Jena bleibt in der 3. Liga: Schwere Fan-Krawalle überschatteten das Erfolgsspiel des FCC

19.05.19 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, SPORT, START, UNSER JENAKommentare deaktiviert für Jena bleibt in der 3. Liga: Schwere Fan-Krawalle überschatteten das Erfolgsspiel des FCC


(red + Content des LPI Jena Newstoom und der FCC News) – Mit dem sechsten Sieg im siebten Spiel schaffte der FCC gestern tatsächlich das Wunder im Saisonendspurt und spielt auch in der kommenden Saison in Deutschlands dritthöchster Fußballliga: am Ende hieß es 4:0 gegen TSV 1860 München vor 10.600 Zuschauern. Die frühe 2:0-Führung nach einer Viertelstunde durch ein Eigentor des Münchners Felix Weber und einem Treffer von Felix Brügmann verwaltete der FC Carl-Zeiss-Jena bis zur Pause sicher. Als die Gäste nach Wiederanpfiff etwas besser aufkamen, machte Maximilian Wolfram mit einem Doppelpack (66. und 68. Minute) den Deckel drauf.

Das grandiose Spiel wurde aber überschattet von schweren Heimfan-Ausschreitungen im Rahmen der Stadionanreise. Die Fans hatten sich im Stadtgebiet gesammelt und wollten wie immer über die Route durch die Oberaue zum Stadion gelangen. Auf Höhe des Roten Turmes kam es durch FCC-Fans zu einem Landfriedensbruch. Die Fans warfen die Scheibe eines Polizeifahrzeuges ein, entwendeten daraus Gegenstände und griffen Polizeibeamte an. Anschließend durchbrachen etwa 500 Fans die Polizeikette und liefen zur Stadtrodaer Straße. Sie musste beidseitig für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Polizeikräfte, darunter auch solche zu Pferd, begleiteten die Fans anschließend über die Stadtrodaer Straße zum Stadion.

Am Stadioneingang Ostplatte kam es erneut zu einem Angriff der Fans gegenüber der Polizei. Unter anderem gab es Sprechchöre gegen Stadionverbote von Ultra-Fans, wobei der FCC klarstellte, dass dies bereits zuvor ausgesprochene Stadionverbote waren; neue Verbote, die im Zusammenhang mit dem Vorfällen am Sonnabend stehen habe es nicht gegeben. Polizisten wurden allerdings vor dem Stadion von FCC-Fans mit Steinen, Flaschen und Einsatzgittern beworfen. Es mussten Pfefferspray und Wasserwerfer eingesetzt werden; die kurzzeitig eskalierte Lage wurde mit Hilfe von Stadionansagen und des Fanbeauftragten befriedet. Auch bei diesem Angriff wurden Polizisten und Fans verletzt. Insgesamt gab es 13 leicht verletzte Polizeibeamte, ein Polizist musste in Krankenhaus gebracht werden, er ist nicht mehr dienstfähig. Ermittlungen wegen Landfriedensbruch, Gefährlicher Körperverletzung u.a. laufen. „Wir müssen uns entschuldigen“, sagte FCC-Geschäftsführer Chris Förster im MDR-Fernsehen.





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