Feierstunde in der Uni-Aula: Investitur von Prof. Walter Rosenthal als neuer Präsident der Friedrich-Schiller-Universität

06.10.14 • INFOS FÜR STUDIERENDE, JEZT AKTUELL, START, UNSER JENA, WISSENSCHAFT, MEDIZIN & TECHNIKKeine Kommentare zu Feierstunde in der Uni-Aula: Investitur von Prof. Walter Rosenthal als neuer Präsident der Friedrich-Schiller-Universität

JEZT - Friedrich-Schiller-Universitaet - Praesident Prof Walter Rosenthal - Foto © FSU Jena JP Kasper

(JEZT / FSU / THÜRINGEN) – Bei seiner feierlichen Investitur am heutigen Montag in der Aula der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat Prof. Walter Rosenthal als neuer Präsident der Universität eine auskömmliche Finanzierung von Thüringens größter Hochschule gefordert. Zur Sicherung ihrer Zukunft müsse erheblich in die Infrastruktur investiert werden, sagte der 59-jährige Mediziner und fügte an, wer erwarte vor allem, dass das durch die Bafög-Reform zusätzliche Geld im Landeshaushalt der Universität zugute komme.

Rosenthal ist der erste Rektor in der 456-jährigen Jenaer Universitätsgeschichte, der den Titel „Präsident“ trägt, da er nicht aus den eigenen Reihen der FSU kommt. Als Rektor tritt er die Nachfolge des Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Klaus Dicke an, der am Montag offiziell verabschiedet wurde, der die FSU zehn Jahre lang geleitet hatte. Derzeit studieren rund 20.000 Studierende an der Friedrich-Schiller-Universität, die damit Thüringens größte Hochschule ist. Mit ihren zehn Fakultäten bildet sie nahezu das gesamte wissenschaftliche Fächerspektrum ab und stellt fast die Hälfte des Lehrangebotes im Freistaat; ihr Studienangebot umfasst mehr als 150 Studienfächer.

„Mit Prof. Dr. Walter Rosenthal hat die Friedrich-Schiller-Universität Jena einen renommierten Wissenschaftler gewonnen, der als Präsident die Geschicke von Thüringens größter Hochschule an entscheidender Stelle mitbestimmen wird. Er ist in der Leitungsarbeit erprobt, bringt große wissenschaftliche Erfahrung, Fachkompetenz und internationales Knowhow mit. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Friedrich-Schiller-Universität in die Spitze der deutschen Hochschulen zu führen. Ich wünsche Professor Rosenthal eine glückliche Hand und Freude in der neuen Aufgabe“, sagte Thüringens Wissenschaftsminister Christoph Matschie auf der feierlichen Amtseinführung des neuen FSU-Präsidenten.

Der 1954 in Siegen geborene Walter Rosenthal studierte an der Justus-Liebig-Universität Gießen und am Royal Free Hospital London Medizin. 1983 wurde er in Gießen promoviert, 1990 habilitierte er sich an der Freien Universität Berlin im Fach Pharmakologie. Es folgten zwei Jahre am Baylor-College in Houston (USA) als Heisenberg-Stipendiat. Von 1993 bis 1996 war Rosenthal Direktor des Rudolf-Buchheim-Instituts für Pharmakologie an der Universität Gießen. 1996 wurde er Direktor des Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP), das heutige Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie. Im Januar 2009 wechselte er an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch, eine Großforschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft, dessen wissenschaftlicher Direktor und Vorsitzender des Stiftungsvorstandes er ist. Der Wissenschaftsmanager ist außerdem Professor für Molekulare Pharmakologie am Institut für Pharmakologie der Charité und seit 2012 Mitglied der Leopoldina. Prof. Rosenthal ist verheiratet und hat drei Kinder.

Minister Matschie würdigte heute aber auch den scheidenden Rektor der FSU. „Professor Dicke hat die Jenaer Universität seit 2004 geführt und in dieser Zeit das Profil der Hochschule geschärft. Unter seiner Ägide wurden ‚Life, Light und Liberty‘ zu Leitbegriffen der Friedrich-Schiller-Universität Jena“, unterstrich Matschie dessen Bedeutung. Er bedankte sich bei Professor Dicke für seine kritischen und konstruktiven Beiträge um die Ausrichtung der Hochschulpolitik in Thüringen. Insbesondere als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Jahre 2010 bis 2012 habe sich Dicke mit ganzer Kraft in die Hochschulentwicklung Thüringens eingebracht, so Matschie heute.





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