Mars-Report 05: Curiosity untersucht Tonmineralien und Wolken auf dem roten Planeten

02.06.19 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, START, WISSENSCHAFT, MEDIZIN & TECHNIKKommentare deaktiviert für Mars-Report 05: Curiosity untersucht Tonmineralien und Wolken auf dem roten Planeten

Mars-Rover Curiosity im Mai 2019 – Bildrechte: NASA/JPL-Caltech/MSSS

(Bernhard Doepfer) – Der Curiosity Rover der NASA hat bestätigt, dass die Region auf dem Mars, die er im Moment erforscht, zurech ihren Nament als „tonhaltiger Bereich“ verdient. Bohrproben, die der Rover kürzlich an seinen Zielen „Aberlady“ und „Kilmarie“ entnommen hat, haben die höchsten Mengen an Tonmineralien ergeben, die jemals während der Mission gefunden wurden. Beide Bohrziele erscheinen in einem neuen Selfie, das der Rover am 12. Mai 2019 aufgenommen hat.

Zwei Bohrprobenlöcher (Falschfarbendarstellung zur bessern Erkennbarkeit) – Bildrechte: NASA/JPL-Caltech/MSSS

Diese mit Ton angereicherte Region, die sich an der Seite des unteren Kraterberges Aeolis Mons / Mount Sharp befindet, war für das NASA-Team bereits von Bedeutung, bevor Curiosity 2012 auf dem roten Planeten sanft landete, denn Ton bildet sich häufig in Wasser, welches für mögliches Leben unerlässlich ist. Curiosity erkundet den Kraterberg, um zu sehen, ob dort vor Milliarden von Jahren die Voraussetzungen geherrscht hatten, dass sich hie mögliches Leben hätte erhalten können und das Mineralogie-Instrument des Rovers namens „CheMin“ (diese Abkürzung steht für Chemie und Mineralogie) ermöglichte einfache Analysen von Gesteinsproben, die in der Tonlagereinheit gebohrt wurden.

Abgesehen von dem bereits geführten Beweis, dass sich im Gale Crater vor vielen Jahrmillionen eine erhebliche Menge Wasser befand, steht noch zur Debatte, was diese neuen Erkenntnisse für die Region bedeuten. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Felsen in der Gegend als Schlammschichten in alten Seen gebildet haben – etwas, das der Curiosity-Rover auch weiter unten am Kraterberg gefunden hatte.

Zur Zeit macht Curiosity nach dem Bohren und Analysieren der Bohrproben eine Pause, um die am Himnmel vorübeziehenden Wolken zu beobachten – alles im Namen der Wissenschaft. Der Rover verwendet hierfür seine Schwarz-Weiß-Fotos liefernden Navigationskameras (Navcams). Es handelt sich hierbei höchstwahrscheinlich um Wassereiswolken in einer Höhe von etwa 31 Kilometern von der Mars-Oberfläche. Übrigens versucht das Missions-Team, Curiositys Wolkenbeobachtungen mit denen des InSight-Landers der NASA zu koordinieren, der etwa 600 Kilometer entfernt ist und kürzlich eigene Wolkenbilder aufgenommen hat. Das Erfassen derselben Wolken aus zwei Blickwinkeln könnte Wissenschaftlern dabei helfen, deren Höhe zu berechnen.





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