Erster Heimsieg nach mehr als sieben Monaten: Der FCC gewinnt 2:1 gegen Energie Cottbus

07.04.19 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, SPORT, START, UNSER JENAKommentare deaktiviert für Erster Heimsieg nach mehr als sieben Monaten: Der FCC gewinnt 2:1 gegen Energie Cottbus


(FCC) – Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist! Am 27. August 2018 gewann unser FCC zuletzt im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld. Gegen Tabellennachbar Cottbus gelang gestern endlich der so lange ersehnte Dreier – zugleich der erste im Jahr 2019.

Die Partie begann munter – mit einem FCC im Vorwärtsgang. Nach einer Balleroberung bringt René Eckardt die Flanke von der rechten Seite. Manfred Starke bekommt die Kugel am Fünfmeterraum auf den Kopf – ihm fehlt jedoch beim Abschluss die Präzision (3.). Wenig später erobert Wolfram im Mittelfeld die Kugel. Über Tietz kommt der Ball zu Starke. Rauhut und Holthaus behindern sich gegenseitig, so dass Wolfram aus Nahdistanz nur noch einschieben muss – 1:0 (4.). Der perfekte Auftakt durch einen frühen Treffer des erstmals nach seiner Knieverletzung wieder in der Startelf stehenden Maximilian Wolfram. Auf der Gegenseite kam der Gast aus der Lausitz nach 10 Minuten erstmals besser auf. Nach einer Linksflanke von Holthaus versuchte Gerlach 7 Meter vor dem eigenen Tor zu klären. Er hatte jedoch das Pech auf seiner Seite und brachte die Gäste per Eigentor zum Ausgleich. Coppens war bei der Aktion völlig ohne Abwehrchance (11.). Bitter und zugleich unnötig für unseren FCC, der sich den so lange ersehnten perfekten Start in die Partie somit erst einmal wieder selbst zunichtemachte.

Nach einer halben Stunde meldete sich unser FCC zunächst zaghaft zurück. Nach Diagonalflanke von Gerlach landet der Ball bei Wolfram, der aus 22 Metern abzog, aber Rauhut im Tor der Gäste nicht vor ernsthafte Probleme stellte (31.). Auf der Gegenseite brachte ein Eckball die Gäste der Führung ganz nah. Der von Holthaus getretene Ball landet bei Freitas am Fünfmeterraum. Dessen Schuss kann Coppens stark klären (36.). Keine 120 Sekunden später zieht Manfred Starke aus 25 Metern ab. Sein Schuss knallt an die Querlatte und von dort klar (!) hinter die Torlinie. Der anschließende Schuss von Tietz kann irgendwie in höchster Not geklärt werden (38.). Und auch beim anschließenden Eckball hatten die Zeiss-Fans den Torschrei bereits auf den Lippen, doch Cottbus kann sich in höchster Not befreien. Direkt im Anschluss treibt der Gast den Ball nach vorne. Mamba ist schneller als Grösch, doch Coppens ist auf dem Posten, kommt aus seinem Tor heraus und klärt fair gegen den Cottbuser Angreifer. Bei der Klärungsaktion verletzt sich der belgische Schlussmann unseres FCC am linken Knie, kann aber nach Behandlungspause weitermachen. Am Ende blieb es nach 45 Minuten beim 1:1. Wenn die Unparteiischen richtig hingesehen hätten, hätte es 2:1 stehen müssen.

Zu Beginn der 2. Halbzeit rückte Avdo Spahic anstelle von Kevin Rauhut in das Tor der Lausitzer. Rauhut hatte sich kurz vor der Pause bei einem Zusammenprall mit einem Mitspieler verletzt. Es dauerte rund 10 Minuten, bis unser FCC dem Tor der Gäste erstmals wieder gefährlich nah kam. Jannis Kübler schloss mit links aus 20 Metern ab, doch der Ball strich knapp rechts am Tor der Lausitzer vorbei (54.). 20 Sekunden später setzte Brügmann auf der linken Seite Wolfram ein. Dessen Flanke wird zunächst abgewehrt, doch von der Strafraumkante zieht erneut Kübler ab. Spahic ist auf dem Posten, taucht ab und klärt mit Hilfe des Außenpfostens zur Ecke (56.). Unser FCC hatte zu Beginn der 2. Spielhälfte mehr von der Partie. Cottbus agierte zunächst überwiegend auf Absicherung bedacht und offensiv abwartend. Knapp 20 Minuten vor dem Ende waren es dennoch die Lausitzer, die das nächste Ausrufezeichen setzten. Marcelo Freitas setzte sich gleich gegen mehrere Gegenspieler durch und zog aus dem Jenaer Strafraum ab. Doch sein Schuss ging deutlich neben das Tor von Jo Coppens (71.).

Eine Viertelstunde vor dem Ende und direkt nach einem Doppelwechsel auf Seiten unseres FCC, bekamen wir nach Foulspiel am eben eingewechselten Dominik Bock einen Elfmeter zugesprochen. Philipp Tietz lässt sich die Chance vom Punkt nicht nehmen, verlädt Spahic und vollendet unhaltbar flach links im Tor der Gäste – 2:1 (77.). Nach dem nicht gegebenen regulären Treffer von Manfred Starke in der 1. Halbzeit hat unser FCC in der Szene, die zum Elfmeterpfiff führt, das Glück des Tüchtigen zumindest etwas auf seiner Seite. 120 Sekunden nach der Führung steigt Dominic Volkmer im Anschluss an einen Eckball am höchsten. Doch sein wuchtiger Kopfball verfehlt das Tor der Gäste knapp (79.). 90 Sekunden nach Ende der regulären Spielzeit verlängerte Rangelov einen Abschlag von Spahic per Kopf. Der eingewechselte Hemmerich hatte im Anschluss aus dem Jenaer Fünfmeterraum die Schusschance, doch er verfehlte das Tor. Tief durchatmen! Und dann: Schluss. Aus. Ende. Endlich war er da, der so lange ersehnte und sportlich zugleich so wichtige Sieg.

FCC-Trainer Lukas Kwasniok: „Wir kamen sehr gut ins Spiel, nach dem 1:1 kippte das Spiel jedoch komplett. Bis zur Pause hatten wir keinerlei Zugriff. In der zweiten Hälfte haben wir uns belohnt, wenn auch mit einem schmeichelhaften Elfmeter. Da war das Glück endlich einmal auf unserer Seite. Es freut mich für die Mannschaft, dass wir uns über Wasser halten. Wir waren seit Wochen nah am Sieg, wo uns das Glück gefehlt hatte. Heute hatten wir das Glück.“





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