.800 Zuschauer hier waren. Aber man hat das Gefühl, dass die Stimmung etwas trist ist – so wie das Wetter. Dass vielleicht einige lieber zum Basketball gehen. Ich bin absolut zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Eine gewisse Reaktion wollte ich von den Spielern schon sehen, das ist wichtig. Denn ein Widerstand wie letzte Woche, der kann d auch in den nächsten Spielen erwarten. Der hat d auch heute erwartet. Da gilt es sich einfach durchzusetzen. Deswegen bin ich auch zufrieden, wie die Mannschaft das weggesteckt hat, auch wenn es nicht einfach war. Es ist immer schwer, das Selbstvertrauen Woche für Woche an den Tag zu legen. Das 2:0 war für die 2. Halbzeit eine Befreiung. Zum Schluss hätten wir vielleicht das eine oder andere Tor noch machen können. Ich freue mich mit der Mannschaft, dass wir in der Geschichte des FC Carl Zeiss Jena den FC Schönberg zu Hause zum ersten Mal geschlagen haben. Für Buval anstelle von Thiele in der Startelf sprachen seine letzten beiden Einsätze.“





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