„Gerechte Punkteteilung im Paradies“: Thiele rettet per Foulstrafstoß die FCC-Heimserie gegen Lotte

11.02.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, SPORT, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu „Gerechte Punkteteilung im Paradies“: Thiele rettet per Foulstrafstoß die FCC-Heimserie gegen Lotte

Spielszene des FC Carl Zeiss Jena gegen die Sportfreunde Lotte – Bildrechte: FCC

(FCC News) – Bekanntlich besitzt der FC Carl Zeiss eine äußerst geringe Punktausbeute in der Fremde, doch in keinem Auswärtsspiel dieser Saison ging das Match so klar verloren wie im FRIMO-Stadion. Wobei Jena sogar beim 0:4 genügend eigene Chancen zu Punktgewinnen besaß, die es ähnlich wie vor Wochenfrist in Chemnitz halt nur nicht zu nutzen verstand. Auch durch die Sperre von Cros und eine Angina bei Eckardt stellte Mark Zimmermann sein Team auf einigen Positionen um, rückten gleich vier Spieler neu in die Startelf.

Das seit 11 Partien zuhause unbesiegte Team des FCC setzte am gestrigen Nachmitag im Ernst-Abbe-Sportfeld die ersten Akzente. Nach schöner Kombination über Günther-Schmidt, Thiele und Wolfram flankte der Rechtsaußen lang vors Gästetor. Timmy Thiele kam noch eben so heran, halt nicht kontrolliert genug, um das Leder an Keeper Fernandez vorbei legen zu können (2.). Ein mitspielender Koczor war in Minute 7 gerade zwischen die Pfosten zurückgekehrt, als Oesterhelweg aus gut 25 Metern abzieht und Jenas Nummer 1 den Ball zur Seite faustet. Nicht nur, dass er damit das 0:1 verhinderte – Koczor bereitete in gewisser Weise auch das 1:0 vor. Entsprang das Jenaer Führungstor doch dem direkten Gegenzug. Nach langem Pass von Löhmannsröben war es erneut Maximilian Wolfram, der seinem Gegenspieler Schulze auf der rechten Außenbahn entwischte und diesmal passgenau auf Julian Günther-Schmidt flankte, welcher aus Nahdistanz ohne Mühe vollendete.  Wolfram war in der 19. Minute kurz davor, auch selbst noch zum Torschützen zu werden. Von mehreren Gegenspielern nicht zu stoppen, war erst bei Fernandez Endstation und auch beim Nachschuss von Starke aus spitzem Winkel machte der Torwart das kurze Eck zu.

Die Sportfreunde konnten sich nach der Anfangsphase also bei ihrem Schlussmann bedanken, dass sie mit nur einem Tor in Rückstand lagen. Doch nach gut 20 Minuten verlagerte sich das Geschehen zunehmend in die andere Hälfte. Lindners straffen Schuss aus 17 Metern vermochte Koczor spektakulär zur Ecke zu lenken. Die Ausgangssituation sieben Minuten später gestaltete sich ähnlich. Wieder kam ein VFLer recht frei zum Schuss. Beim Versuch, auch Oesterhelwegs flatternden 23-Meter-Ball zu entschärfen, rutschte Koczor das Leder diesmal jedoch zwischen den Händen hindurch ins Netz. Die 20 mitgereisten Anhänger im Gästeblock konnten ihr Glück kaum fassen. Dabei kam es für sie noch besser. 34. Spielminute, ein Schuss von Kapitän Wendel wird zur Ecke gelenkt. Von der linken Seite hoch hinein getreten, wird Freiberger im Zentrum von Slamar gelegt – Elfmeter. Pires-Rodrigues tritt an und verwandelt den Strafstoß sicher zum 2:1 aus Gäestesicht. Die Partie war damit zuungunsten des FCC gekippt, doch er kam eine Minute vorm Pausenpfiff zurück. Auch wenn es dabei ebenfalls eines Foulstrafstoßes bedurfte, welcher (an ihm selbst verursacht) von Thiele verwandelt wurde. Fernandez ahnte die Ecke, kam jedoch nicht ganz heran.

Die erste Viertelstunde nach Wiederanpfiff verlief gänzlich ohne Torschancen. Lotte stellte geschickt den Raum zu, wodurch Jena zu keinem geordneten Spielaufbau kam. Lange Bälle als Notbehelf fanden kaum einmal den gewünschten Abnehmer. Immerhin gelang es auch der FCC-Verteidigung in dieser Phase, Lottes schnelle Stürmer vom Tor fern zu halten. Bis zur 64. Minute, als gleich drei Jenaer nicht energisch genug zum Ball gingen, Freiberger aus guter Position heraus jedoch zu hoch zielte. Mark Zimmermann fing in der 67. Minute an zu wechseln, Kevin Pannewitz wurde mit Beifall begrüßt. Eine Viertelstunde vor Schluss flankte Thiele in die Mitte, wo der ansonsten unauffällige Manfred Starke am Ball vorbei rutschte. Es war aber ohnehin auf Abseits entschieden worden.

Die Mehrzahl der Tormöglichkeiten aus Hälfte zwei hebten sich beide Mannschaften für die Schlussphase auf. Unmittelbar vor seiner Auswechslung stocherte Lottes Ein-Mann-Sturm Kevin Freiberger das Leder am linken Pfosten vorbei. In der vorletzen Minute der regulären Spielzeit erkämpft Tuma einen verlorenen Ball zurück, Brügmann flankt und ein Jenaer (viele meinen Dietz erkannt zu haben) köpft an die Latte. Der nachfolgende Eckstoß sorgt für gehöriges Durcheinander im VFL-Strafraum, doch das Leder will auch im dritten Nachsetzen einfach nicht über die Linie. So bleibt es wie schon im Hinspiel bei vier Treffern, welche dieses Mal nur gleichmäßig verteilt worden sind. Nach den Eindrücken aus der anschließenden Pressekonferenz können beide Seiten damit ganz gut leben.

Mark Zimmermann: „Mittlerweile haben die Mannnschaften, die hierher kommen, Respekt vo unserer Heimserie und legen sich ein Konzept zurecht. Lotte hat uns früh angegriffen, mir hat nicht gefallen, dass wir dann den Ball oft zum Torhüter zurück spielten. Mit etwas Glück kam Lotte zum 1:1, war danach aber eindeutig besser und ich war froh, dass wir den Ausgleich noch vor der Halbzeit gemacht haben. In der zweiten Halbzeit war das Spiel auf des Messers Schneide. Lotte hatte mit schnellen Spielern vorn drin seine Chancen. Aber in der Schlussphase haben wir alles versucht, das rechne ich meinen Spielern hoch an und stimmt mich positiv. Wir haben hier verdient einen Punkt geholt und sind nach einem Rückstand zurück gekommen. Das ist wichtig für die Mannschaft.“





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