„5G“-Modellregion: Jena wird vom Thüringer Wirtschaftsministerium als Vorzeigestadt präferiert

28.11.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENAKommentare deaktiviert für „5G“-Modellregion: Jena wird vom Thüringer Wirtschaftsministerium als Vorzeigestadt präferiert

Grafik © MediaPool Jena

(red) – „5G“ ist eine Abkürzung, die in den kommenden Jahren entscheidend werden kann, sowohl für die Zukunft der Industrienation Deutschland als auch den Leuchtturm-Standort Jenas. Doch was verbirgt sich dahinter: Was ist „5G“?

Nach dem analogem Handy-Netz der 1990er-Jahre, dem GSM-Netz der 2000er sowie UMTS und LTE/4G im letzten Jahrzehnt gibt es bald die inzwischen fünfte Mobilfunk-Netz-Generation – Kürzel: „5G“. Mit ihr sollen Datenübertragungs-Geschwindigkeiten bis zu 100 Gigabit pro Sekunde erreicht werden, das wäre bis zu 1000 Mal schneller als das heute übliche LTE. Noch wichtiger als der High-Speed, also die Höchstgeschwindigkeit, ist aber die Antwort-Zeit des Netzes auf Daten-Anfragen. Die liegt im UMTS-Netz noch bei rund 300 Millisekunden, bei LTE sind es im Minimum 10 Millisekunden, „5G “ jedoch soll Werte von unter einer Millisekunde erreichen können.

Besonders wichtig soll „5G“ für industrielle Fabriken der Zukunft werden, die dann komplett vernetzt sind. Diese Technologie soll und kann den Mobilfunkmarkt grundlegend verändern, braucht aber eine komplett neue Infrastruktur. Hierfür müssen bestehenden Funkmasten umgebaut und Leitungen, die sie verbinden, aufgerüstet werden. Jena habe dafür alle Voraussetzungen, die es brauche, um maximalen Nutzen aus dem neuen Mobilfunkstandard zu ziehen und Vorreiter zu werden, sagte am Montag Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee.

Unsere Stadt sei ein ausgewiesener High-Tech-Standort mit rund 100 IT-Unternehmen, zwei Hochschulen und zwölf Forschungseinrichtungen, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Wenn die Bundesregierung – parallel zur Anfang 2019 beginnenden Versteigerung der entsprechenden „5G“-Frequenzen – in einem Wettbewerbsverfahren bundesweit bis zu zehn Modellregionen auswählen wird, die vorrangig mit dem neuesten Mobilfunkstandard ausgestattet werden sollen, werde sich der Freistaat für Jena aussprechen, so Tiefensee. Grundlage hierfür sei aber, dass unsere Stadt bis Anfang 2019 eine „5G“-Projektskizze für die Bewerbung als Modellregion beim Bund erarbeite, so der Minister.

Die ausgewählten Städte sollen dann ab dem Jahr 2020 zeigen, wie sich kommunale Herausforderungen zum Beispiel in den Bereichen Abfallentsorgung, Energie- und  Gesundheitsversorgung, Mobilität oder Verkehrssteuerung mit Hilfe des schnellen Mobilfunks lösen lassen.





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