Jenaer Abendvorlesung: UKJ-Experte klärt heute Abend über Behandlungsmöglichkeiten bei Kniebeschwerden auf

30.01.19 • NEWSCONTAINER, START, UNSER JENA, WISSENSCHAFT, MEDIZIN & TECHNIKKommentare deaktiviert für Jenaer Abendvorlesung: UKJ-Experte klärt heute Abend über Behandlungsmöglichkeiten bei Kniebeschwerden auf

Gelenkexperte Professor Dr. Dr. Gunther Hofmann, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Jena. – Foto © UKJ

(UKJ/kbo) – Langanhaltende oder immer wiederkehrende Schmerzen im Knie sollten Betroffene stets medizinisch abklären lassen. Denn dahinter kann mitunter eine ernsthafte Erkrankung stecken. Zum Beispiel eine Arthrose, also ein fortschreitender Knorpelabbau am Kniegelenk. Über fünf Millionen Deutsche leiden darunter, insbesondere Menschen ab 65 Jahren sind betroffen. Aber ist bei einer Arthrose eine Operation unumgänglich? Welche anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Darüber klärt Professor Dr. Dr. Gunther Hofmann, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Jena (UKJ), bei der ersten Abendvorlesung des Jahres 2019 am Mittwoch, 30. Januar, auf. Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Hörsaal 1 im UKJ in Lobeda. Fachpublikum und Medizininteressierte sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wer befürchtet, dass die Chirurgen am UKJ gleich das Skalpell ansetzen, kann durchatmen. „Wir operieren nur das, was man tatsächlich operieren muss“, beruhigt Professor Hofmann. „Eine Operation kommt bei einer Arthrose erst am Schluss einer langen Reihe von Maßnahmen.“ Dazu gehört zunächst eine Verhaltenstherapie: Gewichtsreduktion, Ernährungsumstellung und mehr Bewegung. Denn Übergewicht und Bewegungsmangel sind laut Professor Hofmann Hauptrisikofaktoren für eine spätere Arthrose. „Da kann man gut selbst vorbeugen. Und da setzt auch die Verhaltenstherapie an“, so der Gelenkexperte weiter. Physio- und Ergotherapie sind weitere übliche Behandlungsmethoden bei einer Arthrose, ebenso wie Schmerztherapien – und Injektionen ins Knie. „Da ist aber aufgrund der Infektionsgefahr möglicherweise schon ein kritischer Punkt erreicht, an dem man über einen operativen Eingriff nachdenken sollte“, erklärt der erfahrene Unfallchirurg. Aber selbst bei einer Operation gibt es Abstufungen. Sie reichen von Eingriffen, die das Gelenk erhalten, bis hin zum Ersatz des Gelenks als letztmögliche Option.

Die Abendvorlesung „Schmerzen im Knie – wann muss operiert werden?“ ist der Startschuss der diesjährigen Veranstaltungsreihe. Viele spannende und bunte Themen warten – bis auf eine kleine Sommerpause – jeden Monat auf medizininteressierte Menschen: Wie erkennt man einen Schlaganfall? Was sind eigentlich Frühlingsgefühle? Und warum ist unsere Leber so ein Multitalent? Unsere UKJ-Experten beantworten diese und viele andere medizinische Fragen für jedermann verständlich und stehen auch nach der Vorlesung bei einem kleinen Imbiss für Gespräche zur Verfügung. Das Jahresprogramm gibt’s im Internet unter www.uniklinikum-jena.de/gesundheitsuni.html.





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