„Gebrauchtes“ Sport-Wochenende für Jenas Spitzenmannschaften: Science City ist nun Tabellenletzter – Der FCC spielt zuhause 0:0

27.01.19 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, SPORT, START, UNSER JENAKommentare deaktiviert für „Gebrauchtes“ Sport-Wochenende für Jenas Spitzenmannschaften: Science City ist nun Tabellenletzter – Der FCC spielt zuhause 0:0

(red + Content von Jena Baskets und dem FCC) – Mit einer knappen und bis in die Schlussphase umkämpften 85:90-Niederlage endete für Science City Jena am späten Freitagabend das Heimspiel gegen Brose Bamberg. Ungeachtet der Tatsache, dass man mit dieser Niederlage nun Tabellenschlusslicht ist, konnte die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen vor 2.310 Zuschauern das Parkett der Sparkassen-Arena erhobenen Hauptes verlassen.

Harmsen nach dem Spiel: „Glückwunsch an Bamberg und Coach Perego. Ich glaube, wir haben in der ersten Halbzeit gesehen, dass wir jetzt deutlich mehr Qualität besitzen. In der zweiten Halbzeit hatte unser Team dann leider einige Foulprobleme und war auch deutlich müder. Darum mussten wir vor allem Reggie und Ronald ein bisschen in Schutz nehmen. Die Bamberger haben nach der Pause natürlich auch wesentlich besser verteidigt. Zudem haben wir dumme Fehler gemacht, uns in der zweiten Hälfte neun Ballverluste geleistet. Die haben uns neben dem fünftem Foul von Dru Joyce und der zwischenzeitlichen Verletzung von IMac ziemlich wehgetan. Ich denke trotzdem, dass wir auf diese Leistung aufbauen können, mit der richtigen Einstellung rausgekommen sind und phasenweise schönen Basketball gespielt haben. Sobald die beiden neuen Jungs richtig integriert sind, wird sich das auch entwickeln. Wir haben ja noch einige Spiele vor uns.“

Torlos trennt sich Jena von Preußen Münster zum Auftakt nach der Winterpause vor nur 3.878 Zuschauern und bleibt damit im dritten Spiel unter dem neuen Trainer ungeschlagen.

Die den von eisigem Wind und Schneeregen geprägten Witterungsbedingungen trotzenden Zuschauer sahen von Beginn an ein Spiel, das sich vornehmlich in der Jenaer Hälfte abspielte. Münster presste hoch und übernahm die Spielkontrolle, und es schien genau das, was Lukas Kwasniok sich gewünscht hatte. Boten sich so doch weite Räume für überfallartige Angriffe seiner Elf bei Ballgewinn, welche den Gästen immer wieder weh taten. Und so hatte Münster durch Hoffmann, der mit einer Körpertäuschung den später gelbvorbelastet ausgewechselten Grösch aussteigen ließ, die erste, von Koczor mit Fußabwehr vereitelte große Gelegenheit des Spiels, Sekunden später gefolgt von einer guten Schussmöglichkeit Maximilian Wolframs, der einen jener schnellen Gegenangriffe mit Flachschuss abschloss (11.). Nach einer Viertelstunde musste es eigentlich 1:0 stehen. Starke hatte von links geflankt, die gemeinsam hochsteigenden Felix Brügmann und SCP-Keeper Niehues verpassen, so dass der Ball bei Florian Brügmann landet, der ihn im Fallen mit dem Kopf auf statt ins leere Tor befördert.

Nach 26 Spielminuten die nächste Großchance für Jena, vorbereitet durch den auf dem linken Flügel davonstiefelnden Wolfram, dessen flache Hereingabe zwar zu unpräzise ist, über Umwege dennoch bei Starke landet, dessen Drehschuss SCP-Verteidiger Braun mit der Fußspitze zur Ecke lenken kann. Auch wenn Münster deutliche Vorteile in Sachen Ballbesitz und Feldposition hatte, die besseren Möglichkeiten besaßen die Thüringer, die zudem dank disziplinierter Defensivarbeit die Gäste zu unpräzisen Fernschüssen zwangen und bei den zahlreichen Standardsituationen äußerst stabil wirkten. Jena hatte im Paradies 45 Minuten ähnlich einer Auswärtsmannschaft agiert, und doch durfte man zufrieden sein.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, der zwar keine personellen Veränderungen mit sich brachte, doch aber ein Erstarken der Grün-Schwarzen. Münster stand nun tiefer und versuchte Jena mehr aus der Defensive zu locken, und bereits in der 54. Minute hätte dies beinahe zum Erfolg geführt. Philipp Hoffmann, einer der drei wuchtigen SCP-Stürmer war mit einem weiten Ball aus der eigenen Hälfte geschickt worden und ließ im Laufduell den inzwischen auf die gewohnte Innenverteidigerposition gerückten Slamar alt aussehen, scheiterte im Abschluss aber an Raphael Koczor. Nur drei Minuten später war Jenas Keeper erneut im Glück, als eine verunglückte Kopfballverlängerung Volkmers direkt bei Menig landete, der aus fünf Metern Koczor in die Arme köpfte. Kurz darauf versuchte sich Heidemann mit einer Direktabnahme und erneut hieß es: Endstation Rapha. Jena erlangte nun kaum noch Zugriff auf das Spiel, offensive Akzente fehlten nahezu vollständig. Lediglich Dominik Bocks Schuss eine Viertelstunde vor dem Ende, von Schulze Niehues über die Latte gelenkt, bleibt erwähnenswert. Zu wenig, um sich einen Heimdreier zum Auftakt nach der Winterpause zu verdienen, und selbst der eine Zähler geriet quasi mit dem Schlusspfiff noch in Gefahr. Ein weiter Ball aus der Münsteraner Hälfte überraschte Jenas Hintermannschaft und erreichte schließlich Niklas Heidemann, dessen platzierten Knaller Raphael Koczor mit den Fingerspitzen an den Innenpfosten lenkt und dafür sorgt, dass viertausend Herzen nicht zerbrachen, sondern nur in die Hosen rutschten. So zeigten sich am Ende beide Trainer zufrieden. Kwasniok mit dem Ergebnis und einem leidenschaftlichen Auftritt, Kollege Antwerpen mit der Leistung seiner Mannschaft, die aber zweifellos etwas liegen gelassen hatte. Der FC Carl Zeiss Jena ist nun auf Platz 17 der Tabelle.

Lukas Kwasniok: „Ich glaube, wir haben ein verdientes Unentschieden gesehen. Wir waren in der ersten Halbzeit etwas gefährlicher vor dem Tor. Wir konnten die Räume, die typischerweise von Mannschaften, die Ballbesitzfußball spielen angeboten werden, gut nutzen. Aber im letzten Drittel vor dem Tor haben wir zum einen ein wenig Pech wie bei Florian Brügmann oder Sören Eismann, dass der Ball dann einen halben Meter zu weit in den Rücken ankommt. Zum anderen haben wir es aber auch zu unsauber gespielt. Im zweiten Durchgang war uns klar, dass die körperliche Wucht, die Münster auszeichnet, immer schwerer zu verteidigen sein wird. Hintenraus hatten wir dann das Glück des Tüchtigen mit dem Pfostenschuss, auch vorher schon beim Kopfball von Menig in die Arme von Koczor. Es wird kein Sprint, sondern ein Marathon bis zum Ende der Saison und wir versuchen uns über stabile Leistungen Punkt für Punkt nach vorn zu arbeiten.  nach vorn zu arbeiten.“





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