Heute ist Tag der offenen Tür im Tinnitus-Zentrum des Uniklinikums Jena

01.11.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, START, UNSER JENA, WISSENSCHAFT, MEDIZIN & TECHNIKKommentare deaktiviert für Heute ist Tag der offenen Tür im Tinnitus-Zentrum des Uniklinikums Jena

Die Mitarbeiter der Tinnitus-Tagesklinik geben beim Tag der offenen Tür einen Einblick in ihr Haus. – Foto © UKJ

(UKJ/kbo) – Etwa 1,5 Millionen Menschen haben in Deutschland Tinnitus. Betroffen sind dabei fast alle Altersschichten, vom Mitzwanziger bis zum Hochbetagten. In die Tinnitus-Tagesklinik am Universitätsklinikums Jena (UKJ) kommen Patienten, die seit mindestens drei Monaten an dem quälenden und dauerhaften Ohrgeräusch leiden und gleichzeitig mit psychischen Folgen der Erkrankung zu kämpfen haben. Das Jenaer Tinnitus-Zentrum gibt es nun seit fünf Jahren.

Dieses Jubiläum nimmt das interdisziplinäre Tinnitus-Team zum Anlass, Gesicht zu zeigen und einen Tag der offenen Tür zu veranstalten. Betroffene, Angehörige und Interessierte sind daher am heutigen Donnerstag, dem 1. November 2018, herzlich eingeladen, von 11:00 bis 18:30 Uhr in die Tinnitus-Tagesklinik in Lobeda zu kommen. Die Mitarbeiter führen stündlich durchs Haus, halten Informationsmaterial bereit und zeigen, wie sich die Therapie in der Tagesklinik gestaltet. Natürlich beantworten sie auch Fragen der Besucher. Vor Ort ist zudem die Thüringische Tinnitus-Liga.

Fast 1000 Patienten aus ganz Deutschland und mit ganz unterschiedlichen Leidenswegen haben sich in den vergangenen fünf Jahren in der Tagesklinik behandeln lassen. „Die Pille gegen Tinnitus gibt es leider nicht“, erklärt Sabine Hammel, Ärztin an der Tinnitus-Tagesklinik. „Daher geht es bei uns um ein Retraining, um Techniken, die das Leben mit Tinnitus erleichtern“, so Hammel weiter. Entsprechend interdisziplinär ist das Team aufgestellt: Psychologen, Audiometristen, HNO-Ärzte, Physiotherapeuten und eine Ärztin für physikalische Therapie arbeiten daran, den Patienten zu helfen.

Fünf Tage, also eine ambulante Woche, verbringen die Patienten in der Klinik. Dort erhalten sie einen individuellen Behandlungsplan, aber auch Hausaufgaben für die Zeit danach. Nach sechs Monaten kommen sie zur Nachuntersuchung. Bisher sei das Feedback sehr gut, berichtet Hammel. Besonders schätzten die Patienten das interdisziplinäre Team, das effektive Hörtraining, und, dass die Therapie etwas im Kopf bewirke, neue Denkansätze vermittle.





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