„Vor 500 Jahren: Die Reformation änderte alles“: Am Anfang stand das Wort…und ein Mann

10.10.17 • AUS DER REGION, JEZT AKTUELL, KULTUR & BILDUNG, NEWSCONTAINER, START, UNSER JENA, UNSER JENA & DIE REGIONKeine Kommentare zu „Vor 500 Jahren: Die Reformation änderte alles“: Am Anfang stand das Wort…und ein Mann

Es war der 31. Oktober 1517. als Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlichte, indem er sie – der Überlieferung nach – an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug. Dieser Thesenanschlag gilt als Beginn der sogenannten Reformation. 500 Jahre später feiern wir nicht einfach nur 500 Jahre Reformation, sondern erinnern auch daran, welche Rolle die Reformation bei der Entstehung der Moderne gespielt hat. – Das ist unser Monatsthema  im Oktober 2017.

Während in früheren Jahrhunderten Reformationsjubiläen national und in konfessioneller Abgrenzung begangen wurden, istl das 500. von Offenheit, Freiheit und Ökumene geprägt. Fünf Jahrhunderte nach dem 31. Oktober 1517 werden jene Impulse der Reformation in den Fokus gerückt, deren Auswirkungen bis in unsere heutige Zeit reichen. Denn das, was einst von Luther und Wittenberg ausging, veränderte Deutschland, Europa und die Welt. 25 Jahre zuvor hatte Christopf Columbus den Amerikanischen Kontinent entdeckt, als es glaubte, Indien auf dem Seeweg erreicht zu haben. Ab da war klar: die Erde ist keine Scheibe sondern eine Kugel – das Zeitalter der Aufklärung begann. Luthers Einfluss zur Auklärung war ganz wesentlich seine Bibelübersetzung in Deutsche von 1522, die entscheidend zu tiefgreifenden Veränderungen der im christlichen Glauben fundierten Gesellschaft und Kultur der frühen Neuzeit beitrug.

Ölbild von Reformator Martin Luther – Abbildung © MediaPool Jena

Vom 20. Mai bis zum 10. September 2017 lud die „Weltausstellung Reformation“ in der Lutherstadt Wittenberg dazu ein, sieben „Tore der Freiheit“ zu entdecken. Im Reformationssommer 2017 präsentierten Kirchen aus aller Welt, internationale Institutionen, Organisationen, Initiativen und viele Kulturschaffende ihre aktuelle Sicht auf die Reformation. Beim „Kirchentag auf dem Weg“ im Mai in Jena und Weimar lautet die Devise „Nun sag, wie hast Du’s mit der Religion?“, wobei die beiden Städte dazu einluden, der Gretchenfrage aus Goethes Faust nachzuspüren und dazu vielfältige Inspirationsmöglichkeiten boten.

Vor allem unser Jena, die 2Stapelstadt des Wissens mit ihren vielen Forschungseinrichtungen, ist bestimmt von der Frage danach, was die Welt im Innersten zusammenhält. Dass Glauben und Denken sich in diesem Drang treffen, wurde bei der Feier eines Gottesdienstes im Carl-Zeiss-Planetarium deutlich. Und wie es die Wissenschaften mit der Religion haben, thematisierte das Kirchentagsprogramm der Friedrich-Schiller-Universität. Insgesamt betrachtet wurde in Jena klar: Irgendwo zwischen künstlerischen Höhenflügen und menschlichen Abgründen, zwischen Glauben und Wissen liegen Antworten auf Gretchens Frage. Schließlich war es einst in Jena, als Martin Luther im Gasthof Schwarzer Bär mit Studenten über seine Thesen diskutierte und die Stadtkirche St. Michael beherbergt bis heute seine originale Grabplatte.

Mehr erfahren Sie in Kürze in Teil 2 unseres Monatsthemas!Inzwischen stehen auch die Radio Jena/JEZT-Themen der kommenden drei Monate fest. Im November dreht sich alles um das Thema „Das neue Fußballstadion in Jena“, im Dezember steht „Weihnachten in Jena und der Region“ im Fokus und im Januar 2018 lautet das Thema des Monats „Der Offene Hörfunkanal Jena / Radio OKJ“.





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