Viktoria Barbara ist 100. Be-Up-Kind: Schon über einhundert Schwangere haben an Hebammenstudie am UKJ teilgenommen

10.08.19 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENA, WISSENSCHAFT, MEDIZIN & TECHNIKKommentare deaktiviert für Viktoria Barbara ist 100. Be-Up-Kind: Schon über einhundert Schwangere haben an Hebammenstudie am UKJ teilgenommen

Glückliche Eltern mit Töchterchen Viktoria Barbara und Hebamme Lisa Kullmann. – Foto: Universitätsklinikum Jena

(UKJ/kbo) – Es war eine ganz unkomplizierte Geburt: Viktoria Barbara kam 2600 Gramm schwer und 46 Zentimeter groß am Universitätsklinikum Jena (UKJ) auf die Welt. Mit zwei kleinen Besonderheiten: Ihre Mama Theresa war Teilnehmerin an der Hebammenstudie „Be-Up: Geburt aktiv“, die an 16 Kliniken läuft und an der sich auch das UKJ beteiligt. Und Viktoria Barbara war das 100. Kind, das im Rahmen dieser Studie am UKJ geboren wurde.

Die Hebammenstudie „Be-Up: Geburt aktiv“ untersucht, wie sich ein alternativ gestalteter Gebärraum auf die Geburt auswirkt. Die Studie stützt sich dabei auf Forschungserkenntnisse, dass unterschiedliche aufrechte Körperhaltungen während der Wehen die Wahrscheinlichkeit für eine natürliche Geburt erhöhen. Auch im Kreißsaal der Geburtsmedizin am UKJ gibt es einen solchen besonderen Be-Up-Raum mit mobilen Schaumstoffelementen, der die Frauen zum aufrechten Gebären ermuntert. „Die Schwerkraft hilft, dass das Kind besser ins Becken rutscht“, weiß Hebamme Lisa Kullmann. Sie betreut am UKJ die Studie. „Außerdem fühlen sich die Frauen oft wohler, wenn sie während der Wehen die Körperpositionen selbstbestimmt einnehmen können.“ So war das auch bei Mama Theresa. Sie war die 100. Teilnehmerin der Be-Up-Studie am UKJ und zieht ein positives Fazit. Sie habe sich gut gefühlt, in Bewegung zu bleiben und sei zudem von den Hebammen wunderbar unterstützt worden. Auch Hebamme Lisa Kullmann bestätigt, dass es eine schöne Spontangeburt war.

Nicht jede werdende Mutter ist für die Studie geeignet: bei Zwillings- oder Frühgeburten beispielsweise fällt die Be-Up-Option weg. „Aber bei normalen und unauffälligen Schwangerschaften besteht grundsätzlich die Möglichkeit“, sagt Hebamme Lisa Kullmann. Und auch, wenn die Studienteilnehmerinnen dann doch lieber im Bett gebären möchten, steht ihnen das jederzeit frei.

Unabhängig davon, in welchem Raum sich die Schwangere im Kreißsaal befindet: Mutter und Kind erhalten am UKJ die bestmögliche individuelle Hebammen-Betreuung und medizinische Überwachung. Neben dem Be-Up-Raum gibt es vier freundlich gestaltete Entbindungsräume mit diffusem Licht, Entspannungsöl, Tüchern und Bällen. Auch eine große Wanne für Wassergeburten steht parat. – Weitere Infos zur Studie findet man unter: www.be-up-studie.de





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