„Der Erfolg der FSU beruht auf Netzwerken, denn Zusammenarbeit hat sich in der Wissenschaft bewährt“: Diesmal ist Jenas Uni mit gleich drei Projekten im Rennen um Spitzenförderung vom Bund dabei

10.04.17 • STARTKeine Kommentare zu „Der Erfolg der FSU beruht auf Netzwerken, denn Zusammenarbeit hat sich in der Wissenschaft bewährt“: Diesmal ist Jenas Uni mit gleich drei Projekten im Rennen um Spitzenförderung vom Bund dabei

Experiment mit einem Helium-Neon-Laser am FSU Institut für Angewandte Physik im Rahmen des Förderprogramms Photonik Forschung Deutschland. - Foto © FSU Kasper

Experiment mit einem Helium-Neon-Laser am FSU Institut für Angewandte Physik im Rahmen des Förderprogramms „Photonik Forschung Deutschland“. – Foto © FSU Jan-Peter Kasper

JEZT Logo Forschung an der FSUDie Jenaer Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) wird sich mit drei unterschiedlichen Anträgen für Exzellenzcluster an der vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) durchgeführten „Exzellenzstrategie“ beteiligen; das gab die Hochschule vergangene Woche bekannt. Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft ergänzend mitteilte, wurden für den Wettbewerb (früher auch bekannt als sog. „Exzellenzinitiative“) in diesem Jahr knapp 200 Anträge aus 63 Universitäten eingereicht.

Uni-Sprecher Axel Burchardt bestätigte der Ostthüringer Zeitung auf Nachfrage, dass die Jenaer Universität bislang als einzige Thüringer Hochschule beim Exzellenzprogramm des Bundes erfolgreich war, darüber hinaus wurde die „Jena School for Microbial Communication“ (JSMC) als Exzellenz-Graduiertenschule ausgezeichnet. Den Worten Burchardts nach sollen im neuen Antrag „Gleichgewicht im Mikrokosmos“ die Stärken des Jenaer Forschungsverbundes „Leben und Licht“ aufgegriffen werden. Hierbei gehe es um wichtige wissenschaftliche, aber zugleich auch gesellschaftlich drängende Fragen wie die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, die Gesunderhaltung der Umwelt, eine nachhaltige Landwirtschaft oder ein stabiles Klima, so der FSU-Sprecher.

Die Wissenschaftler der Jena School for Microbial Communication werden seit 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert. - Foto © FSU Kasper

Die Wissenschaftler der Jena School for Microbial Communication werden seit 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert. – Foto © FSU Jan-Peter Kasper

Wie es heißt, basiere der vorgeschlagene sog. Cluster auf der Jenaer Expertise in Mikrobiologie, Infektionsbiologie, Chemischer Biologie, Bio-Geo-Interaktionen und Systembiologie und integriere Optik/Photonik und Materialwissenschaften. Zugleich wurden im Projekt Beiträge von acht außeruniversitären Forschungseinrichtungen aufgenommen. Dass Kooperationen mit anderen Instituten aufgegriffen werden, sei keine Seltenheit sagte Axel Burchardt der OTZ. „Der Erfolg der Jenaer Universität beruht auf Netzwerken. Zusammenarbeit hat sich in der Wissenschaft bewährt.“

Der zweite Antrag der Jenaer Hochschule stammt aus dem medizinischen Bereich und wird gemeinsam mit der Universität Würzburg eingereicht. Der Antrag „Enlightening the Receptome: From Biophysics to Clinical Applications“ erweitere zugleich die Kooperation, die im Sonderforschungsbereich „ReceptorLight: Hochleistungs-Lichtmikroskopie zur Aufklärung der Funktionen von Membranrezeptoren“ deutlich geworden sei. Der dritte Antrag wiederum entstand aus dem Univerbund Halle-Jena-Leipzig heraus. Die Geistes- und Sozialwissenschaften Mitteldeutschlands wollen ihre Expertise im Antrag „Dialectics of the Global“ bündeln. Dabei geht es um das Phänomen Globalisierung und den sprachlichen Umgang damit.

Die Wissenschaftler der Jenaer Universität müssen jedoch bis zum Herbst 2018 auf die Entscheidung der DFG warten. Dann erst verkündet die Jury, welche 45 bis 50 Exzellencluster für sieben Jahre gefördert werden. In diesem Jahr ist Jena zugleich nicht mehr einzigartig für Thüringen, denn auch die Bauhaus-Universität Weimar und die TU Ilmenau hätten sich jeweils mit einem Exzellenzcluster beworben, wie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben wurde. Insgesamt seien, so die DFG, jährlich 385 Millionen Euro Fördermittel vom Bund vorgesehen.





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