„Neuausrichtung der Politik in Jena“: Grünen-Stadtrat Bastian Stein wechselt zur CDU

05.06.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENAKommentare deaktiviert für „Neuausrichtung der Politik in Jena“: Grünen-Stadtrat Bastian Stein wechselt zur CDU

Bastian Stein – Bildrechte: privat

Im Jenaer Stadtrat hat ein Parteiübertritt die Stimmverhältnisse leicht verändert. Bastian Stein (36) hat zum 1. Juni 2018 die Fraktion und die Partei der Bündnis-Grünen verlassen und um Aufnahme als vorerst parteiloses Mitglied in der CDU-Fraktion. Dies bestätigte der Lokalpolitiker nun gegenüber der Thüringischen Landeszeitung (TLZ) und begründete seinen Schritt unter anderem mit seiner Sorge, dass bei der Dezernentenwahl am 13. Juni 2018 rot-rot-grüne Personalien mehrheitsfähig werden könnten.

Stein, der während seiner Zeit in Nordrhein-Westfalen auch bereits zehn Jahre lang Mitglied der CDU gewesen war, erklärte gegenüber der TLZ: „Die Bürger haben zur Oberbürgermeisterwahl ein deutliches Zeichen gesetzt. Es gilt nun, die Geschicke der Stadt gemeinsam mit dem neuen OB Thomas Nitzsche und nicht gegen ihn zu gestalten.“ Der 36-Jährige fügte an, dass er sich die Entscheidung wohl überlegt, bereits zu Jahresbeginn einige Mitglieder der Fraktion Bündnis’90/Die Grünen im Jenaer Stadtrat informiert und sich seither aus Ämtern zurückgezogen habe.

Der Kreisvorsitzende der Jenaer CDU, Guntram Wothly, begrüßte gegenüber der Zeitung den Wechsel Bastian Steins in die CDU-Fraktion und zeigte sich zuversichtlich, dass zur Dezernentenwahl Thomas Nitzsches Vorschläge (Benjamin Koppe, CDU für Finanzen/Ordnung/Sicherheit – Christian Gerlitz, SPD für Stadtentwicklung/Umwelt – Eberhard Hertzsch, parteilos für Familie/Bildung/Soziales) eine Mehrheit finden können. Die CDU hat nun stimmenmäßig mit der bislang stärksten Stadtratsfraktion, den Linken (= elf Stadträte), gleichgezogen. Bündnis’90/Die Grünen haben jetzt nur noch vier Stadträte im Rathaus. Die SPD hat weiterhin zehn, die Bürger für Jena fünf, FDP und Piraten je zwei. Hinzu kommt der Stadtrat der Guten, Martin Michel.





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