„Über 1.000 Kilometer für den zweiten Sieg“: Science City Jena gewann mit 96:71 gegen die Cuxhaven BasCats

14.10.14 • JEZT AKTUELL, SPORT, STARTKeine Kommentare zu „Über 1.000 Kilometer für den zweiten Sieg“: Science City Jena gewann mit 96:71 gegen die Cuxhaven BasCats

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(JEZT / SCIENCE CITY JENA) – Durchaus keine Selbstverständlichkeit war der Sieg von  Science City Jena am Wochenende an der Nordseeküste – sogar der MDR berichtete in „Sport am Sonntag“ darüber.

Fast 1.100 Kilometer fuhren die Riesen aus der Saalestadt für den zweiten Sieg am Wochenende nach Cuxhaven zu ihrem Gegner, den Bascats. Mit 96:71 gewann Science City beim Schlusslicht der 2.Basketball-Bundesliga auch in dieser Höhe verdient, lieferte dabei eine bärenstarke erste Halbzeit ab, in der die Basis zum Auswärtssieg gelegt werden konnte. Mit dem Erfolg an der Küste gleicht das Harmsen-Team seine kuriose Saisonbilanz aus, steht nunmehr bei zwei Siegen auf fremden Parkett und zwei Niederlagen in der heimischen Umgebung. So bog am Sonntagmorgen um 3.30 Uhr der Mannschaftsbus mit den Siegern des Vorabends nach der 550 Kilometer langen Reise-Strapaze endlich auf den Parkplatz der Sparkassen-Arena ein. Und in Windeseile hatten sich die müden Akteure auf wartenden die Autos verteilt, um an ihrem freien Sonntag auszuschlafen und regenerieren zu können.

„Ich denke, dass wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt haben. Viele unserer Körbe ergaben sich in dieser Phase durch unsere starke Verteidigung. Das Team hat sehr viel Druck auf Cuxhaven ausgeübt, vor allem auf den kleinen Positionen. Das war ein ganz entscheidender Faktor für unseren Sieg“, sagte Trainer Björn Harmsen nach dem Sieg. „Unsere 60 Punkte in einem Auswärtsspiel sind schon eine echte Duftmarke. In der zweiten Hälfte bekamen wir relativ früh Foulprobleme. Da hat uns die Tiefe im Kader schon sehr geholfen“, so Harmsen. Einer der die Tiefe des Jenaer Teams noch einmal vergrößern wird ist Center Jordan Henriquez-Roberts. Der 2,11m große US-Amerikaner wird in den kommenden Tagen zusammen mit Brady Morningstar, einem weiteren Neuzugang aus den USA der Öffentlichkeit präsentiert. „Jordan ist noch nicht lang im Training dabei, hat keine Vorbereitung mit uns absolviert, konnte demzufolge auch keine große Bindung an die Mannschaft haben. Dennoch hat er in seiner kurzen Einsatzzeit durch seine Größe und die langen Arme das Spiel verändert, die Offensive des Gegners beeinflusst“, sagt Harmsen über den Mann der zuletzt in Finnland aktiv war.

Sportlich gestaltete sich das Duell an der Küste schnell als Einbahnstraßen-Basketball. Die noch sieglosen Norddeutschen als Tabellenletzter der ProA gehörig unter Druck stehend, gingen zwar zunächst per Dunk mit 2:0 in Führung, doch bereits unmittelbar im Anschluss hatte Science City Jena das Kommando übernommen. Punkt um Punkt, Korb um Korb setzten sich die Ostthüringer von den Hausherren ab, lagen nach dem ersten Spielabschnitt mit 28:18 aussichtsreich in Front. Bis zum Kabinengang hielten Jenas Korbjäger den Druck konstant, profitierten häufig von Ballverlusten des Gastgebers, um mit einfach Körben abzuschließen und bis zur Halbzeitsirene auf 60:37 zu enteilen. Auch wenn sich dann im Verlauf der zweiten Hälfte zunehmend Fouls und Fehler ins Jenaer Spiel einschlichen, die Cuxhaven BasCats in der 32.Minute noch einmal auf 76:66 verkürzen konnten, geriet der verdiente Sieg des Harmsen-Teams kaum mehr in Gefahr. Die Zügel fester anziehend, distanzierte sich Science City bis zur Schlusssirene wieder auf über 20 Punkte.





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