Fachwerkhaus in Lobeda-Altstadt nach Vollbrand unbewohnbar, aber niemand wurde verletzt

16.09.19 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENAKommentare deaktiviert für Fachwerkhaus in Lobeda-Altstadt nach Vollbrand unbewohnbar, aber niemand wurde verletzt

Verheerender Hausbrand in Lobeda-Altstadt – Bildquelle: Feuwehr Jena

(red + Content der Feuerwehr Jena) – Am Samstag (14.09.2019) wurde um 20:21 Uhr ein Brand in Lobeda-Altstadt, Alte Straße, gemeldet. Bereits auf der Anfahrt zu diesem Objekt war ein Feuerschein zu sehen, so dass sofort die Alarmstufe auf Großbrand erhöht wurde. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand bereits der gesamte Dachstuhl des Fachwerkhauses in Flammen. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause. 

Auf Grund der sehr beengten Verhältnisse in der Straße wurde im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Lobeda ein Bereitstellungsraum für nachrückende Einheiten eingerichtet. Diese wurden von dort aus zur Unterstützung der Einsatzkräfte an den Einsatzort entsendet. Durch diesen massiven Kräfteeinsatz konnte gegen 21:00 Uhr das Feuer so weit unter Kontrolle gebracht werden, dass eine weitere Ausbreitung verhindert werden konnte.

Am Gebäude entstand ein erheblicher Sachschaden. Der Dachstuhl ist vollständig vom Brand betroffen und teilweise eingestürzt. Es gab keine Verletzten, da die Hausbesitzer zur Zeit des Brandes nicht in Jena weilten. Das Paar wurde umgehend informiert und beide fuhren noch am Abend zurück. Ihr Heim ist nicht mehr bewohnbar, vieles vom Hab und Gut verloren. Zur Betreuung der Hauseigentümer kam der Bereitschaftsdienst der Notfallseelsorge zum Einsatz. 

Im Einsatz waren neben der gesamten Berufsfeuerwehr die Freiwilligen Feuerwehren Lobeda, Winzerla, Göschwitz und Wöllnitz. Darüber hinaus übernahm eine Betreuungseinheit aus dem Katastrophenschutz die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Essen. Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte vor Ort. Während der Löscharbeiten wurde die in der Alten Straße verlaufende Wasserleitung derart beschädigt, dass die Anwohner fast den ganzen Sonntag über ohne fließend Wasser auskommen mussten. Eine von den Stadtwerken beauftragte Firma reparierte die beschädigte Leitung im Laufe des Sonntags.

Durch die Polizei wurden die Einsatzkräfte unterstützt. Insbesondere musste wegen Behinderung durch Schaulustige eingegriffen werden. Es gab in der Bevölkerung Unmut, weil es in diesem Jahr in der Gegend mehrmals gebrannt hatte und unter anderem in Gartenlauben und in Waldstücken bei der Lobdeburg Feuer vorsätzlich gelegt worden war. Benjamin Koppe, Jenas Dezernent für Sicherheit und Ordnung, dankte den Feuerwehrkameraden für deren hohe Einsatzbereitschaft und erklärte, die Situation werde in der kommenden Woche ausgewertet, um festzustellen, ob in der Angeleheneit weitere Schritte eingeleitet werden müssten.





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