„Jena-Nord“: Kultur ist jetzt bald für jeden da – Drei Initiativen plus weitere MitstreiterInnen nutzen ehemaliges Schlachthofgebäude

01.11.17 • INTERESSANTES, JEZT AKTUELL, KULTUR & BILDUNG, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENAKeine Kommentare zu „Jena-Nord“: Kultur ist jetzt bald für jeden da – Drei Initiativen plus weitere MitstreiterInnen nutzen ehemaliges Schlachthofgebäude

Das von der Stadt Jena für eine soziokulturelle Nutzung erworbene Gebäude auf dem ehemaligen Schlachthof. – Foto © MediaPool Jena

Auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs in Jena gab es am Samstagnachmittag erstmals freie Soziokultur zu erleben. In einem derzeit leerstehenden Gebäude, das die Stadt Jena vor einiger Zeit durch Beschluss des Stadtrats erworben hatte, wollen zukünftig drei Gruppen plus eine Anzahl weiteret Mitstreiter ein Stadtteil- und Kulturzentrum schaffen.

Mitdabei ist der Verein Crossroads, der dort die große Halle für seine Rollsportaktivitäten nutzen wird, in den Räumen im Obergeschoss richtet der Verein FreiRaum-Jena eine offene Küche für Kochtreffen und eine offene Werkstatt ein und die Freie Bühne Jena plant, in dem Gebäude seie Theaterproben und Aufführungen abzuhalten. Die verbleibenden kleineren Räumlichkeiten sollen von anderen Gruppen genutzt werden darunter ist die Initiative „Essbare Stadt Jena“, die dort ein Saatgutlager unterhalten möchte.

Foto © MediaPool Jena

Bei der Aktion „AUF! LOS! GEGT’S LOS?!“ gab es am Wochenende viele Gäste und jede Menge Lob und  Anerkennung für die Aktiven. Getreu dem Ankündigungsplakat trieben als Schweine kostümierte Mitstreiter der drei Initiativen ihr „Unwesen“ und luden zum Kulturprogramm (szenische, bildnerische und musikalische Arbeiten) und zu Führungen ein. Vor allem erkenne man das Potential der Räume, wie z. B. Karoline Weber von der Kulturstiftung des Bundes der Ostthüringer Zeitung (OTZ) gegenüber sagte. Weber und die Bundesstiftung gehört mit dem Fonds „Bürgerschaftliches Engagement“ zu den Förderern des Schlachthofprojektes.

Demnächst solle die Verwaltung von Grundstück und Gebäude über einen Erbbaurechtsvertrag an die drei Vereine übertragen werden, erklärte Jenas Stadtentwicklungsdezernent Denis Peisker. Da müsse das Geld aufgetrieben werden für die Sanierung, denn das Gebäude ist derzeit unbenutzbar, fehle es doch an Fenstern, Türen und jeglicher Installation von Strom und Wasser. Auf Beschluss des Stadtrates seien 65.000 Euro als Innovationsförderung in den Jahren 2017 und 2018 bereitgestellt worden, so Peisker, zu verwenden für Teilerschließungen und die Verkehrssicherung.

Für die Sanierung seien weitere Baukosten von etwa 800.000 Euro notwendig, hieß es. Die Nutzfläche im Gebäude werde nach dem Ausbau des Dachgeschosses etwa 850 Quadratmeter betragen. Bestritten werden sollen die enormen Baukosten zu etwa 40 Prozent aus Fördermitteln, weitere große Positionen seien durch Spenden und Kredite zu erbringen, so ein Vereinssprecher. Christoph Vietze, Ortsteilbürgermeister von Jena-Nord, begrüßte das Engagement rund um den Schlachthof, womit in Jena-Nord regelrecht eine Kulturachse geschaffen werde, so Vietze in der OTZ. Diese setze sich vom Schlachthof über den Kulturbahnhof bis hinüber zum Kulturort „Trafo“ an der Nollendorfer Straße fort, so der Ortsteilbürgermeister in der Lokalzeitung.





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