„Was uns Schiller heute bedeutet“: Veranstaltungsreigen zum heutigen 260. Geburtstag des Namenspatrons der FSU Jena

10.11.19 • JEZT AKTUELL, KULTUR & BILDUNG, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENA, WISSENSCHAFT, MEDIZIN & TECHNIKKommentare deaktiviert für „Was uns Schiller heute bedeutet“: Veranstaltungsreigen zum heutigen 260. Geburtstag des Namenspatrons der FSU Jena

Büste von Friedrich Schiller vor dem alten Universitätsgebäude in Jena – Foto © MediaPool Jena

(Axel Burchardt) – Heute jährt sich Friedrich Schillers Geburtstag zum 260. Mal. Das Jubiläum ist für die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) ein guter Grund, dieses Ereignis zu feiern und literarischen Werken und Briefen um 1800 neu zu begegnen.

An der FSU Jena wird dies im Gartenhaus des Dichters (Schillergässchen 2) durch eine Lesung von Lieblingsstellen aus Schillers Werken (14:30 Uhr) und einen Vortrag (15:30 Uhr) umgesetzt. Ergänzt wird das Programm der Universität u. a. durch einen um 11:30 Uhr beginnenden Stadtspaziergang auf den Spuren Schillers und gegenwärtiger Bauprojekte und Initiativen, den der Ortsteilrat Jena-Zentrum veranstaltet; Treffpunkt: Neugasse 34.

Ein Höhepunkt der Geburtstagsfeier wird die Aufführung von „Verbrecher aus verlorener Ehre“. Das Schauspiel nach einem Prosatext von Friedrich Schiller – bearbeitet, inszeniert und gespielt von Martin Menner (Güntersleben), Musik von Uli Thümmler – wird ab 19:30 Uhr in Schillers Gartenhaus gezeigt.

Friedrich Schiller hat bis heute eine besondere Bedeutung für die Universität“, betont ihr Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal. „Schiller ist Namenspatron der Universität, er war hier lange Professor und inspiriert als Dichter und Denker der Freiheit auch unseren Forschungs­schwer­punkt ,Liberty‘“. Schillers frühe Erzählung „Verbrecher aus Infamie. Eine wahre Geschichte (1786) von dem berüchtigten württembergischen Verbrecher Johann Friedrich Schwan, genannt der Sonnenwirt, ist ein Höhepunkt des damals jungen Genres der Kriminalgeschichte. „Die Pro­grammatik für sein Erzählen entwickelt der Autor in einer Vorrede, die zum Beeindruckend­sten der Schillerschen Prosa gehört“, so der Leiter von Schillers Gartenhaus Dr. Helmut Hühn.

Der Vortrag des Juristen Prof. Dr. Udo Ebert erkundet um 15.30 Uhr Schillers poetisches Interesse an Verbrechern und die juristischen Hintergründe der Erzählung. Wo und wie die Jenaer heute noch mit Schiller verbunden sind, zeigt die Lesung mit musikalischer Begleitung von Ilga Herzog, die um 14:30 Uhr im Gartenhaus beginnt. Dazu sind alle Jenaer eingeladen, ihre liebsten Schillergedichte, „ihren Schiller“ im Gartenhaus vorzulesen.





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