Heute ist „Tag der Architektur“ und das Haus Fürstengraben 25 der FSU präsentiert sich als städtebauliches Kleinod

23.06.18 • JEZT AKTUELL, NEWSCONTAINER, POLITIK & URBANES LEBEN, START, UNSER JENA, WISSENSCHAFT, MEDIZIN & TECHNIKKommentare deaktiviert für Heute ist „Tag der Architektur“ und das Haus Fürstengraben 25 der FSU präsentiert sich als städtebauliches Kleinod

Das Haus Fürstengraben 25 während des Umbaus. – Foto © FSU

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) beteiligt sich mit einem Objekt am bundesweiten Tag der Architektur, der am heutigen Samstag stattfindet. Für neugierige Besucher gibt es jeweils 14.30 und 15.30 Uhr Führungen durch das Gebäude Fürstengraben 25. Dabei werden die Architekten Bernhard Smits und Peter Tandler vom Büro Smits + Tandler aus Erfurt über die umfangreiche und aufwendige Sanierung des Hauses berichten. Zugleich präsentiert sich das Institut für Altertumswissenschaften der Universität Jena, das seit April dieses Jahres sein Domizil im Fürstengraben 25 hat, der interessierten Öffentlichkeit.

Das Gebäude Fürstengraben 25 wurde 1537 bis 1544 als Handels- und Kontorhaus errichtet. Im 18. Jahrhundert wurde es um das dritte Obergeschoss und ein zweigeschossiges Mansarddach aufgestockt. Im Keller finden sich zwei Tonnengewölbe, in einem davon die Überreste eines Brunnens. Keller und Erdgeschoss wurden in massivem Natursteinmauerwerk ausgeführt, die Obergeschosse und die beiden Dachgeschosse sind Fachwerkskonstruktionen. Der Entwurf beinhaltet die Restaurierung des barock geprägten äußeren Erscheinungsbildes und die Integration der neuen Ausstellungs-, Seminar- und Büroräume in die historische Raumstruktur des Denkmals in Verbindung mit einem lichtdurchfluteten Erschließungsneubau.

Das Haus Fürstengraben 25 (Planzeichnungen) – Abbildungen © FSU Freistaat Thüringen

„Unser Ziel war es, die historische Bausubstanz zu ertüchtigen“, sagt Peter Tandler. Heißt, es gab für die Zimmerleute jede Menge zu tun. Dabei hätten schon die umfangreichen Voruntersuchungen einige unangenehme Überraschungen erbracht. So wies die Dachkonstruktion zwischen West- und Ostgiebel einen Höhenunterschied von 40 Zentimetern auf. Zudem sei die Tragkraft einiger Deckenbalken „nahe Null“ gewesen, so der Architekt. Die Besucher am Tag der Architektur können sich durch zahlreiche Vorher-Nachher-Ansichten ein Bild von den Schwierigkeiten der Sanierung machen.

Das denkmalgeschützte Gebäude stand zuletzt leer, 2011 wurde es wegen Baufälligkeit gesichert und von 2014 bis 2018 saniert. Wie Helmut Rietz vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr mitteilt, kosteten Sanierung und der moderne Anbau am Westgiebel etwa 5,7 Millionen Euro. Im Keller- und Erdgeschoss des Hauses soll ein archäologisches Museum eingerichtet werden. Ende August werden die Exponate ihren Platz finden, von denen viele derzeit noch in der Carl-Pulfrich-Straße gezeigt werden. Das Museum im Fürstengraben 25 soll im Herbst dieses Jahres für die Öffentlichkeit geöffnet werden





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