„Jena erhält ein forschendes Museum“: Bis zum Jahresende soll klar sein, wer das D.O.M. am Carl-Zeiss-Platz leiten wird

24.10.17 • JEZT AKTUELL, KULTUR & BILDUNG, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu „Jena erhält ein forschendes Museum“: Bis zum Jahresende soll klar sein, wer das D.O.M. am Carl-Zeiss-Platz leiten wird

Eingang „Optisches Museum“ am Carl-Zeiss-Platz – Foto © Stadt Jena

Unser Jena ist eine der Hochburgen der optischen Industrie der Bundesrepublik, dessen Wurzeln in dem einstigen Dreigestirn Zeiß, Abbe und Schott liegen. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte der Mechaniker Carl Zeiss (1816 bis 1888) in der heutigen Lichtstadt die Grundlagen hierfür mit seinen optischen Werkstätten gelegt, später unterstützt von dem Physiker Ernst Abbe (1840 bis 1905) und dem Chemiker und Glastechniker Otto Schott (1851 bis 1935).

Da Jena auch zwei Hochschulen beherbergt, wird derzeit in der Lichtstadt ein sog. „forschendes Museum“ konzipiert und aufgebaut. Spätestens bis Anfang 2018 solle klar sein, wer das Museum leiten wird, erklärte Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzende des Optik- und Elektronikkonzerns Carl Zeiss, am Montag gegenüber der Mediengruppe Thüringen, zu der auch die Osttthüringer Zeitung (OTZ) gehört. Man sei „zeitlich gut unterwegs“ und befinde sich in der Schlußphase des Verfahrens, so der Zeiss-Vorstandsvorsitzende. Weiter heißt es in einer Presseerklärung von Zeiss, getragen werde das Museum von einer Stiftung, die die Carl Zeiss AG 2016 in Jena, ihrem einstigen Gründungsort, initiiert hatte. Die Stiftungsgründer, zu denen nicht nur die Zeiss AG gehört, wollen insgesamt 25 Millionen Euro aufbringen, um das in der Lichtstadt bereits seit vielen Jahren bestehende Optische Museum neu zu gestalten und langfristig als D.O.M. (= Deutsches Optisches Museum) zu betreiben (wir berichteten).

Eines sei aber klar, so Michael Kaschke am Montag gegenüber der OTZ: Für den Direktorenposten kommt allein infrage, wer das beste Konzept für das Museum plus der dort künftig mit angesiedelten Forschung und Lehre präsentiere, denn „Wir wollen ein forschendes Museum“, so der Zeiss-Chef. Zehn der insgesamt 25 Millionen Euro seien für die komplette Neugestaltung des bestehenden Optischen Museums sowie die Einrichtung einer Professur vorgesehen. Mit nicht weniger als 15 Millionen Euro werde dann der Museumsbetrieb für die nächsten zwei Jahrzehnte abgesichert, hatte die Stifung bereits vor einem Jahr erklärt.





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